IS Schachspiele I


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Die ganze Welt ist ein Schachspiel. Falsch. Die halbe Welt ist ein Schachspiel. Die andere Hälfte ist Kooperation und Liebe.

Eigentlich würde ich jetzt gern über Liebe und Kooperation schreiben, aber hier und heute ist es angebracht sich dem Schachspiel zu widmen, denn in Zeiten wie diesen drängt es sich allzu gerne in den Vordergrund. Aber sie können ja das eine tun ohne das andere zu lassen, bitte hier geht es zur Kooperation: (Kapitel „EXP-Nachwehen“ aus „Die kosmische Welle“)

Warum ich mich hier und heute mit dem Schachspiel auseinandersetzen möchte hat einen triftigen Grund. Das IS-Kalifat hat als neuer Schachspieler die weltpolitische Bühne betreten und möchte alle, sei es Gegner oder nicht à la Bush-Hitler-Philosophie – „Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns“ – besiegen und beherrschen.

Beim Schach spielen drei Dinge eine Rolle: Das Brett, das Spiel und natürlich die Gegner. Ich persönlich liebe Schach wegen seiner klaren Qualitäten und Regeln. So ist das Brett in 64 abwechselnd schwarze und weiße Felder eingeteilt, womit keine Grauzonen-Effekte entstehen und alle Spielfiguren eindeutigen Feldern zugeordnet werden können. Obwohl es sehr überschaubar ist, besitzt Schach ein enormes Spielpotential, das durch die unterschiedlichen Qualitäten und Bewegungsmöglichkeiten der jeweils 8 weißen und schwarzen Figuren gegeben ist. Die beiden Könige, obwohl mit wenig Bewegungsfreiheit ausgestattet, sind die wichtigsten Figuren auf dem Brett, die es Matt zu setzen gilt. Mein König ist matt, was bedeutet, dass er im Schach keinen Zug mehr ausführen kann, ohne vom Brett geschlagen zu werden, ist die Partie verloren und ich bin besiegt. Daher ist es das primäre Ziel eines jeden Spielers den gegnerischen König matt zu setzen.

Diese Absicht ist allerdings nicht immer zu verwirklichen, das Spiel kann auch einen friedlichen Ausgang nehmen. Das Remis (Unentschieden) wird z.B. dadurch erreicht dass sich die Partie in einer Schleife fängt oder beide Gegner mangels siegreicher Perspektive sich darauf einlassen ein Zugmuster dreimal (oder häufiger) zu wiederholen. Auch mit Hilfe des Patts kann ein König vor der drohenden Niederlage gerettet werden, ebenfalls Remis geht die Partie aus wenn alle sonstigen Figuren (Bauern, Springer, Läufer, Türme und Damen) geschlagen wurden, so dass das Material fehlt für ein Ende durch das Matt.

Die Regeln sind zwar eindeutig, doch die Gegner, ihre Assistenten und die Wächter über die Regeln sorgen bisweilen für die grauen Effekte, die dem Spiel gegeben werden und so manch ein Spieler in der Geschichte des Schachs wurde deshalb auf unfaire Weise matt gesetzt. Die Unkenntnis über die einseitige Änderung der Regeln, regionale Interpretationen und Regelbesonderheiten, sowie Fallen aller Art werden dann sehr schnell nicht nur für die Könige auf dem Brett zum Todesurteil, sondern auch für ihren Herren bzw. für ihre Dame hinter dem Brett. Hinzu kommt, wer gewinnen will, muss auch einmal verlieren können. Hätte ich gegen alle meine Schüler immer gewonnen, hätten sie vor mir als Gegner zwar Respekt oder sogar Angst gehabt, aber es hätte kaum noch jemand es gewagt gegen mich anzutreten, wo ich das Spiel doch so sehr liebe.

Wer Schach spielt muss vor allem auch die Psyche, die Absichten und den Spielstil der Gegner beobachten und beachten, womit wir beim IS-Kalifat wären. Neben der Frage wie die Psyche des IS-Kalifats gestrickt ist lauten die Schlüsselfragen wie folgt:

1. Warum und mit welchen Motiven betrachtet der Islamische Staat die Welt als Schachspiel?

2. Gegen wen kämpft das IS-Kalifat und wo stellt er seine Bretter auf?

3. Wie spielt das IS-Kalifat Schach und wie gedenkt es zu gewinnen?

4. Was führt dazu, dass der IS-Masterplan misslingt?

 

Ernesto O.

 

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