Formel des Tages: Doomsday


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Pfeil rot Translation

Wie lange wird die Menschheit  das Universum noch beglücken? 
Wann stirbt der letzte Mensch?

Mit der Doomsday-Formel läßt sich das bestimmen: Nehmen wir eine beliebige Existenzform  z.B. einen Dinosaurier, das Mammut, die Schildkröte oder den Menschen und nennen sie „Ereignis“. Beobachten wir zu einen beliebigen Zeitpunkt das Vorhandensein dieses Ereignisses, so   wird sich diese Beobachtung irgendwo innerhalb  der Zeitspanne ihrer Existenz befinden. Vorausgesetzt diese Beobachtung findet  rein zufällig statt, dann ist es wenig wahrscheinlich, dass diese Beobachtung in den ersten 2,5% oder in den letzten 2,5% der Existenz dieser Spezies liegt. Viel wahrscheinlicher, immerhin mit 95%, ist es diese Beobachtung während der dazwischen liegenden Zeit zu machen. Die verbleibende Existenzdauer lässt sich so auf maximal  39/40 der gesamten Existenzzeit eingrenzen. Befinden wir uns zum Beobachtungszeitpunkt am Ende der 95%-Spanne, liegt noch 1/39 der Lebenstage der Spezies vor uns. Stichproben dazwischen treffen mit einer  Wahrscheinlichkeit von p = 95% der zukünftigen Existenzdauer tf  und  somit minimal 1/39 oder höchstens das 39 fache der bisher beobachteten Existenzdauer tp. Daraus ergibt sich nach der folgenden Doomsdayformel von J. Richard Gott, dass die Menschen (Homo sapiens) bereits in weniger als 7 Millionen Jahren von der Erde verschwunden sind.

1/39 tp <  tf < 39 x tp , für p=95%

Homo sapiens lebt seit etwa 160000 Jahren auf der Erde. Daher berechnen wir das Ende der Menschheit so: 39 x 160000 = 6,2 Millionen Jahre, dann ist mit 95%iger Wahrscheinlichkeit mit uns vorbei. An der Rechnung an sich gibt es keine Zweifel. Wir sollten allerdings die Wirksamkeit kleiner Zahlen nicht unterschätzen, denn eigentlich ist unsere Position im Weltall so schwach, dass es uns überhaupt nicht geben dürfte.
Gehen wir die Sache pragmatischer an: Eines Tages wird die Sonne zur Nova und die Erde so stark erhitzen, dass selbst die globalen Meere verdampfen. Zu hohe Temperaturen für menschliches Leben wird es aber erst in mehr als 100 Millionen Jahren geben. Wir könnten also die Restchance von 2,5%, die uns für eine längere Existenz verbleibt, dafür nutzen unsere Umgebung soweit zu kühlen, dass  wir bis dahin überleben. Im Gegenzug stehen allerdings die Chancen auch sehr gut, dass wir das Jahr 3000 nicht mehr erleben, weil wir mit Atomkrieg und Antarktis-Schmelze unsere Welt in eine radioaktive Pfütze verseucht haben werden. Die übergeordnete Gattung Homo selbst sollte spätestens nach 39 x 2,5 Millionen Jahren = 97,5 Millionen Jahren abgelöst werden. Vielleicht werden intelligente fliegende Schwämme, die Temperaturen bis 250 Grad aushalten dann das Kommando auf der Erde übernommen haben.

Ernesto O.

 

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