Einst wollte der Mond

Einst wollte der Mond die Sonne heiraten. Als er jedoch sah, dass sie nicht zusammen kommen konnten, flossen Tränen. Die Tränen des Mondes fielen auf die Erde und so entstand der Rio Amazonas. (nach einer Erzählung der Inkas.)

Heute ist der Amazonas der wasserreichste Fluss der Erde, sein Regenwald sorgt dafür, dass ein Drittel des Wassers aus den Anden darin gebunden wird. Schreitet die Plünderung des tropischen Regenwaldes in Südamerika weiter voran, so wird es in Nordamerika (Süden der USA) trockener werden und die Temperaturen werden steigen.

Noch ist der Amazons ein Wunderwerk einer 100 Mio. Jahre  langen Erdgeschichte. Die Erde braucht uns nicht. Wir brauchen die Erde!

Die Quellen des Amazonas – jetzt ansehen. In der ZDF-Mediathek  auch als App.

Ernesto. O

Formel1 @Eccelstone #Bahrein

„In einer Welt,
in der eigentlich technisch
alles machbar ist,
müsste es doch machbar sein,
dass jeder Mensch
Wohnung, Nahrung, Arbeit,
Energie und Kommunikation,
sowie die Chance auf etwas Glück erhält.

ich will
wollen wir nicht alle, wollen wir ?
dann los jetzt !“
Zitat aus:  „Die kosmische Welle EXP-Nachwehen“

Das große Thema des 21. Jahrhundert heißt Teilhabe und das ist deutlich mehr als Anteilnahme oder Rollenzuweisung. Wir erwarten von unseren Schulkindern, dass sie lernen mitzudenken und selbstverantwortlich zu agieren. Erfreulicherweise wollen dies auch immer mehr der jungen Menschen in Europa, Amerika, Australien und auch in Asien und Afrika.

Was wir von unseren Kindern erwarten, dürfen wir natürlich auch von Milliardären  und  Sportlern erwarten, die im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stehen.

Wichtiger als der technische Fortschritt ist der soziale Fortschritt, denn die Schere zwischen den beiden klafft immer weiter auseinander. Gegensteuern ist angesagt. Während eine Milliarde mit kaum einem Dollar am Tag vor dem Verhungern steht, sonnen sich rund tausend Menschen auf dieser unserer Erde im Glanz von mehren Milliarden $. Sicher Geld ist nicht alles, wichtiger als Reichtum ist die Perspektive für die Menschen, die aber gerade wird vom Königshaus in Bahrain mit Füßen getreten. Die Zurückgesetzten haben deshalb für die Zeit des Formel 1 Rennens „Tage des Zorns“ ausgerufen.

Lieber Bernie Ecclestone,

ist es nicht ein saublödes Gefühl wenn man neben dem Kronprinzen von Bahrain steht, der  vollmundig erklärt: „Ich kann garantieren, dass sich keine Attacke gegen die Formel-1 richtet.“ Selbst, wenn Prinz Salman bin Hamad al-Chalifa den Sportsmann gibt und in Vogel-Strauss-Manier mit Sand spritzend bemerkt  „Das Rennen ist das Rennen. Wir sind hier, um zu zelebrieren.“

Welch ein Aufschrei wäre eigentlich durch die Presse der Alliierten 1944 gegangen, wenn der Eccelstone der damaligen Zeit  neben  Nazigrößen wie Göbbels oder Göring mild lächlend das Rennen auf dem Nürnburg-Ring eröffnet, während diese versichern, dass niemand die Rennstrecke mit einem Bombenteppich belegen kann?

Manche Dinge gehen halt in die Hose, da ist guter Rat teuer.  (Da jedoch gute kostenlose Beratung meine Spezialität ist)

Hier mein Rat.

Mit einem geschickten Aktionsplan und deinen 3 Mrd. $ im Rücken kannst Du nach dem Rennen die Herrschaften in Bahrain ganz einfach unter Druck setzen.

  Wenn nicht innerhalb von 3 Monaten

   – politische Gefangene frei gelassen,

  – die Menschenrechte in Bahrain nachprüfbar eingehalten,

   – (ausländische) Panzer  abgezogen,

   – sowie alle zerstrittenen Parteien am Verhandlungstisch ernsthaft über die Anliegen der  verschiedenen Gruppierungen reden werden,

dann findet im kommenden Jahr selbstverständlich kein Formel 1 Rennen in Bahrain statt!

Außerdem wird das Rennen auch für den Fall abgesagt, dass dieser Demokratisierungsprozess nach den 3 Monaten wieder abgebrochen werden sollte.

Ernesto O.

Übrigens, Fehler machen darf jeder, solange sie korrigiert werden können.

 Die wirklich intelligenten Menschen lernen aus den Fehlern der anderen und ihren eigenen. 

 I´m positive on earth!

Kommunikation Breakdown, warum die Welt sich nicht versteht

Kommunikation_breakdown

Im letzten Monat hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt.

Die Frage war: „Teilen Sie uns bitte ihre
ehrliche Meinung zur friedlichen Lösung
der Energie-Knappheit im Rest der Welt mit.“

Die Umfrage stellte sich, nicht unerwartet,
als Riesenflop heraus:

In Afrika wussten die Teilnehmer nicht was „Energie“ ist.

Osteuropa wusste nicht, was „ehrlich“ heißt.

Westeuropa kannte das Wort „Knappheit“ nicht.

Die Chinesen wussten nicht, was „Meinung“ ist.

Der Nahe Osten fragte nach, was denn „friedlich“ bedeute.

Südamerika kannte die Bedeutung von „bitte“ nicht.

Und in den USA wusste niemand, was „der Rest der Welt“ ist.

 

Wenn die Geschichte auch nicht wahr ist, so ist sie doch gut erfunden. Solange wir nicht einmal richtig miteinander kommunizieren können, wird es uns auch nicht gelingen vernüftig miteinander zu kooperieren.

Ernesto O.

Die Bensheimer Schmetterlingsliste

Wer kennt sie schon die zahlreichen Falter Mitteleuropas?
Die Bensheimer Schmetterlingsliste zeigt welche Falter in Süddeutschland von mir schon gesichtet und fotografiert wurden. 

Ernesto O.

Krieg dem Kriege

Krieg dem Kriege! Guerre à la Guerre! War against War! Oorlog aan den Oorlog

Ernst Friedrich (mehr bei Wikipedia) machte sich mit seinem 1924 veröffentlichten Bildband Kriege Kriege nicht nur Freunde. Er landete schließlich mit seiner Antikriegshaltung in den Gefängnissen der Nazis.

War against War! Bebilderte Englische Webseite

Egal ob Syrien oder 1. Weltkrieg – War, no more!

http://www.dailymotion.com/embed/video/x99n9z
Playing for change: War no more trouble von goodnesstv


Ernesto O.

Erdbeben in Groß-Gerau und Kernschmelze in Biblis

Eigentlich sollte die folgende Kurzgeschichte gestern schon raus, leider hat mich die WordPress App veräppelt(wie berichtet). Dank iexplore also heute. Diese Geschichte stammt aus dem März 2011. Ich hatte sie spontan im Anschluss an das große Erdbeben in Japan verfasst. Die Bundesregierung hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht dazu entschlossen das AKW Bilbis still zu legen. Dass heute vor der Küste von Sumatra ein großes unterseeisches Erdbeben stattgefunden hat ist reiner Zufall und hat nichts mit der gleichzeitigen Veröffentlichung der nachfolgenden Geschichte (Reality+Fantasie) zu tun.

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Erdbeben in Groß-Gerau und Kernschmelze in Biblis

Flashback in Time


Was für eine Nacht! Clara war dreimal aufgewacht und gab keine Ruhe. Jetzt war es genug. Ich holte sie aus ihrem Kinderbettchen zu mir ins Bett. Endlich war sie wieder eingeschlafen und auch Wilhelm schnarchte neben mir friedlich vor sich hin. Der Blick auf den Wecker zeigte 25 Minuten nach 5 Uhr. Ich war gerade im Begriff ebenfalls in den Schlaf zu fallen, als ein zuerst unmerkliches Zittern zu einem Grummeln anschwoll, das Bett zu wackeln begann und ein heftiger Knall von zerpringendem Glas aus der Küche mich blitzschnell aus dem Bett springen lies. Es war wieder soweit! Ich packte, so schnell es eben ging, Clara und rannte barfuß durch das dunkle Zimmer in den Flur hinaus, riss die Haustüre auf und stürzte nun selber zitternd ins Freie. Die Erde bebte noch immer stark und die Bäume im Garten wackelten hin und her als ich eine Stimme Elenore rufen hörte. Es war Wilhelm, mein Ehemann, der nun in der Haustüre erschien und erleichtert wahrnahm, dass ich mich mit Clara in Sicherheit befand. Da lösten sich plötzlich zwei Ziegel vom Dach, doch bevor sie krachend vor der Haustür auf dem Boden zerschellten war Wilhelm auch schon bei Clara und mir und hielt schützend seine Arme um uns. Überall auf der Straße waren plötzlich Leute und trotz der Dunkelheit konnte ich die Angst aus ihren Gesichtern lesen.

Dies war also der 10. Februar 1872, doch nicht nur dieser Tag machte uns Angst, die Angst sollte noch bis Ende Mai anhalten. Im Morgengrauen kamen Leute von der Feuerwehr vorbei um nach dem Rechten zu sehen. In der Nachbarstraße brannte ein freistehendes Haus ab, denn durch den Einsturz des Schornsteins hatte sich Glut in der Küche verteilt und brennbares Material entzündet. Auch die Scheune vom Müllers Karl in der Bachgasse sei völlig eingestürzt, berichteten sie. Nach Sonnenaufgang wagte sich Wilhelm ins Haus zurück um nach Schäden zu sehen. Noch zweimal sollte an diesem Tag die Erde beben und deshalb beschlossen wir aus dem Schuppen unser Zelt zu holen und die nächste Nacht trotz der kalten Jahreszeit unter dem freien Sternenhimmel zu verbringen. Orion, Perseus und Kassopeia würden uns bestimmt nicht auch noch auf den Kopf fallen. Nachbarn berichteten am folgenden Tag, dass die Erdstöße im ganzen Ried von Mainz bis hinüber zur Bergstraße zu spüren waren. Den Gedanken vorübergehend nach Heppenheim zu Tante Adelheid zu ziehen verwarfen wir daher wieder und ergaben uns unserem Schicksal.

Ein Erdbeben in Groß-Gerau? Unmöglich glaubten die Menschen, über Jahrhunderte war die Erde im Oberrheintal ruhig geblieben, doch nun ist es einfach passiert! Mehrere hundert Erdstöße sollten in den kommenden drei Monaten die Erde und die Menschen nicht zur Ruhe kommen lassen…

Zeitsprung 2021

7. Dezember, der Tag nach Nikolaus. Peter, in allerbester Stimmung, schlürfte seinen Kaffee leer und machte sich auf den Weg. 

Zur Zeit läuft es aber richtig gut. Zum einen hatte Claudia ihm die vergangene Nacht wunderbar versüßt, zum anderen konnte er es gar nicht erwarten, seinen nagelneuen Tiguan Hybrid SLY in Bewegung zu setzen, den er sich dank seines Jobs als Ingenieur im AKW Biblis schon mit gerade mal 32 Jahren leisten konnte. Dabei hätte er eigentlich traurig sein sollen, denn sein Arbeitgeber hatte trotz eines Angebots der Bundesregierung es abgelehnt das alte Kraftwerk noch einmal zu sanieren, um es weiter betreiben zu können. Die Firmenbosse hatten in den vergangenen drei Jahren den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, nicht zuletzt weil die Aktionäre sich eine größere Gewinnmarge dadurch versprachen und auf Jahre sichere Dividenden.

So war es also beschlossene Sache, übermorgen sollte das AKW heruntergefahren werden und die Atomstromproduktion in Biblis eingstellt werden. Nicht einmal der chronische Dauerregen der vergangenen 14 Tage war geblieben. Heute war strahlender Sonnenschein. Dennoch hatte Peter vor Fahrtantritt seine Gummistiefel eingepackt, weil der Rhein wegen Hochwasser über seine Ufer getreten war und man sich am AKW ganz schnell nasse Füsse holen konnte. Nun ja in 10-12 Minuten würde er das Werktor passieren und sich mit dem Studium der Reaktorabschaltpläne beschäftigen. Denn bei einem AKW drückt man ja nicht so einfach auf den Knopf und alles ist paletti, da muss schon noch eine ganze Weile gekühlt werden, bis die Brennstäbe Ruhe geben.

Am Horizont vor ihm tauchte die Silhouette von Biblis auf. Doch was war das? Er traut seinen Augen nicht. Ein schwarze Rauchsäule steigt auf, kam das vom Reaktorgebäude? Es wird doch nicht? Quatsch! Er schaltet den Internet-Newsticker auf das Display seines Autocockpits und toucht auf HR3. „…ist vor wenigen Minuten ein AirbusXXL beim Start vom Frankfurter Flughafen während des Steigflugs in südlicher Richtung abgestürzt und möglicherweise am Atomkraftwerk Biblis zerschellt.“ „…“

Peter zischt: „So eine Scheiße, jetzt fehlt nur noch ein Erdbeben….“, … als ihm ganz schwindelig vor Augen wird und er sogleich eine Vollbremsung hinlegt, die ihn hart auf den Seitenstreifen schiebt. „Gottseidank“, das Auto steht…. doch die Erde… die Erde… die Erde steht nicht still; sie …bebt. Die Angst steigt in Peter langsam auf. Jetzt ist es gewiss – ein Erdbeben, ein starkes Erdbeben hat Südhessen getroffen.

Ernesto O.

Von der App veräppelt

 

Gestern noch habe ich die WordPress App und die damit verbundene Mobilität über den Klee gelobt. Doch nachdem ich 3 Entwürfe, zwei davon so gut wie fertig, getippt hatte passsierte es. Das Hochladen eines Fotos schlug mehrfach fehl und dann stürzte die App einfach ab und ab und ab und wieder ab.

Mehr als eine Stunde Arbeit waren futsch, schlimmer noch, die Ideen und Formulierungen der Texte waren natürlich so nicht mehr nachzuvollziehen.

Ärger …
aber, wo ein Wille ist, ist auch ein Ausweg.

Was tun? Vielleicht hilft ja die Anwendung iExplorer, sie verpricht jedenfalls die Möglichkeit auf dem iPad abgelegte Daten zu sichten und auf dem angeschlossenen Rechner zu sichern. Doch welche der mehr als 300 Files enthält die Texte?

Nichts verständliches zu finden wie etwa Entwurf oder Draft oder vielleicht Files mit den Titeln der Texte?    Die „Aufgabe“ war vorprogrammiert, doch noch ein letzter Blick auf die Tempfiles. O, Glück gehabt, in einer Temp-Datei sind die drei Entwürfe versteckt, leider sind alle Umlaute mit Doppel-Sonderzeichen belegt, aber meine Ideen zur „Aura-Theorie„, die Kurzgeschichte „Erdbeben in Groß-Gerau und Kernschmelze in Bilbis“ sind vom Daten-Tsunami weitgehend verschont geblieben.

Was lernen wir jetzt daraus?  Wir leben eben auf dünnem Eis. Die Menschen im Mittelalter sagten es etwas theatralischer: „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.“ Naja für heute sind meine Ideen dem Datentod gerade so noch von der Schippe gesprungen.

 

Ernesto O.