World-Tell-O-Scope: Oktober 18

World-Tell-O-Scope:  Oktober 18

Online-Medien wie „Tichys Einblick“ oder „Ach gut“ kennen sie wahrscheinlich schon. Wenn nicht, auch gut. Das besondere an diesen und vielen ähnlichen Medien ist, dass sie sich aufklärerisch geben, aber vor allem eins verbreiten: Meinung, Meinung, Meinung. Hinzu kommt, dass diese Autoren zumeist politische Schlagseite haben und an Fakten nur Interesse haben wenn sie gut in das eigene Weltbild passen.

WorldTellOScope hat sich zur Aufgabe gemacht, nicht zu kommentieren, sondern die Wirksamkeit der  Fakten des zurückliegenden Monats zu begutachten und für den kommenden Monat das festzuhalten was wahrscheinlich oder möglicherweise daraus folgen wird. Im Prinzip betreibt  World-Tell-O-Scope eine Art monatliche Chartanalyse der Weltpolitik.   

Der Blick zurück in den September liefert die Basis für das was im Oktober passieren wird.  Die interessantesten „Polit-Märkte“ sind zur Zeit die USA, Deutschland und die EU, die Türkei, China, Russland und der Iran.

Beginnen wir mit Deutschland. 

Deutschland:  Der September war turbulent, und es ist zu erwarten, dass erst nach den Wahlen in Bayern eine gewisse Beruhigung in dem einen wie dem anderen Sinne eintreffen wird. Deutschland leidet unter einer neuen Welle des Populismus. 

Nach wie vor betreibt die AFD eine aggressive Politik, die vom Wahlkampf geprägt ist. Es zeichnet sich allerdings ab, dass der Schulterschluss mit Pegida, IB, III. Weg etc nur im Osten Deutschlands ankommt und in Bayern und Hessen die AFD trotz Einzug in die Landesparlamente Ende November als Verlierer nicht nur in den Augen ihrer eigenen Wählern dastehen wird. Das Herumeiern der GROKO  könnte sein rasches Ende finden, wenn Innen & Heimatminister Seehofer erkennt was er bei der Wahl in Bayern angerichtet hat. 

Apropos Bayern. Sollte sich Ende Oktober wider Erwarten eine Koalition CSU/AfD in Bayern abzeichnen so ist aller Voraussicht die Spaltung der CSU Fraktion in eine neue CDU und eine CSU-Fraktion zu erwarten. Es bleibt spannend, während die Arbeit für die Bundesbürger warten muss.  

 

USA:  Der innenpolitische Druck auf Donald Trump hat im September weiter zugenommen. Dies kann zu neuen Kapriolen seitens Trump bis zu den Kongress-Wahlen im November führen, was ggf. zu außenpolitischem Aktionismus führt, womit Trump weiterhin die Weltwirtschaft irritieren würde. Allerdings gibt es ja eine „geheime Fraktion“ im Weißen Haus die Trump gegen politischen Unsinn „pampert“. Der Druck der US-Schulden könnte ihn auch vorsichtiger werden lassen. Die Ergebnisse des Handelsstreits vor allem mit China, eventuell auch mit der  EU werden ihm in den kommenden Monaten noch negativ aufstoßen. Für den Wahlkampf der Republikaner braucht es positive Anstösse, die sollen nun im Oktober von einem Abkommen mit Mexiko und Kanada kommen.

 

Italien treibt ein gewagtes Spiel, die wachsenden Staatsschulden lassen die Anleihen-Renditen in die Höhe steigen. Der zunehmende Streit zwischen den Koalitionären kann im Oktober noch stärker werden. (Linksaussen-Rechtsaussen-Koalitionen können ganz schnell implodieren.) 

 

Türkei:  Der September war für das Erdogan-Regime weitgehend ein verlorener Monat, auch wenn Erdogan dies natürlich anders darstellen wird. Der Staatsbesuch in Deutschland 🇩🇪 war für die Katz. Wieder zurück in Ankara gilt  für ihn im Oktober: „Guten Morgen liebe Sorgen; seid ihr schon alle wieder da.“

Als da wären die Lira-Schwäche, der anhaltende Dollarabfluss, der Braindraw, der kostspielige Syrien-Einsatz, die „lästigen“ Journalisten, der fehlende Frieden mit den Kurden, keine EM 2024, einbrechende Autoverkäufe etc. 

 

Russland: Nach der Fußball-WM ist die Begeisterung vorbei und Putin steckt in der Klemme. Die Wirtschaft ist zwar stabil, aber weiter auf niedrigem Niveau. Die Einfallslosigkeit bezüglich der Lösung kann noch einige Zeit anhalten, vor allem dann, wenn es in Syrien 🇸🇾 weiterhin nicht wirklich voran geht. Putin hält Assad die Stange und das kann sich als Fehler bei der Befriedung Syriens erweisen zumal im Nahostdreieck weiterhin widerstrebende Interessen kochen (Iran, Irak, Syrien, Türkei, Israel, Palästina, Gaza, Saudi-Arabien, Katar, Jemen)

 

China: 

…hat über den Sommer seine Positionen auf dem Afrikanischen Kontinent weiter ausgebaut. Ziel ist es ein Handelskrieg mit den USA langfristig auszubremsen und das eigene Wirtschaftswachstum in Gang zu halten. Was China am wenigsten gebrauchen kann ist das Misstrauen der anderen Staaten, denn China’s innerer Erfolg ist abhängig vom Rest der Welt und diese Erkenntnis beeinflusst in den kommenden Monaten die Strategie der chinesischen Regierung. Prinzipiell wird hier „Tit for Tat“ gespielt. Wer mit China handelt kann erwarten, dass dies auf Gegenliebe stößt, wenngleich die chinesischen Handelsstrategen  natürlich auch auf ihren Vorteil achten. An den heutigen Streitigkeiten mit den USA ist diese aber letztlich selbst schuld. Fairer Handel wird das größte Problem bleiben, wobei Trump aber auch nicht den Eindruck erweckt, dass er fair spielen will.     

 

Iran: Auch wenn der Iran an der Oberfläche wieder gefestigt erscheint, so brodelt es doch weiter im Land. Dabei wollen vor allem die jungen Iraner keine Unterstützung von Seiten der US-Regierung. Blickt man in der Geschichte zurück, so haben die US-Regierungen der letzten 50 Jahre genug Chancen vertan im Iran positiven Einfluß zu gewinnen, nicht zuletzt wegen des religiös markierten Konflikts zwischen den Saudis und den Ayatollahs. Was die jungen Menschen im Iran wollen ist eine weitgehende Abkehr von der anhaltenden religiösen Diktatur, was aber nicht bedeutet, dass sie grundsätzlich gegen den schiitischen Islam sind. In Sachen Atomabkommen ist der Iran als moralischer Sieger hervorgegangen, auch wenn Trump und Israel einen großen Krieg an die Wand malen. Die Regierung hat sich Verbündete in der ganzen Welt gesucht: Russland, China und die EU. Das hilft zwar noch nicht über ihre finanziellen Probleme hinweg, bietet aber für die kommenden Monate einen Hoffnungsschimmer.  

 

Mögliche Überraschungen im Oktober: 

  • Ein neues Referendum zum BREXIT scheint möglich. Falls diese Chance nicht zum Zuge kommt, so wird sich England damit abfinden müssen, dass die Zukunft der Briten schlechter aussehen wird als sie bei einer Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU gewesen wäre. Der Schaden für die EU wird zwar erkennbar sein, aber sich in überschaubaren Grenzen halten.  
  • Im Herbst wird es auch weiterhin zu starken Wetterextremen kommen.  

Ernesto O. 

 

Es ist nicht die Absicht von World-Tell-O-Scope Politik zu betreiben. Alle Vorhersagen ohne Gewähr. Es handelt sich um Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten, die eintreffen können, aber nicht müssen.    Weiterlesen

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Krieg der Träume – Wiederholt sich die Geschichte?

Die Geschichte wiederholt sich, sagen die einen.
Ja; sie ist sogar zyklisch, meinte einst Oswald Spengler in seiner Schrift „Untergang des Abendlandes“, in der er eine Kulturzyklentheorie der Geschichte vertritt.

Die Geschichte wiederholt sich nicht, sagen die anderen.
Sie berufen sich dabei auf den Fortschritt, der die Geschichte verändert, z.B. über das Rad zum Auto, zum Flugzeug, oder vom Bleistift über die Schreibmaschine zum Computer und zur KI.

Die Geschichte ist sich selbst ähnlich, sage ich.
Sollte die Geschichte sich selbst wiederholen? Reiner Zufall. Dennoch, jede technische oder soziale Revolution kommt nicht von ungefähr, sie hat ihre Vorlage in den vorhandenen Bedingungen der Umwelt und des Kosmos. Dabei bilden sich fraktale Muster aus, die Altes verwenden und Neues hinzufügen. Ändern sich z.B. die sozio-ökonomischen Bedingungen nimmt die Geschichte einen geänderten Lauf. Ermöglichen die Bedingungen alte Strukturen und Muster zu verwenden, so werden diese soweit möglich benutzt. Dahinter steckt das Prinzip der Selbsterhaltung. Sollte ein Baum entstehen der zugleich Nadeln und Blätter besitzt, so würde dies nur möglich sein auf den historischen Blaupausen.

Wird sich 1933 wiederholen?
Nein. Was aber nicht bedeutet, dass die Zukunft Besseres für uns bereithält – zumindest ohne unser Zutun. Die Bedingungen haben sich in den vergangenen 100 Jahren geändert. 2018 ist nicht mehr 1918 und 2039 wird nicht wie 1939 werden.

Zum Vergleich können wir heutzutage auf exzellentes Dokumentar-Material aus der Zeit von 1918 bis 1939 zugreifen.
Die TV-Serie Krieg der Träume , ist eine dreiteilige Dokumentation mit Spielfilmcharakter, die reale Geschichten von dreizehn Männern, Frauen und Kindern erzählt. 1918 lag die Welt in Trümmern und diese Menschen blicken nun voller Hoffnungen und Wünsche in die Zukunft. Doch 20 Jahre später scheint sich der Kreis zu schließen.

zu den Teilen 2-8

Die Welt will erneut den Krieg. Doch dieser 2. Weltkrieg wurde noch viel schlimmer, mit fortschrittlichen Waffen gekämpft und endete 1945 mit der Atome und noch mehr Getöteten als der 1. Weltkrieg. Aber der 1. Weltkrieg endete mit belastenden Träumen. Die Demokratie in Europa ist von Anfang an in Konkurrenz mit dem Kommunismus und dem Faschismus, hinzu kommt noch der wachsende Kapitalismus.

Der Ausgang sollte hinreichend bekannt sein, die Gier des Kapitalismus (Weltwirtschaftskrise 1929-32) trat der Demokratie in den Rücken und befeuerte den lauernden Kommunismus (Russland), wie den Antisemitismus des rasch wachsenden Faschismus in Italien, Spanien, Deutschland, selbst in England und den USA wollten Faschisten die Macht übernehmen.

Ob sich die Geschichte 2018 wiederholt?
Wiederholen sicher nicht, aber ein 3.Weltkrieg ist auch nicht ausgeschlossen. Da sich die Bedingungen in den vergangenen 100 Jahren geändert haben, müssten wir in diesem Krieg innerhalb weniger Jahre mit mehr als 200 Millionen Getöteten rechnen.

Der klassische Kommunismus ist einem Staatskapitalismus autoritärer Ausprägung gewichen. Die Welt ist kleiner geworden und die Globalisierung hat nicht nur Positives gebracht. Es wird wieder mit den Ängsten der Menschen gespielt. Autokraten bedrohen die Demokratien und zwei globale Wirtschaftskrisen haben tiefe Spuren hinterlassen. Faschistisch ausgerichtete Parteien lauern darauf das alte Sündenbockspiel wieder aufleben zu lassen, wonach immer die anderen Menschen und Ländern angeblich an der eigenen Misere schuld sind, um dann endlich an der Macht doch wieder nur die Armen zu bestehlen um den eigenen Reichtum zu mehren.

Diese Muster sind bekannt. Neu wäre es, wenn es der Menschheit gelingen würde im Interesse aller zu kooperieren, dabei den Stier des Kapitalismus zu zähmen und überbordende Machtgelüste auf ein erträgliches Maß einzudämmen. Der technische Fortschritt genügt dazu alleine nicht, es bedarf auch des sozialen Fortschritts, angefangen bei der politischen Bildung und den Menschenrechten, der Prinzip der Fairness und der internationalen Staatengemeinschaft sich für die Menschen zu engagieren und nicht für die Mächtigen.

Ernesto O.

zusätzliche Materialien in der ARD-Mediathek

Respect : Respekt #Respect : #Respekt

Da war dieser 15 jährige Jung-Rapper, der am Ende seiner Performance laut ins Publikum rief:
„Respect man!“

Doch was ist mit Respekt – Neudeutsch: Respect – eigentlich gemeint?
Fangen sie doch mal eine Diskussion auf Twitter über die Qualität der Regierung an, dann erhalten sie recht bald – besonders, wenn sie sich kritisch über die Beiträge der zahlreichen Trolle und Fake-Accounts äußern, „nette Beleidigungen“ wie z.B. H……n, l…e Z…e oder v……r G…….h und noch unflätigere Antworten. Hingegen ist die Resonanz zu einem Plakat wie die „7 Schritte zur Menschlichkeit“ eher gering.

Dabei haben die Leute – nicht nur auf Twitter – Menschlichkeit dringend nötig, ist sie schließlich die Eigenschaft, die den Menschen hilft zum Nutzen aller erfolgreich miteinander umzugehen. Das Gegenteil von Menschlichkeit ist die Unmenschlichkeit und das grenzt uns von Verhaltensweisen anderer unfreundlicher Lebewesen ab. Also bitte etwas mehr „Respect yuman“ – nicht nur gegenüber Männern, auch gegenüber Frauen, Kindern, Greisen, Politikern, Andersgläubigen, Farbigen, ganz allgemein den Menschen, Tieren, Pflanzen, der Natur und den Herausforderungen, mit denen die Erde und wir Menschen konfrontiert sind.

 

Aber wir haben ein Problem mit der „Begrifflichkeit Respekt“, und diese bezieht nicht nur auf den Missbrauch der Sprache. Es gibt nämlich verschiedene Formen des Respekts, insbesondere „Angst gesteuerten Respekt“ und „Anerkennenden Respekt“.

 

1. Angst gesteuerter Respekt:


Als Kind hatte ich Respekt vor Lehrern, was aber in der Regel die Angst davor war bestraft zu werden. Im Nachhinein betrachtet ging es dabei zumeist um harmlose Dinge wie fehlende Respekts-Bekundungen, oder auch um willkürliche unbegründeten Machtdemonstrationen seitens der Erwachsenen. Die Hackordnung aus dem Hühnerstall war noch vor 50 Jahren automatisch in der Sozialisation implementiert. Entfielen die Instrumente der Macht, war es auch mit dem erzwungenen Respekt vorbei.

 

2. Anerkennender Respekt:

Als Kind dauert eine Weile, bis man merkt, dass die primären Regeln des Respekts Menschen gemacht sind. Wirklicher Respekt ist jedoch die Anerkennung der anderen Menschen ohne irgendeine Vorleistung oder Bedingung. Das ist der Respekt ist, der es wert Respekt genannt zu werden. Wenn Kinder in die Pubertät kommen erkennen sie vor allem diesen Unterschied zwischen Angst gesteuertem und anerkennendem Respekt. Annerkennender Respekt beginnt mit Zuhören und so war es auch bei mir. Kurioserweise hörte mir der knapp 70 Jahre alte an Parkinson erkrankte Direktor meiner Schule zuerst zu, während das Gross des ihm untergebenen Kollegiums dies erst noch lernen musste. Glücklicherweise hörten mir später auch mein Chemielehrer und seine Frau – ebenfalls Chemielehrerin – sowie ein Sozialkundelehrer zu, was letztlich dazu führte, dass ich nicht an den pädagogischen Krokodilen in der Schule scheiterte. Natürlich beschränkt sich die respektvolle Anerkennung nicht nur auf sachliche und fachliche Autoritäten. Dazu gehört auch die grundsätzliche Anerkennung aller Menschen ungeachtet dessen was sie zuvor getan haben. Im Grundgesetz nennt sich das übrigens Menschenwürde.

3. Institutioneller und essentieller Respekt

Respekt verdienen auch Gerichte, die auf Basis der Menschenrechte ihre Existenzberechtigung belegen  können.  Sofern   Institutionen nicht   dazu geschaffen   wurden um  die  Menschen zu erniedrigen oder gar psychisch oder physisch zu zerstören verdienen  diese ebenfalls  Respekt. Das gilt natürlich  nicht für „Volks-, Stand- oder Terror-Gerichte und  ähnliche Tribunale“, – auch Jesus hat seine Peiniger und Mörder nicht gelobt. Essentiell ist hingegen aber auch der Respekt gegenüber der Natur. Ja,  wir müssen sogar soweit  gehen, dass  es  Dinge zwischen  Erde und Himmel gibt, die unserer Erkenntnis überlegen sind. Dazu gehört auch die richtige Einordnung von Kapital, Macht, Technik und Kontrolle in den universellen Kontext und so müssen schließlich auch wir unsere Winzigkeit im Kosmos anerkennen.

 

Die Fähigkeit alle Menschen und Dinge anzuerkennen, auch wenn sie sich uns entgegenstellen und unsere Pläne und Perspektiven blockieren, bietet die einzige Chance unerwünschte Probleme positiv und fair zu lösen, damit es uns nicht so ergeht wie der Ente mit dem Skorpion:

Der Skorpion und die Ente
Ein Skorpion geriet auf seiner Wanderschaft  an einen breiten unüberwindbaren Fluss. Als  er schon aufgeben wollte,  begegnete er einer geselligen Ente, die sich gerade anschickte ihre Füße ins Wasser setzen zu wollen. „Liebe Ente“, fragte er, „kannst du mich auf deinem Rücken mit ans andere Ufer reisen lassen ?“ Die Ente, die sich der großen Gefahr bewusst war, die vom giftigen Stachel des Skorpions ausging, winkte jedoch dankend ab. Da versprach der Skorpion der Ente sich ganz anständig und friedlich zu benehmen, denn er wolle ja keinen Selbstmord begehen. Die Ente war es zufrieden und nahm den ungewöhnlichen Gast mit auf das Wasser. Als die beiden jedoch die Mitte des Flusses erreicht hatten, da geschah es: Der Skorpion stach zu! Die so getroffene Ente blickte sich noch einmal um und fragte in ihrem Todeskampf: „Warum nur, warum ?“ Der Skorpion antwortete ihr: „Es liegt in meiner Natur“ und beide ertranken jämmerlich.

…und jetzt?

Kooperation kann nur mit Respekt gelingen. Da können wir über die Ente nicht klagen. Sie hat den Rüpel von Skorpion ja naiver Weise respektiert, während er mit seiner dummen Respektlosigkeit die Ente und sich selbst ermordete.

Respektlosen Typen, den Respekt bei zu bringen, ist das eigentliche Problem, dabei kann Technik helfen. Der Skorpion hätte durch einen einfachen Korken am Stechen gehindert werden können. Im Grunde ist das probate Mittel gegen Respektlosigkeit aber die Kraft der Überzeugung, die Menschen auf den Weg zum Respekt bringt. Dazu braucht es Hirn – eigentlich nicht einmal so viel. Think ….deep!

Fassen wir zusammen:

Respect matters!

Aretha Franklin, die eben verstorbene „Mother of Soul“, hat das schon immer gewusst.

 

ArIeSPeICiTee!

 

Ernesto O.

Tweetrepeat: Wenn die halbe Welt ein Schachspiel ist

…was ist dann die andere Hälfte?


„Der Tisch.

Nee ……. Elfmeterschießen ist auch falsch.

1. Ein anderes Schachspiel.
2. Das Meer
3. Bleibt die andere Hälfte.
4. Ein Rätsel.
5. Eine Halbkugel.
6. Kein Schachspiel.
7. 50%.
8. Der Rest.
9. Schrödingers Katze
10. Ich geb´ auf!“

Jetzt mal ganz langsam – der Reihe nach.

Ist die Welt wirklich ein Schachspiel?
Vor 75 Jahren konnte man dies sehr wohl glauben. Als England vom 24. Juli bis 3. August 1943 die großen Bombenangriffe auf Hamburg ausführte war dies eine Reaktion auf den Angriffskrieg Deutschlands auf Hitler, der im Konzert mit Mussolini, Franco und Stalin Europa in ein Schachbrett verwandelte. Während die Bauern über das Brett ausschwärmten, nahmen sich die Briten die Türme und Springer vor. Doch so ein Krieg kommt nicht ohne den „Tisch“ aus, auf dem gespielt wird. Es braucht eine Bühne, die Weltbühne auf der das „Schachtheater“ stattfindet und Verbündete, sprich Kooperation. Ohne (negative) Kooperation kommt man nicht in den 2. Weltkrieg hinein und ohne (positive) Kooperation gelangt auch niemand wieder heraus. Obwohl dieses Schachspiel damals Weltkrieg hieß, so fand dieser Krieg keineswegs auf der ganzen Welt (gleichermaßen) statt. So kann also nie die ganze Welt (Universum) mit einem Schachspiel „gleichgesetzt“ werden. Die Natur(gesetze) gibt(/geben) Entwicklungen zumeist (immer?) breite Möglichkeiten der Gestaltung (Descartes /kartesisches Theater/Weltbühne).

 

Fassen wir zusammen: Die Welt ist kein Schachspiel, aber: „Sie ist auch ein Schachspiel!“

Bleibt im Gegenzug die Frage: Ist die Welt ein Kooperationspiel?

Ja und nein. Wir sollten nicht vergessen, dass ein Schachspiel auch ein Kooperationsspiel ist, sowohl was die Aussen- als auch die Innenbedingungen betrifft. Zum Beispiel schützen Bauern andere Bauern, Figuren geben Deckung, es können hilfreiche Umwandlungen vollzogen werden, von aussen her können Schachliteratur oder andere Hilfen verwendet werden und die die Bedenkzeit ist veränderbar.

Dafür „dass wir hier und jetzt da sind“ geht die These zur Erklärung um, „dass dies nur der Fall sein konnte weil die Natur uns freundlich – kooperativ – gesonnen ist“.

Dem ist nicht nur so – letztlich ist es der Mix, der den (Über)Lebenserfolg macht. So ist ein Schachspiel weder immer nur destruktiv und Kooperation immer nur konstruktiv. Es gibt aber auch Wege, die Erfolg versprechen sind. Diese zu finden ist die Kunst, die das Individuum, die Menschheit und der Kosmos zum jetzigen Zustand gebracht haben. Die Welt ist also noch nicht verloren – wie schön!

Während ein Schachspiel neben Sieg und Niederlage einerseits auch den friedlichen Ausgang – das Remi – andererseits bietet, können scheinbar so erfolgreiche Kooperationsstrategien wie „Tit for Tat“ von jetzt auf nachher versagen, wenn z.B. „+Tit for Tat“ auf „-Tit for Tat“ trifft, während die „Jesus-Strategie“, die von allen anderen – besonders von „massiver Vergeltungsschlag“ kinderleicht ausgetrickst wird, alle anderen Strategien in Schatten stellt, wenn sie auf sich selbst trifft und zum Schauspiel des ultimativen Erfolgs wird. Da ist sie wieder die Weltbühne – so ein Theater aber auch!

Zu den Beispielen für Kooperationsstrategien:
Die Kosmische Welle. Kapitel 11 – EXP-Nachwehen – Das Kooperationsexperiment ff.

 

Machen wir mit etwas Fischtheater weiter. Es kommt dabei sehr darauf an, ob du Hai, Delphin oder Karpfen bist bzw. spielst. Wer dabei immer die gleiche Rolle (= Strategie) einnimmt wird am Ende unzufrieden sein und sich fragen: „Was habe ich falsch gemacht?“.

Hier können wir von der Natur (dem Universum, Gott) noch viel lernen. Die Natur arbeitet Problem lösend, dabei greift sie viele (kooperative) Möglichkeiten auf (Baummodell – viele Äste – viele Wurzeln/Nervenbahen-Blutkreislaufmodell) und verstärkt die Anfangserfolge durch Selbsterhaltung bis stabile Zustände entstehen.

Doch nicht vergessen: Irgendwann fällt der Vorhang und wer weiß wo und wann das nächste neue Schauspiel beginnt, eine neue virtuelle Welt, die sich vielleicht gerade jetzt – so ähnlich wie unsere realisiert.

 

Ernesto O.

#Sommerpause

 

Eigentlich könnte alles so gut sein:

 

1. Wir leben in einem sicheren Land.

– geringe Kriminalitätsrate –  in den USA rund 5 mal  mehr Menschen pro 100 000 E. ermordet.

2. Die Regierung arbeitet für Deutschland.

– Bei all dem Geschrei und dem einseitigen Fokus der Presse auf die „politische Krise“ wird vergessen, dass die Länder, Kreise und Kommunen demokratisch regiert werden und sich mit den Problemen der Bürger beschäftigen.

3. Die Wirtschaft wächst nach wie vor.

– Und es bleibt trotz Kinderarmut insgesamt mehr Geld in den Taschen der Deutschen. Eine bessere Verteilung ist angemahnt und sollte umsetzbar sein.

4. Die Inflationsrate ist gering.

– Die Währung ist stabil und das schon seit Jahrzehnten, also kein Grund zur Panik.

5. Der Bildungsgrad ist hoch.

– Zwar ist das Bildungssystem schon seit 1950 ein Sorgenkind, aber es wird sich ja auch inzwischen gesorgt. In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten floss viel Geld in das Bildungssystem und dafür gab es als Lohn nicht nur deutsche Nobelpreisträger.

6. Die Infrastruktur entwickelt sich positiv.

– Natürlich gibt es „Schmuddelecken“ in Deutschland, aber seit 1945 ist viel Geld in den Städtebau geflossen. Jetzt kommt es darauf an, dass alle partizipieren. Auch die ländlichen Regionen müssen Teil haben.

 7. Die Menschen sind gleichberechtigt.

– Und das nicht nur auf dem Papier. Dennoch, das Ost-Westgefälle muss weiter abgebaut werden, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau weiter verbessert werden. Auch in Zukunft müssen dem Hass die Grenzen aufzeigt werden und Menschen dürfen nicht aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer Religion benachteiligt werden.

8. Die Perspektive ist für alle gut

– wenn nicht ständig von interessierter Seite mit dem Ziel des einseitigen Profits und der Absicht die eigene Klientel zu bevorteiligen agiert wird. Deshalb und nur deshalb haben wir eine „politische Krise“ und weil alle davon reden.

 

Der Weg zur Menschlichkeit ist in 7 Schritten zu bewältigen:

 

Respekt

Verständnis

Akzeptanz

Wertschätzung

Mitgefühl

Teilhabe

Friedensliebe

 

Ernesto O.

 

Feindbild-Industrie

Es ist wieder soweit. In regelmäßig wiederkehrenden Wellen wachsen weltweit die Konfrontationen zwischen Ländern und Menschengruppen.

Die letzten historischen Wellen dieser Art waren
– die vom Kolonialismus herauf beschworene imperiale Zeit vor und während des 1.Weltkriegs, Beginn ca. 1900 – Ende 1919.

– der mit der Weltwirtschaftskrise 1929 emporkommende Faschismus in Europa und Asien und ihre Hinführung durch die Nazis in den 2. Weltkrieg von 1939 bis August 1945.

– der nach dem Koreakrieg ab ca. 1955 sich weltweit ausbreitende „Kalte Krieg“ verbunden mit der atomaren Aufrüstung zwischen Ost und West, die erst 1989 mit dem Mauerfall in Berlin endete.

– die Strategie der USA, ab 2001 sich als Weltpolizei zu produzieren, die immer mehr zu Stellvertreterkriegen mit pseudoreligiösem Charakter und zu einer komplexen internationalen Lage des Misstrauens führte und globale Flüchtlingsströme auslöste, getoppt mit Ressourcen- und Handelskriegen.

Das alles wäre halb so wild, wenn die traditionellen Medien funktionieren würden und Pressearbeit ihre Reporter*innen ernähren könnte. Die Digitalisierung der Medienlandschaft verleitet immer mehr Journalisten zu fragwürdigen Methoden, verbunden mit der Möglichkeit in den sogenannten sozialen Medien (#Socialmedia), Lügen, faule Gerüchte und Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Der #GiftundGalle , #Hatespeech und #Cybermobbing -Mix aus dem die neuen #Feindbildmedien schöpfen, die dabei gezielt ständig „Wahlkampf“ und Meinungsmanipulation betreiben, zeigt Wirkung, die Menschheit hat sich selbst angezählt. Das Bombardement mit Fake-News steht den Bombenabwürfe des 2. Weltkrieges in nichts nach, mit dem feinen Unterschied, dass hier die Psyche der Menschen getroffen werden soll, mit der Absicht ihnen das klare Denken zu verstellen. Es ist eine digitale Industrie für Feindbilder entstanden, die mit Bots, Hackerangriffen und Cybersabotage arbeitet – kurz – die neuen Feindbildmedien. Der Unterschied zur Lügenpresse vor 100 Jahren ist der, dass hier nicht nur einfach Propaganda, also politische Werbung betrieben wird. Es werden alle Register der digitalen, wie non-digitalen Desinformation gezogen.

„Du machst was wir dir Vordenken,
weil du nicht mehr überblicken kannst wer, wie, wann, wo
und warum dich hinter den Kulissen manipuliert.

 

Es folgt dem in Wikipedia beschriebenen Muster. https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt


So arbeiten die Feindbildmedien:

1.   Verharmlosung
2.   Übertreibung
3.   Ignoranz
4.   Ablenkung
5.   Perspektive der Angst
6.   Verdrehende Wortwahl
7.   Behauptungen
8.   Einseitigkeit
9.   Fragwürdige Experten und Verweise
10.  Ständige Wiederholung
11.  Persönliche Ebene und unterschwellige oder offene Anfeindungen
12.  Desinformation – Lügengespinste
13.  Kommentare werden zu Informationen
14.  Aggression beladene Themen überwiegt alles andere – Krieg, Mord, Vergewaltigung, Terror, Militär, Geheimdienste…

Dabei gehen die Feindbild-Medien unterschiedlich raffiniert vor:

1. plump klassisch

Beispiel  Deutschland-Kurier: Alte Nazi-Methodik und manchmal ist man mal Juden freundlich, damit es nicht sogleich auffällt,

Beispiel  Bild-Zeitung: Di, Do, So Flüchtling freundlich, Mo, Mi, Fr, Sa und digital ab 22.00 sind die Flüchtlinge die Feinde oder so ähnlich.

2. frontale Breitseite

Beispiel  Breitbart und Compact – unterwegs für die gute Sache.
Breithart – härter als Donald Trump, Compact – für den selbstausgewählten Widerstand, mit einer Agenda, die Regierung abschaffen, aber natürlich „wissenschaftlich?“ untermauert – Fake-News virulent.

3. geschickter, sachlich-fachlicher Anstrich & Design

– Beispiel RT deutsch: Man lässt diejenigen sprechen gegen die man ist, indem man ihre angebliche Heuchelei, Lügen, Kriegstreiberei und Feindbildpolitik „entlarvt“ oder wenn „notwendig“ vorwirft, bedient sich „altgedienten“ Experten/Zeugen/Abtrünnigen der angefeindeten Seite und prozt mit eigener Stärke. Dabei betont man ständig die „tolle Bewaffnung“ und angebliche militärischer Erfolge,  die oft nicht nachprüfbar sind und zeigt dauernd, dass man eigentlich die ganze Welt erobern könnte. Es ist die TurTur-Technik aus „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ der Augsburger Puppenkiste. Wer es durchschaut, stellt fest, auch in Russland kocht man mit Wasser, im Winter vielleicht auch mit Eis, was ja auch nur festes Wasser ist.

Nicht vergessen zu erwähnen, dass diese und andere #Feindbildmedien dabei einen starken Focus auf #SocialMedia #UnsocialMedia wie Twitter, Facebook etc. richten.

1984 war – 2018 ist.

Ernesto O.

 

 

Trump und die Mörder (Stats of the day)

Stats of the Day – Statistik zum Tage

Infografik: In Tweet-Gewittern | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Eigentlich hätten wir es wissen können – immer wenn es für Donald Trump eng wird, dann tritt er eine Tweetwelle los.

So zuletzt seit Anfang April – nicht zuletzt wegen der innenpolitischen Probleme und der Scheinerfolge seiner Aussen- und Wirtschaftspolitik; vor allem aber weil die Justizbehörden seinen Seilschaften auf der Spur sind.

Wäre Politik ein Schachspiel, so könnten wir genau vorhersagen wie #Trump agiert: „Für 1 geschlagene Figur – 2 gegnerische Figuren nehmen, 2 genommene Bauern als 1 gewonnenen Turm „verkaufen“. Zwischendurch mal einen nebulösen Zug machen und hoffen, dass die Medien ihn als sensationell anpreisen.“

Damit kann er aber weder Trudeau, Macron, Merkel, Putin oder Xi Jinping bluffen. Weil das so ist, versucht er die bisherigen Freunde der USA als Deppen hinzustellen und Regimes wie Nordkorea zu adeln.

Hierzu passt seine Behauptung, die Zahl der Verbrechen in Deutschland würde ganz schlimm zunehmen.

Ob er einfältig ist?

Oder hat er Lügenberatung in Deutschland angefordert?

Will er nur ablenken vom riesigen Gewaltproblem in den USA, das er mit den meilenweit größten Militärausgaben der Welt nicht den Griff kriegt? siehe hier: Big 15 weltweite Militärausgaben

 

Während in Deutschland die Morde an Kindern und Jugendlichen in den vergangenen 17 Jahren gesunken sind

https://de.statista.com/infografik/

laufen die Morde an Schülern in den USA grundsätzlich aus dem Ruder. Auch sonst; siehe Las Vegas 2017 , dabei wurden am 1. Oktober 58 Menschen getötet[1] und 851 weitere verletzt.

2009 – 2-2018

Fazit: Dumm für den amerikanischen Ministerpräsidenten, dass diese Statistiken #True-News sind. Bald werden Päsident Trump die Figuren ausgehen, die seine Lügen noch als Wahrheit verkaufen wollen.

 

Ernesto O.

 

Importante & Fragile: 🚀💥💥💥Bewaffnet bis an die Zähne 🌪🌪🌪💣🔫

 

Fast täglich fordert Donald Trump die Europäer auf ihre Militärausgaben massiv zu erhöhen und lobt sich selbst dafür die USA aufzurüsten.
Ob dies wirklich eine gute Idee ist oder ein dummer Plan lässt sich anhand der weltweiten Militärausgaben für 2018 überprüfen. Zunächst stellt sich die Frage wer sind eigentlich die größten, vor Kriegsgerät strotzenden, Militärmächte der Erde? Etwa Nordkorea, Iran, Israel, Syrien oder die Türkei und nicht etwa die altbekannten Stars, wie Russland, China oder die USA?

Legen wir die Militärausgaben zugrunde ergibt sich die

Top 5 für 2018:

  1. USA
  2. China
  3. Saudi-Arabien
  4. Russland
  5. Indien

 

Die Ausgaben der Top 15 Länder für den Krieg liegen zusammen bei 1,4 Billionen (1387 Mrd.) Dollar. Geschätzt für alle Länder der Erde sogar bei fast 4 Billionen $. Das ist der Gegenwert von fast 5 zusätzlichen weltumspannenden Wirtschaftsimperien in der Größenordnung von APPLE, dem derzeit wertvollsten irdischen Unternehmen. Dafür könnte man locker Apple, Google, Amazon, Microsoft und Facebook auf einen Streich kaufen und hätten noch eine halbe Billion Taschengeld.

Setzt man jedoch die Einwohnerzahl eines Landes zu seinen Militärausgaben ins Verhältnis ändert sich nicht nur die Rangfolge deutlich. Es lässt sich zeigen, dass die Belastungen der Bevölkerungen der Top 15 durch die „Militärsteuer“ der ihrer jeweiligen Regierungen extrem auseinander klafft.

Bei der Pro-Kopf-Belastung mit Kriegsmaterial drängt sich Saudi-Arabien mit über 2100 $ an die Spitze, vor die USA mit 1800$. Frankreich schiebt sich auf den dritten Platz nach vorne mit knapp 900$ pro Kopf, während Indien von Platz 5 auf Platz 15 zurückfällt, da es nur bescheidene 47 $ pro Kopf für Verteidigung ausgibt. Mit seinen Forderungen würde Trump ein Indien sicher lautes Gelächter auslösen, denn dort gilt in Abwandlung auf ein literarisches Zitat: „Erst kommt das Essen und dann die Verteidigung – gegen Wind und Wetter!

Bewaffnung pro Kopf

Noch interessanter wird es, wenn man die Militärausgaben in konkrete Bewaffnungen der Bürger des jeweiligen Landes umrechnet und ihnen für das investierte Geld Sturmgewehre oder Handgranaten in die Hände gibt.

Das Land Indien kann 2018 jedem Inder Waffen im Wert von 47$ zur Verfügung stellen, Saudi-Arabien jedem Einwohner egal ob Mann oder Frau, Baby oder Greis Waffen im Wert von 2128$ kaufen. Dies führt zu abstrusen Ergebnissen.
Während sich 4 Inder noch mit einer AK-47 Kalashnikov begnügen müssen, erhalten 10 Türken schon 11 AK-47 zur Verteidigung, das sind 1,12 pro Kopf. Jeder Deutsche darf sogar mit 2, 67 Schnellfeuerwaffen um sich ballern. Hochgerechnet auf meine 7 köpfige Familie kommen da schon 18 Kalashnikov zusammen. Die Oma und unserer Jüngster könnten allerdings darauf verzichten. Obwohl, wenn wir es uns recht überlegen, vielleicht doch nicht: In den USA erschiessen ja auch die „Toddler“ regelmäßig ihre Mitmenschen.

Richtig grass wird es, wenn wir die Investitionen der Spitzengruppe anschauen: Frankreich kann jedem Franzosen 44 Handgranaten oder vier AK-47 Kalashnikov überreichen, die USA können jedem ihrer besorgten Bürgern sogar neun Kriegsgewehre schenken, was dazu führt, dass die Anzahl der Kriegswaffen in den USA 2018 um rund 3 000 000 000 (3 Mrd.) wachsen könnte. Ob die NRA dann noch jubeln wird ist allerdings fraglich. Was jeder Amerikaner mit so vielen Waffen machen kann, hat der Amoklauf in Las Vegas. Ermittlungen von 2017 gezeigt, wo der Täter mehr als ein Dutzend Waffen ins 32. Stockwerk seines Hotelzimmers schaffte, um wahllos fast 1000 Festivalbesucher zu verletzten und zu ermorden .

Den Vogel schießt im wahrsten Sinn des Wortes Saudi-Arabien ab. 106 Handgranaten kann die Regierung jedem Bürger spendieren, was in einem Haus mit 10 Einwohnern schon mehr 1000 dieser handlichen Bomben ausmacht. Da ist kein Platz mehr für das Abendessen im Kühlschrank. Alternativ können sich die Einwohner der Arabischen Halbinsel auch 10 AK-47 aushändigen lassen. Ich glaube allerdings kaum, dass ein vernünftiger Mensch 10 schwere Ballermänner dieses Kalibers durch die Wüste schleppen will.

Auch wenn der Vergleich satirische Elemente enthält, so ist er alles andere als lustig. Er zeigt wie dumm die Menschheit ist. Bei diesem vorgesetzten Verhalten unserer Regierungen ist eine Aufnahme in die Interstellare Konföderation damit genauso ausgeschlossen wie Aufnahme der Türkei in die EU.

Gewinn durch Abrüstung
Zugleich lässt sich allerdings das riesige Potential erkennen, das in einer Abrüstung der 14 größten Militärmächte auf das Niveau Indiens steckt.

1.196.214.150.524,92 $ (1.196 Milliarden Dollar!)

Für den Gegenwert des Abrüstungspotentials erhält man Microsoft und Amazon auf einen Streich. Rund 1,2 Billionen Dollar bzw. 12000 Milliarden Dollar, das ist die Summe die frei würde und diese 14 Länder könnten das Geld im Jahr 2018 für ihre Bürger und die Wirtschaft ausgeben. Wenn die Politiker unserer einen Erde ihren Blick nach vorne richten, dann werden sie erkennen, dass wir weit wichtigere Dinge, angefangen von der Asteroidenabwehr bis zur Rettung der Korallenriffe und der Fischbestände in den Weltmeeren haben, als jeden Haushalt mit so vielen Schusswaffen auszurüsten, dass sie vorne zur Haustüre herausfallen.

Ja“, sagt da einer, „schön und gut, das ist alles nicht so einfach.“
„Stimmt. Es ist eine Herausforderung an die Politik und Menschheit.“

Also los jetzt, nehmt den Ball an und spielt!
Wie sonst können wir alle gewinnen?

Der Beginn: Internationales Abkommen der Top 15 zur Senkung der Militärsteuern rsp. Militärausgaben.

 

Ernesto O. 2018

Vice versa – die Robbies kommen…

Kennen sie schon „Die Tyrannei des Schmetterlings“? Frank Schätzing beschäftigt sich in seinem neuen Roman mit der Künstlichen Intelligenz (KI bzw. AI)

Ist es denn schon so spät? Kommen die Roboter….wirklich?

Ja, sie kommen und es braucht Antworten für die Zukunft. Möglicherweise macht die Menschheit einen fatalen Fehler mehr oder es gelingt ihr ein großer Sprung.

Ich lag noch im Milchbrunnen als Isaac Asimov 1950 mit seinem SF-Roman „I Robot“ die Geschichte der Zukunft schrieb. Dabei stellte er vor allem auch die Frage nach der Ethik der Robbies und formulierte zugleich drei Gesetze für Roboter.

Jeder Roboter muss die drei Gesetze der Robotik einhalten:

  1. Ein Roboter darf keinem Menschen schaden oder durch Untätigkeit einen Schaden an Menschen zulassen.
  2. Ein Roboter muss jeden von einem Menschen gegebenen Befehl ausführen, aber nur, wenn dabei das erste Gesetz nicht gebrochen wird.
  3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies spricht gegen das erste oder zweite Gesetz.

Dass dies zu Problemen führen kann, zeigt die SF-Serie Stark Trek, wo der gute Data auf seinen bösen Bruder Lore trifft, der es mit den Robotik-Gesetzen nicht so hat. Letztlich haben die Menschen das Problem des unmoralischen Roboters bereits ins dritte Jahrtausend eingeschleppt, denn ob eine Drohne sich an ethische Maßstäbe hält oder zum Mörder wird, hängt zur Zeit ausschließlich von der Moral der Programmierenden ab.

Die Entwicklung der Roboter macht große Fortschritte, der wahre Nutzen wird sich für die Menschheit noch in diesem Jahrhundert beweisen müssen.

Ein paar Videoclips zeigen den aktuellen Stand auf:

Roboter-Animals gibt es schon zahlreiche Varianten: Ameise, Hund, Fliegen, Pinguin, Schmetterling, Vögel.

Der Roboter als künstlicher Haushund ist hat gute Überlebenschancen. (Boston Dynamics)

Aber auch zweibeinige humanoide Roboter gibt es schon. Hier ist Atlas. (Boston Dynamics)

 

Asimo (Ode to Isaac Asimov) von Honda ist sogar sportlich!

 

In Sachen Kommunikation hat wohl Pepper die Nase vorn (Aldebaran-Softbank )

 

Stay tuned

Ernesto O.

Stärker als alle Waffen 304XVIII

 

EU GB ready

Worte: Stärker als alle Waffen

 

Wirtschaft

Zwar ging jeder Rezession ein Abwärtstrend des Ifo-Geschäftsklimas voraus, aber nicht jeder Abwärtstrend endete in einer Rezession.

Krieg ist der Ausdruck von zwei möglichen Dingen: absoluter Übermacht oder hoffnungsloser Hilflosigkeit.

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

Nur weil es hinkt, ist es noch lange kein Vergleich.
Kristine Kroke

Wenn die Beseitigung der Armut von den der Partylaune der superreichen Milliardäre abhängig ist, ist das genauso schlimm wie wenn der Forz im Arsch einiger Politiker, der über den III. Weltkrieg entscheidet.

 

Reime/Gedichte und Literaten/Tweets/SM
Es war einmal eine Kellerassel, die geriet in einen großen Schlamassel

Seine zunächst letzte Botschaft vom Mittwoch auf Twitter lautete: „Bevor ich für eine Weile abtauche noch eine Sache: Ein in Antiquitätenläden weit verbreitetes Schild besagt: „Wenn Du etwas kaputt gemacht hast, gehört es Dir.““ Bei Fans erntete er überwiegend Verständnis: „Deine Alpträume haben mich auf diese Tage vorbereitet. Danke dafür.“
Stephen King

Berichte in Twitter wertfrei und neutral über ein aktuelles Ereignis und du findest immer jemand, der es als das schlimmste, schrecklichste und hässlichste aller Zeiten beschimpft und jemanden, der es als das Beste in den Himmel lobt.

Facebook ist der einzige Ort der Welt, wo man etwas teilen kann ohne dass es weniger wird.
Thorsten Schräter

Hass ist die Rache des Feiglings dafür dass er eingeschüchtert ist.
George Bernard Shaw

 

Ethik
„Soll ich etwa ein Lagerfeuer im Wohnzimmer machen?“
auf die Feststellung, er wohne wie ein deutscher Mustermann.
Anthony Yeboah

Man kann leichter mit ein paar dummen Bemerkungen die Welt zerstören als mit vielen klugen Worten der Menschheit den Weg ins Paradies ebnen.

Jean-Jacques Rousseau hat gesagt: „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.“

Götz Werner: Weil ich ein Mensch bin, habe ich ein ganz grundlegendes Menschenrecht. Mein Menschenrecht ist zu leben. Und erst wenn ich leben kann, kann ich auch arbeiten. Das Grundeinkommen ermöglicht die Arbeit. Das ist der entscheidende Punkt dabei. Mit einem BGE wird nicht die Arbeit bezahlt, sondern es ermöglicht sie erst.

Es gibt keinen Zwang im Glauben 2:256
Koran

„To paraphrase the Buddha — Three things cannot be long hidden: the sun; the moon; and the truth.“

Wenn es ernst wird muss man lügen. Wann haben sie das gemacht? Das habe ich nie gesagt. Junker

Hilf dir selbst dann hilft dir Gott (um Himmels Willen Weihnachten unter Palmen)

 

Kunst/Musik/Film
Wenn das original die Fälschung besucht, dann ist es auch ein Original
Züricher Verlobung

Zu spät kommt man immer noch früh genug.
Aus Nevada-Pass

Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können. (Pablo Picaso) #AstroZitat

Quizduellfrage – Wer sang 1975: „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst“?

 

Rede und Gegenrede:
Wer in der Politik Visionen hat sollte zum Arzt gehen.
Helmut Schmidt

Gegenrede
Wer in der Politik keine Visionen hat kann keine Land und keine Menschen befreien. Hätte wohl M. Gandhi geantwortet.

Wahlkampfweisheit zum Tage:

  • Die Wähler sind nicht so dumm, wie manche Wahlkampfstrategen meinen.
  • Stimmt, noch dümmer!

Im einem Leserbrief steht: Mir ist das alles mittlerweile sehr suspekt.
Gegenrede: Du mir auch!

Es gibt keinen Zwang im Glauben 2:256  Koran

Es ist an der Zeit, dass dies alle fanatischen Missionare, Fundmentalisten und Ultra-Orthodoxe, gleich welcher religiösen oder atheistischen Glaubensrichtung akzeptieren.

 

Wissenschaft
Wer politische Manipulation, Korruption und Steuerhinterziehung als landesübliches Verhalten erlebt, ist eher bereit die Wahrheit zu seinen Gunsten zu verbiegen, als jemand, in dessen Heimatland es korrekter zugeht. Das wenig erfreuliche Ergebnis besagt, dass schlechte Sitten nicht nur das Verhalten, sondern auch die moralische Grundeinstellungen der Leute verderben.
aus Forschung aktuell Spektrum der Wissenschaft 9.16 S 32

Wenn ein System sich nicht untersuchen lässt, ein anderes sich aber genau so verhält, stellt dieses einen Quantensimulator des ersten dar.
aus Forschung aktuell Spektrum der Wissenschaft 9.16 S 30

Wie kann es sein, dass ein System das sich nicht untersuchen lässt, sich genauso verhält wie das System das sich untersuchen lässt?

 

 

 

Ernesto O.