Der Börsenmonat – Watchlist Update Juli 20

An der Börse gilt es die Verluste zu minimieren, dann kommen die Gewinne von ganz alleine.

Über eine muntere Börse können wir uns 2020 nicht beklagen. Ablesen lässt sich das am „Hitze-Indikator“, dem VDAX. Dieser Volatilitätsindex ist der Maßstab dafür wieviel Angst in Börsenkursen steckt. Während der VDAX im Januar bei 12,5 sein Jahrestief hatte, knallte der Index im März auf 87 Punkte ( von max. 100). Inzwischen hat er sich wieder beruhigt, liegt aber auch im Juli zwischen 35 und zuletzt 25 Punkten, was weiterhin ein Zeichen für angespannte Märkte (über 20 Punkte) ist. Der VDAX bietet uns die Möglichkeit Erfahrung zu sammeln, so wie etwa im Sommer 2011.

Anfang Juni 2011 kreuzte der VDAX die 20 Punkte-Marke nach oben und legte im folgenden Monat Juli auf 25 Punkte zu, bevor es im August und September so richtig krachte und der VDAX erst bei 50 Punkten ab Oktober die Kehrtwende einleitete und zum Jahresende die 25 Punkte-Marke nach unten hin wieder unterschritt.

Was war geschehen?
Hatte das alte Musterdepot2002 ( Start 2002: Einsatz 4000 €) im Juli noch mit 7000 € notiert, stürzte es bis zum Jahresende 2011 auf 4100 € (-41% !) ab. Grund genug für mich einen Schlussstrich zu ziehen, denn 100,- € Performance in 10 Jahren, das ist nicht mal das was Kleinanleger u. Kleinanlegerinnen sich wünschen.

Zurück zum Juli 2011: In den USA drohte eine Haushaltssperre und die Anlegerschaft scharrte mit den Füßen. Die Spannung zwischen der Obama-Regierung und der GOP-Mehrheit wuchs bis zum Ende des Monats. Glücklicherweise konnte man sich noch im letzten Moment einigen. Gleichzeitig fuhr VW einen Rekordgewinn ein und der Monat Juli endete positiv für das Musterdepot2002 , obwohl die VW Aktie trotz (oder gerade wegen) des guten Quartalsberichts mit -6% in den August startete. Der Weg nach unten begann im August mit -17%, mit weiteren -20% im September und nach einer kurzen Erholung im Oktober fielen die Kurse weiter, so dass am 31. Dezember das Schicksal besiegelt war. Das war das Aus für das Musterdepot2002. Wie gewonnen so zeronnen. Wie bekannt startete das aktuelle Musterdepot2012 am 1.1.2012 mit 4100 € und hat sich seitdem mehr als vervierfacht. Und die Moral von der Geschicht’ – Trau dem VDAX über 20 nicht!

Was können wir daraus lernen?

  • Den VAX ausser Acht zu lassen, ist gefährlich für das Portfolio.
  • Geht der VDAX über 20 Punkte heißt es Cash aufbauen.
  • Die beiden Monate August und September waren im letzten Jahrzehnt die Monate mit der schlechtesten Performance.

Natürlich können wir nicht in die Zukunft schauen, aber wir können auf Erfahrungen aufbauen und statistische Wahrscheinlichkeiten in Betracht ziehen. Ja, es ist richtig, die Börsen haben seit März eine so nicht erwartete Rally hingelegt und unser Musterdepot2012 ist lediglich mit einer neuen Position ausgestattet worden (Encavis +36%). Dafür sitzt unser Depot auf 35% Cash, der investiert werden kann.

Sollten die Märkte schwächeln, werden die Neueinkäufe billiger.
Sollte die Rally allerdings weitergehen, können wir jederzeit auf den fahrenden Zug springen, denn erfahrungsgemäß sind die Monate Oktober bis Dezember im Backtest der vergangenen Jahrzehnte die stärksten Börsenmonate.

Watchliste – Update

Im Laufe des Monats habe ich die Watchlist auf rekordverdächtige 25 Werte ausgedehnt. Das hat einen einfachen Grund:

Viermal im Jahr melden die börsennotierten Unternehmen ihre Quartalszahlen (Q1-Q4).

  • Januar Q4/Jahresabschlüsse
  • April Q1
  • Juli Q2
  • Oktober Q3

Diese sogenannte Berichtssaison dauert knapp zwei Monate und beginnt zumeist ab dem 10. d.M. Dies bedeutet aktuell, dass 20 von 24 Firmen der Watchlist bis Ende August Zahlen melden und etwas zum Ausblick des kommenden Quartals sagen werden. Danach schlagen die Kurse dieser Aktien häufig einen neuen Weg ein oder bestätigen und beschleunigen sogar den Kurs in die eingeschlagene Richtung.

15 der 24 Aktienkurse auf der Watchlist sind seit Monatsanfang positiv, aber auch die Q2 Berichte für die anderen 9 Aktien sind mit Interesse zu beobachten.

Einer geht noch: 7 C Solarparken

Trinken sie gerne Tee, dann sollten sie Tee-Aktien kaufen. Lieber Bier? Gut, dann probieren sie es mal mit Diageo. Oder doch lieber Cola? Dann sollten sie es machen wie einst Warren Buffet, der die Basis für seinen Erfolg mit Coca-Cola Aktien legte.

Eine Aktie kaufen und schlafen legen, dann ist vielleicht 7C Solarparken angesagt…
In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs von Solarparken verdoppelt. Zwar hat unser Musterdepotwert Sony (144% seit Aufnahme 7/2016) im Vergleich die Nase vorne, allerdings musste auch Sony schon Dürrephasen mit -27% in 2018/19 und -28% während des Corona-Crashs hinnehmen. Hingegen entwickelte sich 7 C Solarparken bis auf den März langsam und stetig nach oben. Und das ist auch in den kommenden 5 Jahren zu erwarten. Sobald eine Solaranlage am Netz ist kann man sich im Sessel zurücklehnen und abwarten. Öl, Gas und Kohle machen nicht nur Dreck, sie verursachen den Konzernen auch eindeutig mehr Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Kraftwerke. Genial ist hier auch die Idee von Solarparken die erste PV-Anlage auf einem stillgelegten See einer Tagebaugrube zu installieren. Der Ausbau des grünen Energiegeschäfts könnte so früher oder später einen der großen Strom-Player wie RWE, E.ON, Eni, MVV, Enel oder EnBW auf den Gedanken bringen sich bei Solarparken einzukaufen.

Ernesto O.

Setze nie auf Penny-Stocks,
diversifiziere dein Depot
in verschiedene Branchen und Länder.
Aktienkurse können fallen
und einen Totalverlust
des eingesetzten Geldes verursachen.

Der Börsenmonat – Juli 20

#DerBoersenmonat #Musterdepot #FreeBlog

Ein alter Börsenkalauer lautet:
„Wie kann ich ein kleines Vermögen an der Börse machen?
„Ganz einfach, indem du ein großes Vermögen investierst!“

Ein Beispiel wie dies „gelingen“ kann, sehen wir hier:
Manu und Max – beide Anfang 30 Jahre – haben sich mühsam 20000 € erspart und wollen nun endlich mal Rendite sehen. Aktien sind ja angeblich das Gebot der Stunde und die beiden glauben, dass Bitcoins die Zukunft gehört.
Es ist die Mittagspause des 24. Juni und eine Aktie dazu ist schnell gefunden: Netcents Technology. Mal schauen!
„Hey, heute morgen war Netcents noch bei 80 Cents, mal sehen was geht. Hui, zum Feierabend steht die Aktie jetzt schon auf 1,20 €. Satte 50% bergauf. Da legen wir uns morgen früh gleich auf die Lauer und kaufen 10000 Anteile zu 1,20 €.“
Der Morgen der Entscheidung: Doch die Rallye läuft schon – „Hm, aber wir kriegen unsere 10000 Anteile! Oh, zu 1,60 gekauft; na siehste schon 1,80 €, so verdient man blitzschnell 2000 €“ – oder doch nicht?
Inzwischen ist es 17.30 und Netcents steht auf 1,32 – nicht schön. Einmal drüber schlafen. „Die Aktie ruht sich nur etwas aus auf dem Weg nach oben.“ Doch die Aktie fällt unter einen Euro und steht sieben Börsentage später auf gerade mal 0, 85 €
So schnell haben Max und Manu ihr ganzes Sparvermögen noch nie in einer Woche für nix und wieder nix halbiert. 8000,- € futsch.

Netcents Chart – Quelle: Comdirect

Netcents ist das was erfahrene Börsenfüchse einen Pennystock nennen, damit kann man nur zocken und am Ende heulen wenn das Geld weg ist. Sollte es die beiden Börsenfrischlinge wirklich geben, kann ich nur sagen: „Herzliches Beileid Max und Manu!“

Quelle: Comdirect

Wer Aktien einer Firma kauft, die eine geringere Marktkapitalisierung als 500 Mio. hat, muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass hier ein großes Restrisiko besteht. Selbst wenn viele Aktien über den Tisch gehen ist das kein Nachweis für Qualität( rote Markierungen – siehe oben). Es müssen übrigens nicht einmal Penny-Stocks sein, die uns das Geld rauben. Jüngstes Beispiel ist das DAX-Unternehmen Wirecard, war da nicht auch mal was mit HypoRealEstate, Citigroup und und und….
Es ist dringend geboten auf die Warnsignale zu hören und diese waren bei Wirecard schon vor einem Jahr nachzulesen.
Deshalb ist es sinnvoll sich über die Aktien zu informieren, die wir uns anlachen wollen.

Vorschau im neuen Tab(öffnet in neuem Tab)

Hier zwei hilfreiche Quellen zum Nachblättern akuteller News: (gewähltes Beispiel Raiffeisen Bank – aus der Watchlist)

Was macht eigentlich das Musterdepot ?

Für das 2012 mit 4100 € neu aufgelegte Musterdepot ging es zunächst bis 2016 nur bergauf, um dann mit der Chinakrise, dem Brexit und der Trumpwahl im November wieder heftig einzubrechen. Zwar brachte der jüngste Crash im Frühjahr 20 zwischenzeitlich ein Minus von jeweils mehr als 10% in den beiden Monaten Februar und März, diese sind aber nach dem raschen Rauswurf von Borussia Dortmund, Yamaha Gold (ausgestoppt), Voltabox, Ceconomy, sowie Teilverkäufen von Grieg Seafood und Sony inzwischen wieder ausgebügelt.

Zwischenstände: halbjährliche Erfassung

Als Antwort auf den Crash wurde im März mutig Encavis eingekauft, was bereits nach 3 Monaten mit +32% zu Buche schlägt. Allerdings hat der Energiepark-Betreiber damit derweil ein Gewicht von über 40% am Depot, was nicht gesund für den Mix ist und möglicherweise in einem Teilverkauf endet. Der Schlager des Monat Juni war mit + 45% Niu Tech (Elektromotorroller und Fahrräder), der dadurch zum 100%-ter geworden ist. An 3D Systems (3D-Druck) wird weiter festgehalten, vielleicht sogar nachgekauft, es ist eben billig.

Musterdepot Übersicht 3.7.20

Watchlist und Ausblick
Ein Blick auf die Watchlist des zurückliegenden Monats kann unter dem Punkt „verpasste Gelegenheiten“ zusammengefasst werden, was am VDAX gelegen haben könnte, der immer wieder Verkaufsgelgenheiten anzeigte (steigender VDAX = tendenziell günstigere Einkaufskurse, fallender VDAX = tendenziell sich verteuernde Einkaufskurse). Ob noch das viel zitierte W noch kommt ist genauso ungewiss wie der lockere Durchmarsch zu neuen DAX-Hochständen ebenso unwahrscheinlich bleibt. Es wird sicher wellig und volatil weitergehen. Die Q2 Zahlen in den kommenden Juli u. August-Wochen werden uns neue Hinweise geben. So stehendie statistisch belegten schwachen Börsenmonate August und September vor uns.
Das „Gute am Corona-Crash“ war, dass nun 35% des Depot als Cash zur Verfügung stehen. Für die rund 7000 € können wir in der zweiten Jahreshälfte noch drei bis vier Werte ins Depot aufnehmen. Die Watchlist für den Juli ist weiterhin mit 20 Werten besetzt.
Neu in der Watchlist seit dem 1. Juli sind: Pfizer, HelloFresh und Software AG. Die erste Juliwoche zeigte bis auf TEVA nur positive Performance und sieben der 20 Aktien sind denkbare oder mögliche Einkäufe. Doch Vorsicht! Die vor uns liegenden Quartalszahlen könnten für kräftige Enttäuschungen sorgen. Übereilte Schnellkäufe sind also nicht angesagt.

Watchlist am 6.7.20

Ernesto O.

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Der Börsenmonat – Juni 20

#DerBoersenmonat #Musterdepot

Mein Musterdepot

Im Zuge der Dotcom-Krise 2000-2002 nahm ich mit meinen Schülerinnen und Schülern am Börsenspiel „Planspiel Börse“ der Sparkasse teil. Dabei erhält ein Team (mind. 2 SuS bilden ein Team) ein virtuelles Startkapital, das in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu verwalten und zu mehren ist. Als Lehrer für Politik & Wirtschaft und Chemie erstellte ich so mein erstes Musterdepot und kann inzwischen auf rund 20 Jahre Erfahrung zurückblicken. Dabei habe ich viele hilfreiche Tipps für KleinanlegerInnen sammeln können. Es wird Zeit dieses Wissen weiterzugeben.

Jede und Jeder, die sich mit dem Gedanken eines Aktiensparplans als Altersvorsorge beschäftigen und das eigene Aktiendepot selbst managen möchten, ist gut beraten es in Form eines Musterdepot zu simulieren. Falls die Simulation dann einmal Realität werden soll, erhält man schon vor dem ersten echten Euro bereits in wenigen Monaten die Erkenntnis, dass Aktien heftige Wertverluste bringen können und deshalb regelmäßig – monatlich – zu überlegen ist, ob sich noch die richtigen Aktien im Depot befinden.

Ob Muster- oder Real-Depot, es stellt sich die Frage: An welche(s) Unternehmen gebe ich mein Geld? Sollten wir bei der Auswahl auf die populärsten Unternehmen setzen, deren Aktien im DAX, dem bekanntesten Börsen-Index Deutschlands gelistet sind? Schaut man sich den DAX an, fallen die sogenannten Autoaktien auf, zu deren Top-Werten neben VW natürlich auch Daimler gehört, das seit 1998 im DAX gelistet ist.

Wie wäre ein Musterdepot, das nur die Daimler-Aktie enthält im zurückliegenden Jahr gelaufen? Ein Blick auf den folgenden Chart liefert uns dazu die notwendigen Erkenntnisse:

Performance-Vergleich Daimler vs Musterdepot

Der Performance-Abgleich meines Musterdepots (Stand Ende Mai 2020) mit Daimler bringt erstaunliches zu Tage. Wer nur auf Daimler setzte war im zurückliegenden Jahr nicht erfolgreich, der Wertverlust für die Daimleraktie lag zeitweise bei -50%. Daimler war also keine gute Wahl, stattdessen bringt Diversifikationdas Halten von Aktien aus verschiedenen Branchen und Regionen – auch in Krisenzeiten erträgliches zustande.

Auswertung des Charts.

Aufgetragen ist die Performance meiner 6 Musterdepot-Aktien und der Aktie von Daimler (schwarz) seit 2019.
Daimler hat seit Mai 2019 zeitweise über 50% an Wert verloren.

Zum Vergleich die Kursentwicklung meiner Musterdepot-Werte:

  1. Grieg Seafood (Norwegen), trotz guter Perspektiven mit einem Verlust von 25%. Krisenzeiten wie diese haben offensichtlich auch Einfluss auf Preise und Verbrauch von Bio-Lachs. Deshalb wurde Ende Februar bei den ersten Crash-Anzeichen die Position halbiert.
  2. Anta Sports (China) – Konkurrenz zu Adidas, Puma, Nike und co. – hat einen Fußtritt mitbekommen, ist aber mit + 40% seit März wieder auf dem Weg zum Erfolg.
  3. Sony (Japan), schon als Dauerlutscher seit Juli 2016 im Depot. Zum Einstiegskurs von 27,02 € dabei, ist Sony aktuell auf 58,82 € gestiegen. Geduld kann sich auszahlen. Allerdings wird der Weg bis zur nächsten Playstation holprig, deshalb wurde die Position im Mai halbiert.
  4. Encavis (Deutschland) – und die Sonne lacht! Schon seit 2004 habe ich ein Photovoltaik-Hausdach, wenig effizient im Vergleich zu den neuen Solaranlagen von heute. Die vergangenen 6 Jahre Stromverbrauch konnte ich in Eigenproduktion erzeugen, das macht ökologisch wie ökonomisch Sinn. Sinn macht auch der Solarparkbetreiber Encavis rund 100% + im zurückliegenden Jahr.
  5. Niu Tech (China): Freude machen auch die „chinesischen Vespas 2.0“, E-Motorroller, E-Bikes u. E-Motorräder, die seit dem Crash-Tiefpunkt der Daimleraktie mit starken 50% Anschub eine tolle Performance zeigen.
  6. 3D-Systems (USA): Die 3D-Druck-Technikaktie ist ein „Sorgenkind“ und liegt seit dem Kauf im Dezember 2019 mit 10% im Minus. Aber nach wie vor haben 3D-Drucker eine Zukunft. Unter 6,50-7 € ist die Aktie eine Nachkauf-Überlegung wert.

Wer ein Muster- oder Real-Depot anlegen will, sollte nicht nur auf eine Branche setzen. Der Mix machts, dann stimmt auch die Chemie im Depot.

Die Watchlist

Mein Musterdepot enthält in normalen Zeiten 5 – 10 Werte, maximal 12. Im Unterschied zu den Fondsmanagern, können KleinanlegerInnen nicht viel Zeit in das Börsegeschehen investieren. Dennoch sollten sie sich die Zeit nehmen und einmal im Monat die Watchlist und das Depot ausmisten.

Die erste Woche des neuen Monats entscheidet darüber welche Aktien aus der Watchlist fliegen. Drägerwerk wird durch Twitter (politisch interessant) ersetzt. Shop-Apotheke hat wahrscheinlich das Ende der Fahnenstange erreicht und sollte auch ausgedient haben.

Historie

  • Mein Musterdepot besteht seit 2002 und startete im ersten Jahr sogleich mit einem Verlust von -43%. (Dot.com-Crash)
  • Die Finanzkrise 2008 bis zum Jahresende mit -53% zu.
  • Die kleine Sommer-Herbstkrise 2011 schlug sich nochmals am Jahresende mit -34% nieder.
  • Die China-Krise im Frühjahr 2016 bis zum Brexit drückte mein Musterdepot nochmals um -38% nach unten.
  • Dagegen hat die Corona-Virus-Krise 2020 nur mit -9% zugeschlagen während der DAX trotz starker Erholung immer noch mit -13% im Keller ist.

    Eigentlich geht es immer nur darum den DAX zu schlagen. Sollte die Jahresperformance des Musterdepots nach dem ersten Quartal schlechter als die DAX-Performance sein, muss man sich fragen ob man wirklich die richtigen Aktien hat.

Obwohl ich bis 2016 viel in meinen Musterdepot herum experimentiert habe, liegt das Depot mit 458% seit 2002 (2006: 720%, 2011: 3%) im Plus (ca. +20% p.A.).

Ausblick

Ich halte derzeit vom Gesamtwert des Depots knapp 40% in Cash. Der Grund ist einfach. Ich gehe nach wie vor nicht davon aus, dass der DAX V-förmig zu den alten Höchständen von 2020 über 13500 Punkte aufschließt. Ich erwarte die W-Formation und gehe von einem zweiten Dip aus, sobald der DAX die 200-Tageslinie bei 12200 Punkten erreicht hat.

Viele Unternehmen werden noch eine Weile mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen haben. In der Finanzkrise von 2008 dauerte es ganze 5 Jahre bis der DAX 2013 auf neue Höchststände kletterte. Deshalb heißt es für mich noch genügend Pulver trocken halten, es werden sich zahlreiche Gelegenheiten bieten um wieder in gute Unternehmen zu investieren.
Sollte dem DAX allerdings einen Durchmarsch der 200-Tageslinie gelingen, dann schauen wir mal…

Ernesto O.

Setze nie auf Penny-Stocks,
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Aktienkurse können fallen
und einen Totalverlust
des eingesetzten Geldes verursachen.