Corona: Nebel voraus


NGC 6726 Corona Australis

Was tun wenn der Nebel kommt? Jeder Autofahrer, jede Autofahrerin weis es – wir fahren auf Sicht, achten darauf dass wir gut gesehen werden und falls Glätte hinzukommen sollte, wir die richtige Winterausrüstung aufgezogen haben.

Je dichter der Nebel, desto weiter herunter mit der Geschwindigkeit, notfalls bis zum Stillstand!

Momentan befinden wir uns in einer ähnlichen Situation: Virologe K will die Kitas öffnen, Virologe D will das unter keinen Umständen. Doch die Meinungsverschiedenheiten in der Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sind noch viel gravierender als hier angedeutet. Da wird einerseits blindes Herumstochern im Nebel als Wahrheit verkauft und andererseits vor lauter Angst auf der Überholspur der Autobahn geparkt, anstatt sich angemessen langsam vorwärts zu bewegen.

Vom Beginn einer Skepsis

Aber was können wir bei fehlender Klarsicht und solch einer dürftigen Informationslage tun?
Manchmal kommt man auch ohne die Hilfe der Wissenschaft aus einer kniffligen Lage heraus, wenn man die aktuellen Gefahren analysiert und daraus praktikable Schlüsse zieht. Betrachten wir die Charts zur Corona-Krise, so können wir vor allem aus den folgenden Diagrammen Trends ableiten, die Auskunft darüber geben wie wir uns verhalten, um sowohl unsere Gesundheit als auch die Gesellschaft möglichst wenig zu schädigen.

Neuinfektionen

Der Blick auf die täglichen Infektionsfälle zeigt, dass nach der Ausbildung eines Doppeltop die Entwicklung der Infektionen in einen Abwärtstrend übergegangen ist.

Betrachten wir die Zahl der täglichen durch den Coronavirus verursachten Todesfälle so können wir 3 Widerstandszonen ausmachen. Der Widerstand I bei 100 Toten pro Tag konnte bisher nicht unterschritten werden. Aktuell ist der Widerstand II bei 170 bis 180 Toten im Visier, sollte er nicht halten so ist wieder mit bis zu 300 Toten pro Tag zu rechnen. Da die Zahl der Toten, der Zahl der Infizierten nachläuft ist damit zu rechnen, dass die 200 Toten pro Tag erreicht und auch nochmals überschritten wird.

Worldometers.info

Der Chart von worldometers.info zeigt den Verlauf der Infektionen seit dem 15. Februar und ebenfalls (blassgrün) die Zahl der neuen Genesenen, die sich seit Ostern über der Zahl der tgl. Neuinfizierten stabilisiert. Nach dem Doppeltop hat sich ein bärischer Keil ausgebildet (hellgrün) der nun auf den Widerstand zwischen 900 und 1200 (untere rote Grenzlinie) stößt. Am Ende jedes Keils wird ein Ausbruch stattfinden. Ein rasches Unterschreiten der 1000er Marke ist wegen des Widerstands wenig wahrscheinlich, hingegen ein Backbeat Richtung 2500 wahrscheinlich, schlimmstenfalls sogar Richtung 5000 Neuinfektionen.

Entwickeln sich die Gewinne eines Unternehmen schlecht so versucht das Unternehmen dem entgegen zu steuern, genau dies hat die Politik auch in der medizinischen wie ökonomischen Coronakrise auch getan. Die nach dem 20. März ergriffenen Maßnahmen haben Anfang April begonnen zu wirken. Weil aber die radikalen Maßnahmen das gesellschaftliche Leben zu ersticken drohen, sind sie nicht auf ewig durchzuhalten, was übrigens auch rein medizinisch nicht angezeigt ist.

Da jedoch die Befreiung von der Geißel Corona in Form eines Impfstoffes noch 1 bis 2 Jahre auf sich warten lässt, sind jetzt gezielte Entlastungen sinnvoll. Der Ausbruch der Infektionskurve (rot-blau) nach oben wird zwar kommen, aber die elementaren Eindämmungsfaktoren wirken weiterhin, was den bullischen Ausbruch aller Voraussicht nach oben begrenzen wird. Dies gilt natürlich nur wenn das Virus nicht mit neuen bösartigen Mutationen aufwartet.

Ernesto O.

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