Mr. Twitter und das Problem der kognitiven Dissonanz

Skurrile Tweets:

Warum stehe ich eigentlich mit der Faust vor dem Weihnachtsbaum?
Sehr seltsame Botschaft – das Symbol von Weihnachten heißt Frieden und nicht Machtgewinn!

 

Warum sage ich eigentlich: sehr, sehr, sehr, sehr glücklich…?
Glück falsch verstanden – Glück lässt sich nicht steigern, auch nicht in $$$!


Die Analyse
Ob Twitter bei der Bewältigung der Zukunft hilfreich ist, mag dahingestellt sein. Jedenfalls erfreut es sich großer Beliebtheit bei Prominenten und Politikern. Den Vogel schießt dabei Donald Trump ab. Es ist der ungekrönte Twitterkönig des Jahres 2016. Während Präsident Obama nur selten twittert, und wenn nur positive Entwicklungen lobt, ist R.T. Erdogan fleißiger, er twittert auch gerne mal 50 Tweets im Monat. Merkel und Putin lassen zumeist lieber andere für sich twittern. Bei den 140 Zeichen Botschaften erscheint Donald Trump unschlagbar. Im letzten Monat hat er über 150 mal gezwitschert.  Mehr als 18.000.000 Follower hat er wohl – noch.

Vielleicht glaubt Trump ja, er könne per Twitter die Welt dirigieren und nach Belieben beherrschen, aber er sollte wissen, dass wer ständig der Welt in den Ohren liegt, am Ende nur nervt, und so keine Freunde gewinnt. Durch das ständige Gezwitscher könnte der schon nicht mit der Mehrheit der Wählerstimmen Gesegnete auch bald in Ungnade bei seinen Followern fallen. Wer seine Tweets liest und nicht gerade eben extrem leichtgläubig ist, wird bald bemerken, dass Trump in seinen  Kurznachrichten vor allem übertreibt oder lügt, provoziert und beleidigt, sich selbst über den Klee lobt, und immer die anderen für alle Fehler verantwortlich macht. Seine(selbst erkannte) Inkompetenzen überlagert er gerne, indem er Leute plötzlich super und toll findet(gerade auch – wenn sie sich wehren).

Ein paar Beispiele:

Wenn du nicht parierst – ich dich machen kaputt:

Anmache und Angabe Bsp. Nordkorea

Schuldigen gefunden (Bürgermeister von Chicago und natürlich nicht die Waffengesetze…oder Geldmangel für Personal)

Versöhnung oder  doch Verhöhnung  der  Feinde, Diese Looser  sind nun völlig verzweifelt. „Love“

Eigenlob (Trump liefert Hoffnung – sowas ähnliches stand auch schon mal auf den Wahlplakaten für Adolf Hitler)

Die Welt war düster bevor ich – Batman Trump – kam…

Wer glaubt Abwertungen und Beleidigungen aufheben zu können, wenn er ein „Love“ hinterher schiebt, ist entweder ein Heuchler oder durch Narzissmus geblendet. „Normale“ bzw. zivilisierte Menschen erhält man so nicht als Zuhörer geschweige denn als Kooperateure für 2017. Aber das ist nicht mein  Problem. Das ist das Problem von Mr. Twitter.

Ernesto O.