Die Rückkehr der Feuer von Troja

In der Antike galten Sternschnuppen als Vorzeichen für den Tod.

…und so deutete Kassandra die berühmteste Hellseherin der antiken Mythologie die „Himmelsfeuer über Troja“ (Perseiden-Strom Maximum 11. -13. August)  als Zeichen für eine blutige Zukunft der Stadt.
Die Perseiden kommen in diesen Nächten scheinbar aus  dem Sternbild Perseus. Laurentiustränen werden die Perseiden auch genannt, da in der Nacht vom 10. August,  285 n. Chr der Mönch Laurentius zu Tode gefoltert wurde. Damals sollen extrem viele Sternschnuppen gefallen sein, so dass man die Schnuppen als die Tränen des gequälten Laurentius angesehen hat.

Heute ist die Situation deutlich entspannter: Sternschnuppen werden seit dem Mittelalter gar als Glücksbringer angesehen und so ist es Brauch beim Anblick der über den Himmel zischenden Lichtfunken sich etwas (insgeheim) zu wünschen. Sternschnuppen machen übrigens keinen Lärm, was daran liegt, dass die Staubkörner der Perseiden, Überbleibsel des Kometen Swift-Tuttle/109P  in einer Höhe von 50 km über der Erdoberfläche verglühen (60 km/s!). Lediglich sogenannte – deutlich größere – Boliden (Feuerkugeln) können beim Zerplatzen in Erdnähe kommen oder gar auf der Erde aufschlagen.

Perseiden Starwalk image1

Snapshot – Starwalk

Wer die Perseiden beobachten möchte sollte ab Einbruch der Dunkelheit (möglichst abseits hell erleuchteter Städte) Richtung Nord und Ost schauen, dort steigen von Osten kommend zuerst Cassiopeia und danach Perseus auf. Das Aufblitzen der Sternschnuppen muss dabei nicht auf diese beiden Sternbilder beschränkt sein, wenngleich der scheinbare Ursprung zumeist zum Perseus weist.

 

Ernesto O. 

 


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Times are a Changing II

 

Der Blick zurück im Spiegel der Zeit offenbart uns eine völlig andere Welt als wir sie heute erleben. Aus heutiger Sicht  passierte im Vergleich zu heute ausgesprochen wenig, was Wikipedia für erwähnenswert hält. So beginnt das 9. Jahrhundert mit der Kaiserkrönung von Karl dem Großen, danach aber herrscht, so würde man heute wohl sagen, „tote Hose“. Was die Zeit zwischen 800 – 900 n.Chr.betrifft, so sind auch bedeutende Persönlichkeiten rar. Wikipedia zählt gerade mal weltweit sechs Herrschaften auf. Immerhin wurde der Horizont der Europäer um Island erweitert. Damit war der Kontinent Europa quasi entschleiert. In der Rückschau insgesamt ein sehr ruhiges Jahrhundert, das pressetechnisch locker auf einer Wikipediaseite  zusammengefaltet werden kann.

9.Jh ab 800

Wir sollten uns allerdings nicht von der Ereignisarmut blenden lassen, das Leben und Überleben war hart und grausam.

Ernesto O.

 


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Times are a Changing I

 

Bob Dylan hatte ja so recht!

Schon 1964 sang er: „The Times They are a Changing“

Die erste Strophe lautet:

Come gather around people, wherever you roam
And admit that the waters around you have grown
And accept it that soon you’ll be drenched to the bone
If your time to you is worth savin‘
Then you better start swimmin‘ or you’ll sink like a stone
For the times they are a-changin‘

und in der Übersetzung:

Kommt versammelt euch Leute, wo immer ihr euch rumtreibt
und gebt zu, dass das Wasser um euch gestiegen ist.
Und akzeptiert, dass ihr bald bis auf die Knochen durchnässt seid.
Wenn euch eure Zeit etwas wert ist,
dann fangt ihr besser an zu schwimmen, oder ihr sinkt wie ein Stein,
denn die Zeiten ändern sich.

 

Ob Bob Dylan hier eine Metapher verwendet oder geradezu hellseherisch
die Climate-Crisis beschwört muss er selbst beantworten,
jedenfalls hat er recht behalten: „Das Wasser steigt!“

 

Viele haben den Song schon heruntergejammert.
Ich persönlich mag es lieber rockig – und auf einen Felsen (Rock) zu klettern
ist ja auch eine vorläufige Möglichkeit sich zu retten.
Aber, die Zeiten ändern sich, das Wasser steigt weiter – und wir werden etwas tun müssen.

Hier die Phil  Collins Version des Songs aus den 90zigern des alten Jahrtausends.

zum kompletten Dylan-Songtext geht es hier:
http://www.songtexte.com/songtext/bob-dylan/the-times-they-are-a-changin-3bd5e8d0.html

 

Ernesto O.

 


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