Kaiser Wilhelm, die AfD und der Friseur aus Frankfurt


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Es ist ein gutes Gefühl zu erfahren, dass es Schüler gibt, die von meinem Geschichts- und Politikunterricht profitieren konnten. Insbesondere wenn man – wie ich – seine eigene Geschichtslehrerin „gehasst“ hat. Allerdings hinderte mich der sturztrockene, von Geschichtszahlen überlastete Unterricht von  „Lindwurm“ Linda Lindworski nie daran mich für historische Ereignisse und Archäologie brennend zu interessieren. Umso mehr war es mir ein Anliegen, dass meine Schützlinge lernten die Augen offen zu halten um selbsttätig mit kritischem Blick in der Geschichte zu recherchieren.
Mein Freund Haui hat dies zu meiner Freude getan und einen  hochinteressanten, aktuell gesellschaftspolitisch wie historisch relevanten Videobeitrag des Hessischen Rundfunks ausgegraben. Dort trifft ein AfD Jung-Politiker aus Bad Karlshafen auf ein echtes Frankfurter Gewächs und könnte bei dieser Begegnung auch, Willen vorausgesetzt, einiges über seine eigenen Vorurteile gelernt haben.

Was das ganze mit dem ollen Kaiser Wilhelm zu tun hat ?

Erfahren sie gleich, doch schauen sie erst mal das Video des HR an (auf das Bild klicken). Nachdem sie den Film gesehen haben, einfach nach unten scrollen.

Spannender Film! Haben sie es auch bemerkt? Nicht, oder doch….

…und da war sie wieder die „typisch deutsche“ Frage von ungebildeten Leuten:
„Wo in Afrika sind sie beheimatet?“
Antwort: Na ich komme aus Frankfurt!!“

Aufklärung für alle, die in Geschichte nicht aufgepasst haben oder von Björn Höcke unterrichtet wurden: Spätestens seit dem Kaiserreich v. Wilhelm II (ab ca. 1890) gibt es eine zahlenmäßig stabile Anzahl farbiger Deutscher, und das ist auch gut so.

Beispiel gefällig?
Gustav Sabac el Cher (* 10. März 1868 in Berlin; † 4. Oktober 1934 ebenda) war ein farbiger deutscher Militärmusiker im Königreich Preußen. Kaiser Wilhelm hielt große Stücke auf ihn und kondolierte bei Gustavs Tod seiner Witwe mit einem Beileidtelegramm!

…und jetzt sollten die Fans der AfD aufhorchen – wir werden es in Deutschland nicht mehr zulassen, dass deutsche Bürger wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden, wie dies die Nazis auch mit Gustav getan haben!!!

Neben Aufklärung will ich hier auch einmal klar meine Meinung äußern:

Für die „Boateng“-Bemerkung sollte AfD Spitzenkandidat Gauland  in Sack und Asche gehen. Auch wer die AfD gut findet, kann erkennen, dass von der AfD Parteispitze deutsche Leistungsträger wg. ihrer Hautfarbe völlig zu unrecht als Ausländer beleidigt werden (siehe Boateng).  Schon erstaunlich wie Alexander Gauland, der selbst nach eigener AfD Lesart „Wirtschaftsflüchting“ ist, und  Alice Weidel, als deutsche Steuermigrantin in der Schweiz , die AfD-Wähler zum Narren halten. Ich kenne da jemanden, der war Österreicher  und quälte 12 Jahre lang Deutschland mit seinen Rassismus-Ansichten bis zum Selbstmord. Nicht nochmal! Gegen eine 180 Grad-Wende der deutschen Geschichte!!!

Dank an den HR für die Aufklärung.

Ernesto O.

 

 

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