Einsicht – Durchsicht – Aussicht BTW 17

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Na, das war doch mal eine Überraschung. Zerfällt die AfD schon am ersten Tag nach der Bundestagswahl?
Aber schön der Reihe nach: Eigentlich begannen die Überraschungen schon gestern, gleich nach der Schließung der Wahllokale.

Einsicht:
1. Die SPD kündigt die Große Koalition auf. Warum hat das die SPD nicht schon 4 Wochen früher getan? Es hätten manche Wählerin und manchen Wähler zum Nachdenken gebracht und der SPD mehr Stimmen. Ob die SPD in der Groko gute Arbeit geleistet hat, darüber lässt sich trefflich streiten, dass die Wahlergebnisse immer schlechter für sie wurden lag daran, dass die CDU die Erfolge mitgenommen hat und der SPD die Misserfolge negativ angerechnet wurden. Über Gerechtigkeit reden ist gut, aber wenn sie nicht kommt und trotz Wirtschaftswachstum Kinderarmut und Altersarmut wächst, die Mietpreisbremse die Mietpreise mehr beschleunigt als stoppt, dann sind das die Ergebnisse der Groko. Die Rechnung hat nun die SPD bezahlt.

Durchsicht:

2. Die zweite Überraschung ist, dass die AfD so stark in den Bundestag einzieht, obwohl es keine Überraschung ist. Alle wussten, dass es passieren wird und Politik und Medien brachten es erfolgreich fertig ängstliche, frustierte Wähler in die offenen Arme der AfD zu treiben.
3. Eine Überraschung, wenn auch nicht ganz unerwartet, ist der Austritt von Frauke Petry aus der AfD Fraktion, schließlich wurde sie in den vergangenen Monaten von ihren Parteifreunden übel gemobbt und mit Gehässigkeiten überschüttet. Damit spaltet sich die AfD nun zum dritten Mal auf Bundesebene auf, wie auch schon mehrfach in den Bundesländern. Offensichtlich trennt sich der demokratische Flügel von dem Plan der „radikalen Jäger“, zu denen sich Gauland und Weigel immer deutlicher bekennen.

Aussicht:

In den kommenden vier Jahren sind viele Überraschungen möglich!
1. Die CDU bildet die eigentlich unerwartete Jamaika-Koalition mit den Grünen und der wieder erstarkten FDP, doch sie hält keine vier Jahre wegen Differenzen zwischen der CSU und den Grünen.
2. Keine Überraschung wäre es wenn die Jamaika-Koalition nicht nicht zustande kommt und die Kanzlerin Merkel dann die Vertrauensfrage stellt.
3. Eine echte Überraschung wäre es wenn die SPD, die immer nur als Loser aus den Grokos hervorgegangen ist, sich als Notnagel präsentieren würde und doch nocheinmal eine Koalition mit der CDU/CSU bildet.
4. Die CSU verliert kräftig Wähler in die nächsten Wahlen in Bayern und stellt sich bundesweit rechts von der CDU auf, um sowohl der AfD als auch der CDU Stimmen zu nehmen. Die CSU wäre dann quasi die neue LINKE der Rechten.
5. Wenn die CSU auf diese Weise am rechten Rand fischen würde, wäre es auch kein Wunder, wenn die AfD in vier Jahren in die Länderparlamente zurückkehren müsste. Das wäre der GAU für den protzigen Gauland: „Wir werden unser Land und unser Volk zurückholen.“ Was für eine Überraschung für die AfD, wenn das Wahlvolk dann die Alternative wählt, aber nicht die AfD.

Es bleibt spannend!

Ernesto O.

 

 

Eine Marmortaube für den Frieden?

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Noch nie seit 1945 war die Anzahl der Menschen, die durch Krieg und Elend getötet wurden so hoch wie im vergangenen Jahrzehnt. Gemordet wird in der Türkei, in Syrien, dem Irak, Yemen, Afghanistan, Pakistan, Myanmar, dem Sudan, Libyen, Mali, Kongo, aber auch in Venezuela, der Ukraine und anderen Ländern. Hinzu kommen die Menschen, die auf der Flucht vor gewalttätigen Regimen ihr Leben lassen müssen oder am Ende ihrer Flucht ermordet werden. Zahlreich sind die Toten, die aus religiösen Gründen sterben müssen und noch schlimmer die Bedrohung durch global verteilte machthungrige Regierungen und deren Chefs.

So sollte man glauben, dass der Neubau der U-Bahnstation am World-Trade-Center in New York in Form einer weißen Friedenstaube ein gutes und richtiges Zeichen für den Weltfrieden ist, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Gut, die Welt ist globalisiert und der schneeweiße Marmor wird aus den Alpen in Südtirol mühselig herbeigeschafft, aber muss deshalb die U-Bahn-Station 4 Milliarden $ kosten, während die USA mehr als 4 Billionen $ Schulden hat? Zum Vergleich: Die Kosten für den Bau der Elbphilharmonie in Hamburg lagen bei 800 Millionen € (knapp 1 Milliarde $). Donald Trump hätte den New Yorkern 2 U-Bahnstationen in weißem Marmor schenken können und wäre dennoch 2-facher Dollar-Milliardär geblieben, und obendrein noch 2x eine Elbphilharmonie ohne am Bettelstab zu gehen, vorausgesetzt er hat über sein wahres Vermögen – von 10.000.000.000 $ – nicht gelogen.

Ein imposanteres Friedenszeichen als eine extrem teuere U-Bahnstation hätte man für die 4 Milliarden $ setzen können, indem man 400.000.000 Tauben gekauft hätte – 10$ pro Taube – und auf die rund 200 Länder der Erde (= 2.000.000 pro Land) verteilt an einem Event (21. September Weltfriedenstag) als Symbol des Friedens in die Lüften hätte steigen lassen. Das wären dann je 200.000 Tauben gewesen, die in den 10 größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Leipzig) hätten gleichzeitig starten können. In Monaco, dem Vatikanstaat, Tonga oder Trinidad & Tobago hätten so viele Tauben über den Kleinstaaten den Himmel weiß überdeckt. Das wäre ein wirkliches Zeichen gewesen.

Hätten anläßlich dieser Gelegenheit die 10 größten Länder 1% ihres Militärhaushaltes und die 1000 reichsten Menschen der Erde 1% ihres Vermögens in einen 1-Jahres-Weltfrieden-Fond gesteckt wäre dies ein historisch sehr bedeutendes Ereignis geworden, bei dem etliche Milliarden in ein positives Weltarbeitsklima, die Beseitigung der Armut und die Ernährung der hungernden Weltbevölkerung geflossen wären.

Muß ich mehr sagen? Ausser dass reiche Menschen und mächtige Regierungen endlich einmal anfangen sollten sich ihrer Verantwortung gegenüber der Menschheit bewußt zu werden und ihre Handlungen an der Prosperität der Erde und ihrer Bewohner auszurichten. Falls es Beratung braucht; es gibt genug Menschen, die wie ich daran arbeiten, dass Hass und Dummheit, durch Intelligenz, Kreativität und Philanthropie ersetzt werden. Das Klima der Erde – Mensch und Natur – wird es uns danken.

Ernesto O.