QSP am Freitag: Die Logik der Wasserfässer


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Quantensprünge am Freitag – Die Logik der Wasserfässer

 

Der Jungbrunnen, Quell der ewigen Jugend, ist eine schöne Fantasie, die auf Alexander den Großen zurückgeht, später im Koran aufgegriffen wurde und im Mittelalter in Europa weite Verbreitung gefunden hat. Lucas Cranach hat in einem Gemälde diese Fantasie der Menschen festgehalten (siehe oben), allerdings habe ich mir gestattet das Wasser blau zu färben. Mit gutem Grund. Der Brunnen hat nämlich einen „technischen Fehler“

  • Entweder die Menschen trinken das Wasser andauernd leer, was nicht zu sehen ist, oder der Brunnen hätte schon längst überlaufen müssen.
  • Einen Wasserhahn, der den Springbrunnen abstellt, ist nicht zu sehen, genauso wenig ein Abfluss, der das überschüssige Wasser ableitet.

Möglicherweise gibt es einen alchemistischen Zauber, mit dem das Problem zu lösen ist, das ist aber nicht unser Problem. Wir müssen uns heute mit simplen Wasserfässern herumschlagen und mit der Tatsache klar kommen, dass irgendein Tropfen x, das Fass y zum Überlaufen bringt. Was für Wasserfässer gilt, scheint jedoch nicht für die amerikanische Atomwaffenpolitik zu gelten. So twittert der US-Präsident:

„Die Vereinigten Staaten müssen ihre nukleare Fähigkeit weiter stärken und ausbauen,
bis die Welt in Bezug auf Atomwaffen zu Sinnen kommt.“ (Donald Trump)

Es scheint als hätte man in den USA 2017 eine neue Unendlichkeitsmathematik entdeckt, die angeblich auch funktionieren soll.  Sie arbeitet nach folgenden Motto ∞ +  ∞  = 2∞    obwohl jeder weiß, dass     ∞ +  ∞  = ∞   ist. Natürlich sind zwei Mengen mit der gleichen Größe   mächtiger als jeweils eine der beiden Mengen, denn sie hat mehr Elemente als eine alleine. Da die Größe der  Menge immer überabzählbar viele Elemente enthält, hat sie also die entscheidende Eigenschaft, die Unendlichkeit zur Unendlichkeit macht: Eine überabzählbare Menge an Elementen. Dabei spielt die Anzahl der Elemente, die jenseits der Überabzählbarkeit (im Unendlichen) liegen keine Rolle, weil sie immer absolut unbestimmt, eben überabzählbar bleibt, auch wenn wir wissen, dass durch Addition, Multiplikation oder Potenzierung diese Anzahl sich relativ geändert haben müsste. Es bleibt unerheblich, weil nicht mehr abzählbar.

Genauso unwirksam ist Trumps neue Atomwaffenpolitik;
auch wenn sie abzählbar deutlich mehr Milliarden kostet.

Was für die Unendlichkeit im positiven Sinne gilt, gilt umgekehrt auch für Wasserfässer im negativen Sinne. Ist das Fass voll, ist es völlig unerheblich ob ein oder tausend Tropfen es zum überlaufen bringen. Es ist übergelaufen.

Konkret: Russland besitzt Atomwaffen mit einer Sprengkraft von 7000 Megatonnen, die USA 6800 Mt, was für jeden alleine schon reicht um die Erde ca. 5 mal platt zu machen. Kleine Überschlagsrechnung: 1400 Megatonnen reichen um unseren Planeten komplett zu zerstören. Dann können die Amerikaner rein technisch die Erde 4,9 mal, die Russen 5 mal zerstören. Dies ist aber Unfug, denn je 700 Megatonnen von beiden Seiten oder wenig mehr reichen ja um unsere Heimaterde so unendlich heftig zu vernichten, dass alles Leben tot sein wird.

Natürlich könnte man dann nochmal alle Menschen töten, aber wie sollen das gelingen, wenn niemand da ist der die Toten nochmal ermordet (Computer LOL). Das Schlimme bei einer solch dämlichen Atomwaffenpolitik ist, dass die Welt keineswegs sicherer wird, denn Sicherheit kann eben nur max. 100%ig sein.

Wer jetzt sagt – es kann ja nicht schaden, wenn wir mit 10% mehr Atombomben drohen -, der irrt. Würden immer mehr Atombomben immer mehr Sicherheit bringen, dann dürfte es ja schon seit 40 Jahren keine Kriege mehr geben vor lauter Angst vor den Atombomben. Nur warum gibt es dann seit dem Vietnamkrieg immer wieder Kriege und hört einfach nicht auf.

Intelligent wäre es die für 2017 geplanten Gelder für atomare Aufrüstung wenigstens zur Hälfte in ein weltweites Programm für die  Stärkung der Konjunktur zu geben, gerade auch in Lateinamerika, Afrika und Asien. 2018 könnte man dann schon 75% der Rüstungsgelder hierfür verwenden, denn die positiven Folgen  – wie weniger Armut etc. – wären rasch sichtbar. Menschen, die eine Perspektive erhalten, haben kein Interesse an Kriegsführung, sie arbeiten mit Freude an einer friedlichen Zukunft für sich selbst und für alle.

Ernesto O.

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