Wenn die Natur Politik macht (2)

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Ein Zweikomponentenkleber, klebt nur dann wenn beide Komponenten zusammenkommen. Manch eine Medizin entfaltet erst ihre Wirkung wenn die getrennten Bestandteile in einer Kapsel durch die Magensäure miteinander in Kontakt kommen. Eine Atombombe etwa explodiert erst dann wenn unkritische Massen aufeinander geschossen werden und somit die kritische Masse überschreiten, bei der die unkontrollierbare Kettenreaktion entsteht, die alles Millionen Grad heiß verbrennt.

Französische Revolution 1789

Warum sollte es also nicht denkbar sein, dass die Französische Revolution 1789 nur deshalb ausbrach,  weil die Natur sich in den Lauf der Dinge eingemischt hat?

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Gemein hin werden der Französischen Revolution drei Ursachen zugeschrieben.

1. Prunksucht und Arroganz des mächtigen Königs, des Adels und des Klerus

2. Die Staatspleite verbunden mit ständig steigenden Steuern für die Bevölkerung

3. Der Anstieg der Brotpreise in Paris

Häufig werden gerne Punkt 1 und 2 dabei in den Vordergrund gerückt und die Situation so dargestellt, dass das Bürgertum sich diese Unterdrückung nicht mehr gefallen lassen wollte.
Politische und gesellschaftliche Veränderungen entstehen  aber in der Regel nur dann, wenn die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind – nicht etwa weil eine Gesellschaft dafür jetzt endlich reif ist.

Extreme Situationen führen zu extremen Veränderungen.

Was war also die Ursache für Punkt 3 – der Anstieg der Brotpreise in Paris?

Um es kurz zu machen: In den der Revolution voran gegangenen sechs Jahren seit 1783 war die Klimaentwicklung in Europa ausgesprochen negativ verlaufen!

Kurzchronik für die Zeit 1783 – 1789

Seit ca. 1450

Andauern der Kleinen Eiszeit in Europa (Ende ca. 1850)

8. Juni 1783 – 7. Februar 1784

Ausbruch des Laki-Krater-Systems auf Island. Aus 130 Kratern strömte Lava. Parallel Ausbrüche der Grimsvötn (Von August 1783 mit Unterbrechungen bis ins Jahr 1785) und des Vesuv in Italien.

1783/1784

Sehr kalter Winter 1783/84 – Nebliges Klima über Europa und Nordamerika. Folge: Über 8000 Tote in England

Februar 1784

Februar – Ein Hochwasser von historischer Dimension sucht Mitteleuropa heim  (Bericht: Jahrtausendhochwasser in Köln)

ab 1784

Mehrere Jahre schwere Mißernten in Island – Hauptursache Schwefeldioxid Aerosole und giftiges Fluorgas durch die vulkanischen Aktivitäten

bis 1785

Rund ein Viertel der Bevölkerung Islands starb wg. der Vulkanausbrüche (ca. 12-13000 v. 50000 Einwohnern Islands)

seit 1783

zunehmend schlechtere Ernten in Mitteleuropa wg. des schlechten Klimas

1787 und 1788

Agrarkrise als Folge der Klimaextreme in Frankreich

1788

katastrophale Mißernte in Frankreich

1788/89

Einer der kältesten Winter sucht Europa heim (Vgl. Kältesummen von Berlin, Prag und Basel)

1789

Als Folge der negativen Klimaspirale steigen die Brotpreise in Paris massiv

*** Die Auswirkungen der Vulkanausbrüche reichten bis nach ÄGYPTEN, wo der Nil fast austrocknete….

Fazit:

Ohne die negative Klimaspirale von 1783-1789 wäre die Französische Revolution kaum zustande gekommen.
Was das Volk auf die Strasse und zum Sturm auf die Bastille trieb, war wohl eher der knurrende Magen als der Wunsch nach Demokratie.
Allerdings begriff das Bürgertum die Gunst der Stunde und verband das Angenehme mit dem Nützlichen.

Vive la Revolution

Liberté, Egalité et Fraternité  – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – with a little help from Mother Nature!

Ernesto O.

Wenn die Natur Politik macht (1)

Die Natur macht sowieso schon was sie will und jetzt auch noch Politik?

Ja – es sieht ganz so aus – dafür gibt es Belege und jede/r Politiker/in tut gut daran die Natur ins eigene Kalkül einzubeziehen.

Es folgt eine kleine Serie von Beispielen wie die Natur Einfluss auf politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle, militärische und technische Veränderungen ausgeübt hat und auch in Zukunft mitspielen wird.

Natur macht Politik Nazis Sackgasse

Mal einen kleinen Blick vorweg – Es war Schnee, Eis und Kälte, die zum einen die Nazis und zu anderen Napoleon daran hinderten Rußland zu erobern.

Ernesto O.

wird fortgesetzt…

Strange things gonna happen

Das Internet vergisst nichts! So muss ich wohl „das Wunder“ deuten, das mir heute morgen geschehen ist, als ich meine Emails öffnete und von Twitter meinen vollständigen Blog-Artikel „Some Things Never Happen“ von gestern unbeschädigt erhalten habe.

Was war geschehen? Ich hatte besagten Artikel gestern ins Web hoch geladen und dann meine WordPress-App durch eine neue Version aktualisiert.

Ergebnis – das da:
Some Things Never Happen wp.me/p2kMoG-le 17 hours ago  – wie die Meldung sagt – peinlich!

Aber das Internet vergisst scheinbar nichts, deshalb nun zum zweiten Mal:

 

 

Some Things Never Happen

Manche Dinge werden niemals geschehen. Andere Dinge sind niemals geschehen.

Das Ignite Festival in Exeter vom 6.-7. Juni 2013 habe ich verpasst.
Das Moonflower Festival on Mars 7.-11. Juli 2014 wird niemals stattfinden.

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Die Welt ist ein Theater und jeder spielt seine Rolle darin. Wir lieben das Drama und die Komödie und manchmal auch ganz einfach nur unsere Ruhe.

la donna

Drama Rama Pano Rama Llama Mama.

Ode to

Remote Control Theatre Exeter

Ignite: Exeter’s Festival of Theatre

 

Some Things Never Happen

 

Some Things will never happen. Some Things never happened.

Ok, I missed the Ignite Festival in Exeter on 6-7th June 2013.
and the Moonflower Festival on Mars 7th-11th July 2014 will never take place.

The world is a stage and everyone plays a role. We love the drama and the comedy and sometimes the silence of the things.

Drama Rama Pano Rama Llama Mama.
again

Ode to
Remote Control Theatre Exeter

Mabye sometimes – mabye next year?

and remember: Any space can be a theatre, anyone can tell a story.

Ignite: Exeter’s Festival of Theatre
Ernesto O.

Frolleineuropa

Solange die Menschen Europa wollen, hat die europäische Idee a la Longe klare Vorteile für die Menschen der 27 Mitgliedsstaaten der EU. Da gesellschaftliche wie wirtschaftliche Entwicklungen, jedoch nie immer nur aufwärts gehen ist es nicht verwunderlich, dass die Ängstlichen wie die ewig gestrigen beim ersten Sommergewitter bereits eine langanhaltende Eiszeit prophezeien, um sich aus der Solidargemeinschaft für eine allgemein bessere Zukunft zu verabschieden. Dabei sind viele Probleme in den 27 Mitgliedsstaaten die gleichen.

Jüngstes Beispiel dafür sind die Ereignisse in Istanbul. Baumaßnahmen in Großstädten wie Stuttgart 21, die Milliarden verschlingen und dabei keine Rücksicht auf die Umwelt nehmen und zugleich ohne Einbezug der Bevölkerung durchgezogen werden sollen, stossen so selbstverständlich auf den Unmut der jungen Menschen, die die Verantwortung
über die Erde von uns übernehmen wollen.

Einen guten Einblick zu dem was da in Istanbul gerade geschieht gibt der Blog von Frollein Europa, die derzeit im Gezi-Park in Istanbul ist und per Blog berichtet:

http://www.frolleineuropa.de/

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und hier: http://www.pling.de/projekte/show/349/Frollein%20Europa

Ernesto O.