Inflation, Deflation, Depression

Nach der Krise 1929 gab es viele Arbeitslose in den USA (15Mio. =25%) und in Deutschland (6 Mio.). Die Weltwirtschaft geriet  1932 in eine große Depression. Die, die Arbeit hatten, waren in prekären und schlechtbezahlten Jobs. Die Politik machte viele Fehler.  Adolf Hitler wurde Deutscher und übernahm 1933 mit der NSDAP die Macht  im deutschen Reich.
12 Jahre später musste die Welt als Folge der Depression mehr als 60 Millionen Kriegstote beklagen.

Erfreulicherweise scheint Obama die Fehler der US-Regierung von damals nicht zu machen, doch was ist mit Politikern in Europa?  Die Arbeitslosenquote in Spanien und Griechenland beträgt 2012 über 25 %, ausgerechnet in den beiden Ländern Europas, in denen 1975 noch Diktaturen geherrscht haben. Auch in Irland und Portugal depressive Signale mit mehr als 15% Arbeitslosen.

Hat Europa aus den Fehlern der dreißiger Jahre gelernt?  Wird das Richtige gegen die Depression getan?

Die Zeitschrift DER AKIONÄR hat dazu den Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001, E. Stiglitz, interviewt. Er antwortete auf die Frage des Aktionärs wie folgt: (Quelle: Der Aktionär – Heft 44/12 S.51)

Der Aktionär: „Nach Auffassung der deutschen  Regierung sollte jedes Land für seine eigenen Schulden verantwortlich sein. Geht Angela Merkel falsch an die Krise heran?

E.Stiglitz: „Ja. Wir haben doch gesehen, was Sparpakete anrichten. Sparpakete, die nicht von Wachstumpaketen begleitet wurden, haben Depressionen zur Folge. Depressionen in Griechenland und Spanien und eine Rezession in ganz Europa – und wir machen einfach weiter. 
Die Deutschen und die Vertreter der Troika sagen, sie seien überrascht, wie schwach die Konjunktur sei. 
Ich bin überrascht, dass sie überrascht sind.
Grundsätzlich schwächt man die Konjunktur, wenn man eine solche Sparpolitik verfolgt.“

Entweder haben unsere Politiker in Berlin und Brüssel nichts aus der Geschichte gelernt oder einfach ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht.

Also Augen auf, nicht nur nach vorne schauen und jetzt endlich die richtigen Dinge tun. 

Ernesto O.