QSPF: Sternkreise


Pfeil rot
Pfeil rot Translation

 

Als Vincent van Gogh vor über 100 Jahren ansetzte seine Sternenkreise zu malen, hatte noch niemand eine Galaxie gesehen. Heute wissen wir, dass die Andromeda-Galaxis, auch noch gerne als Andromedanebel bezeichnet, größer als unsere eigene Milchstrasse, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1 Mio. Stundenkilometer auf unsere Sonnensystem zu rast. Da sie jedoch etwa 2,5 Mio. Lichtjahre von der Erde entfernt ist haben wir noch ca. 4 Milliarden Jahre Zeit die Ankunft zu erwarten.

Noch keine 50 Jahre ist es her, dass wir einen ersten Blick unseres blauen Planeten aus dem Weltall erhaschen konnten. Vor 30 Jahren konnten wir sehen wie klein die Erde im Vergleich zum Saturn ist und gute Bilder von Kleinplaneten Pluto gibt es erst seitdem die Sonde New Horizons 2015 Pluto besuchte.

Vor 17 Jahren startete das Weltraumteleskop Hubble und brachte uns Jahr übers Jahr neue Fotos von Sternen, Galaxien und anderen Weltraumobjekten bis hin zum Ende der Ausdehnung von Raum und messbarer Zeit. Die Deep Field Galaxienansammlung befindet sich in über 13 Mrd. Lichtjahren Entfernung. Dank der Computertechnik und Astrokartografie ist es heute möglich einen  Simulationsflug durch galaktische Nebel zu simulieren. Dabei geschieht das so realistisch, als ob wir gerade mit Raumschiff Enterprise in Warp-Geschwindigkeit unterwegs wären.

Westerlund 2 befindet sich rund 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina

 

Während wir uns dem Sternhaufen rasch nähern, zischen beiderseits Sterne vorbei.  Wir kreuzen riesige Gebilde aus interstellarem Staub. Schließlich erreichen wir ein etliche Lichtjahre großes Sternenfeld.

Wir haben uns in gerade einmal 100 Jahren dem Weltall in einer Weise  genähert, die wir nur als Quantensprung bezeichnen können. Wann kommt der Quantensprung zum Frieden auf der Erde, davon sind wir noch Lichtjahre entfernt…

Ernesto O.

Advertisements

Nachschlag – Die Logik der Wasserfässer

pfeil-rot    Translate


Nachschlag – Die Logik der Wasserfässer


Wie im vorangegangen Artikel QSP am Freitag – die Logik der Wasserfässer gezeigt ist der Nutzen der atomaren Aufrüstung völlig ineffizient. Denn im Falle des Falles können die atomaren Großmächte mit einem Overkill ohnegleichen unsere Erde vernichten.

Warum dann das ganze politische Theater?
Atomwaffen haben eine ähnliche Funktion wie Gold – sie sind eine Art Rückversicherung für den militärischen Supergau. Doch im Unterschied zu Gold, von dem man in der wirtschaftlichen Krisensituation gar nicht genug haben kann, entwickeln sich die Kernwaffen zum Höllenhund, der den globalen Selbstmord bringt. Bei Atomwaffen handelt sich also nicht um eine Versicherungspolice gegen Krieg, sondern nur  um ein Mittel der Drohung bzw. Erpressung um die Anderen daran zu hindern sich wie der Teufel zu benehmen. Sobald einer ausschert kippt das ganze Erpressungssystem mit allerschlimmsten Folgen vor allem dann, wenn  Beistandsregeln und Fehlinformationen den globalen Tod provozieren.


Drohung, Erpressung und Zerfall?
Mit diesem Wissen ergibt sich die Möglichkeit, das beschriebene System  von Drohungen und Erpressung auch mit positiven Folgen auszuhebeln. In den vergangenen 75 Jahren ist dies bereits einmal gelungen als Gorbatschow auf die Angst pfiff und so mutig war Mauern abzubauen. Leider hat die (damals wie heute republikanische) USA nur den kurzfristigen Gewinn eingestrichen und den Zerfall Russlands sogar noch unterstützt. Wir möchten mal sehen was von den USA übrig bliebe, wenn sich Kalifornien abspalten würde. Um einen blühenden Globus zu erhalten müsste der Zerfall der großen Regionen wie z.B. USA, Europa oder die russische Union aufgehalten werden. Der Zerfall von globalen Regionen hat in den vergangenen Jahrzehnten jedoch Fahrt aufgenommen, wie wir an der Ukraine, Syrien und dem IS, an Flüchtlingsbewegungen in Afrika und dem sich verschärfenden Unfrieden zwischen der USA und Lateinamerika sehen. Übrigens; alles neue Probleme, die mit dem Abfeuern von Atombomben nicht zu lösen sind.


Was tun – Trick 17?

Die 3 Großen – USA, Russland und China – könnten einen Trick anwenden und dabei sich selbst und auch den anderen helfen.  Da Overkill-Waffen wie Gold nichts wert sind, wenn man sie nicht benutzt – Gott bewahre uns davor! – gibt es ja die Möglichkeit, das in den Staatshaushalten eingesetzte Geld für 2017 einfach fremd zu nutzen, d.h. man teilt weltweit mit, dass man  atomar aufrüstet, aber hinter verschlossenen Türen es nicht tut und das so gewonnene Geld in Konjunktur und Ökologie steckt. Das man damit der ganzen Welt und nicht nur dem eigenen Land hilft, muss ich ja wohl nicht auch noch erklären.

China hätte es dabei am einfachsten. Schattenhaushalte für das Militär einfach umdrehen und daraus Schattenhaushalte für den inneren wie äußeren Frieden zu gestalten dürfte nicht schwer fallen. Auch in Russland kennt man doch Potemkinsche Dörfer und der KGB hätte mal was Ordentliches zu tun, auch für den CIA eine reizvolle Aufgabe.  Würde China tatsächlich so agieren und dann 2018 verkünden: „Ätsch, wir haben mehr als die  Hälfte der Gelder für die geplante atomare Aufrüstung in die Gesundheit und Lebensfreude unserer Bürger gesteckt“ würden die russische und amerikanische Regierung ganz schön dämlich dastehen.“ Es kommt ja nur darauf an wie man etwas verkauft. Der New Deal von Franklin D. Roosevelt brachte  auf diese Weise mehr als nur Wahlsiege.

Menschen – verdammt nochmal: 
Wollen wir unser Traum-Haus wirklich von Soldaten, kalten Kriegern und Extremisten bauen lassen oder doch lieber von Architekten, Gartenbauexperten und gelernten Bau-, Haus- und Küchenfachkräften? 
 

Ernesto O.

QSP am Freitag: Die Logik der Wasserfässer

pfeil-rot    Translate

Quantensprünge am Freitag – Die Logik der Wasserfässer

 

Der Jungbrunnen, Quell der ewigen Jugend, ist eine schöne Fantasie, die auf Alexander den Großen zurückgeht, später im Koran aufgegriffen wurde und im Mittelalter in Europa weite Verbreitung gefunden hat. Lucas Cranach hat in einem Gemälde diese Fantasie der Menschen festgehalten (siehe oben), allerdings habe ich mir gestattet das Wasser blau zu färben. Mit gutem Grund. Der Brunnen hat nämlich einen „technischen Fehler“

  • Entweder die Menschen trinken das Wasser andauernd leer, was nicht zu sehen ist, oder der Brunnen hätte schon längst überlaufen müssen.
  • Einen Wasserhahn, der den Springbrunnen abstellt, ist nicht zu sehen, genauso wenig ein Abfluss, der das überschüssige Wasser ableitet.

Möglicherweise gibt es einen alchemistischen Zauber, mit dem das Problem zu lösen ist, das ist aber nicht unser Problem. Wir müssen uns heute mit simplen Wasserfässern herumschlagen und mit der Tatsache klar kommen, dass irgendein Tropfen x, das Fass y zum Überlaufen bringt. Was für Wasserfässer gilt, scheint jedoch nicht für die amerikanische Atomwaffenpolitik zu gelten. So twittert der US-Präsident:

„Die Vereinigten Staaten müssen ihre nukleare Fähigkeit weiter stärken und ausbauen,
bis die Welt in Bezug auf Atomwaffen zu Sinnen kommt.“ (Donald Trump)

Es scheint als hätte man in den USA 2017 eine neue Unendlichkeitsmathematik entdeckt, die angeblich auch funktionieren soll.  Sie arbeitet nach folgenden Motto ∞ +  ∞  = 2∞    obwohl jeder weiß, dass     ∞ +  ∞  = ∞   ist. Natürlich sind zwei Mengen mit der gleichen Größe   mächtiger als jeweils eine der beiden Mengen, denn sie hat mehr Elemente als eine alleine. Da die Größe der  Menge immer überabzählbar viele Elemente enthält, hat sie also die entscheidende Eigenschaft, die Unendlichkeit zur Unendlichkeit macht: Eine überabzählbare Menge an Elementen. Dabei spielt die Anzahl der Elemente, die jenseits der Überabzählbarkeit (im Unendlichen) liegen keine Rolle, weil sie immer absolut unbestimmt, eben überabzählbar bleibt, auch wenn wir wissen, dass durch Addition, Multiplikation oder Potenzierung diese Anzahl sich relativ geändert haben müsste. Es bleibt unerheblich, weil nicht mehr abzählbar.

Genauso unwirksam ist Trumps neue Atomwaffenpolitik;
auch wenn sie abzählbar deutlich mehr Milliarden kostet.

Was für die Unendlichkeit im positiven Sinne gilt, gilt umgekehrt auch für Wasserfässer im negativen Sinne. Ist das Fass voll, ist es völlig unerheblich ob ein oder tausend Tropfen es zum überlaufen bringen. Es ist übergelaufen.

Konkret: Russland besitzt Atomwaffen mit einer Sprengkraft von 7000 Megatonnen, die USA 6800 Mt, was für jeden alleine schon reicht um die Erde ca. 5 mal platt zu machen. Kleine Überschlagsrechnung: 1400 Megatonnen reichen um unseren Planeten komplett zu zerstören. Dann können die Amerikaner rein technisch die Erde 4,9 mal, die Russen 5 mal zerstören. Dies ist aber Unfug, denn je 700 Megatonnen von beiden Seiten oder wenig mehr reichen ja um unsere Heimaterde so unendlich heftig zu vernichten, dass alles Leben tot sein wird.

Natürlich könnte man dann nochmal alle Menschen töten, aber wie sollen das gelingen, wenn niemand da ist der die Toten nochmal ermordet (Computer LOL). Das Schlimme bei einer solch dämlichen Atomwaffenpolitik ist, dass die Welt keineswegs sicherer wird, denn Sicherheit kann eben nur max. 100%ig sein.

Wer jetzt sagt – es kann ja nicht schaden, wenn wir mit 10% mehr Atombomben drohen -, der irrt. Würden immer mehr Atombomben immer mehr Sicherheit bringen, dann dürfte es ja schon seit 40 Jahren keine Kriege mehr geben vor lauter Angst vor den Atombomben. Nur warum gibt es dann seit dem Vietnamkrieg immer wieder Kriege und hört einfach nicht auf.

Intelligent wäre es die für 2017 geplanten Gelder für atomare Aufrüstung wenigstens zur Hälfte in ein weltweites Programm für die  Stärkung der Konjunktur zu geben, gerade auch in Lateinamerika, Afrika und Asien. 2018 könnte man dann schon 75% der Rüstungsgelder hierfür verwenden, denn die positiven Folgen  – wie weniger Armut etc. – wären rasch sichtbar. Menschen, die eine Perspektive erhalten, haben kein Interesse an Kriegsführung, sie arbeiten mit Freude an einer friedlichen Zukunft für sich selbst und für alle.

Ernesto O.

QSP am Freitag: Logik der Stärke

coversoundbookfrontupsidedown

pfeil-rot     Translate

Quantensprünge am Freitag – Logik der Stärke

und da war es schon wieder Freitag, aber nix ist passiert oder doch?
Wenn schon nichts passiert, dann können wir uns wenigstens mit etwas Logik beschäftigen.

Es war einmal ein schlaues Buch, das wollte am Beispiel „Fliegen“ erklären was Logik ist.
Ganz einfach:

Amsel, Drossel, Fink und Star sind Vögel, haben Flügel und können deshalb fliegen.
Eisbären, Maulwürfe, Tintenfische und Menschen haben keine Flügel und können deshalb nicht fliegen.

Doch warum nur bin ich schon auf die Maledivien, nach Londen, Berlin, Istanbul und Sizilien geflogen,  obwohl ich ein Mensch bin und deshalb per se nicht fliegen kann?

Fakt ist, ich habe es getan. Es ist also kein Problem der Fakten, es ist ein Problem der Logik.

Nun kann man einwenden, ich sei ja nicht selbst geflogen, sondern hätte mich eines „geflügelten Wesens“ bemächtigt um mitzufliegen. Mal abgesehen davon, dass ein Flugzeug kein Lebewesen ist, kann ich in der Gegenrede darauf verweisen, dass auch Raketen, Gewehrkugeln, Sternschnuppen und Meteoriten fliegen. Logik kann aber nur innerhalb eines abgeschlossenen Systems zu validen Ergebnissen kommen.

Hier zeigt der Gödelsche Unvollständigkeitssatz die Grenzen von formalen Systemen auf. Er belegt, dass es in hinreichend starken Systemen, Aussagen geben muss, die man weder formal beweisen noch widerlegen kann. Der Satz beweist damit die Unmöglichkeit die Widerspruchsfreiheit der Mathematik zu beweisen oder kurz gesagt: Axiome sind unbeweisbar.

In der politischen Alltagspraxis lässt sich allerdings viel einfacher zeigen, dass politische Axiome, wie das Axiom der neuen Washingtoner Außen- und Sicherheitspolitik: „Frieden erreicht man durch Stärke“ nicht nur unbeweisbar, sondern auch historisch, wie global, falsch ist.

Pence  verkaufte auf der NATO-Tagung jüngst diesen Irrtum. „Präsident Trump ist überzeugt, dass wir militärische Stärke zeigen müssen, dass wir all jenen entgegentreten müssen, die unsere Freiheit und unseren Lebensstil bedrohen“(Zitat M. Pence). Freiheit zu verteidigen ist ehrenwert, aber das mit der militärischen Stärke funktionierte schon im II.Weltkrieg nur bedingt. Die Atombombe – das neue ultimative Zeichen der militärischen Stärke – hatten bald darauf die UDSSR, England, Frankreich und später auch China. Noch schlimmer; der Koreakrieg endete trotz Atombombe für die USA mit der Teilung des Landes und Kriegsdrohungen Nordkoreas gegen Amerika, inzwischen auch schon mit Atombomben. Kriege in Vietnam, Afghanistan und der Irak endeten mit gefühlten wie realen militärischen Niederlagen für die USA.

Besonders schlimm: Der Reagan-Mythos lebt heute noch, obwohl er wie die„ Dolchstoß-Legende“ nach dem I. Weltkrieg widerlegt ist. Bei Wikipedia liest sich das so: „Zum anderen gilt ihnen Reagans Außenpolitik als Erfolg, da oft behauptet wird, seine harte Haltung gegenüber dem Ostblock habe zu dessen Zusammenbruch und zum Fall der Berliner Mauer geführt. Viele Historiker halten dies jedoch für einen Mythos und argumentieren, die Sowjetunion wäre auch ohne Reagans Zutun zerfallen.“

Was Gorbatschow für den Weltfrieden getan hat – eben indem er nicht weiter aufgerüstet hat – wird heute übersehen: „Im Westen wird Gorbatschow hoch geschätzt, weil er den Kalten Krieg beendete und maßgeblich am Gelingen der deutschen Einheit beteiligt war. Zudem kanalisierte er die beim Zerfall des Sowjetreiches frei werdenden Kräfte nach innen, in eine Implosion, anstatt sie in aggressiver Form nach außen dringen zu lassen, etwa in einem Krieg.“ (Quelle: Wikipedia und ebenda  Gorbatschows Rückblick)

Es gibt keine Logik die beweist, dass die These „Frieden erreicht man durch Stärke“ funktioniert.

Stärke > mehr Stärke  > noch mehr Stärke > noch viel mehr Stärke > die allermeiste Stärke > die aller allermeiste Stärke  usw. führt zu nichts !
Sollte dies wirklich zu einem Frieden führen, der nicht ein „Friedhofsfrieden“ ist ,dann handelt es sich um einen glücklichen Zufall.

Fakt ist hingegen, dass der Stich einer zumeist völlig harmlosen Wespe zu einem tödlichen Schock führen kann, Kribel-Mücken den stärksten Hornochsen umhauen können und ein paar lumpige Pest-Flöhe ganz Europa fast vollständig entvölkert hatten.

Es kommt nicht darauf an besonders viel Geld für Super-Waffen auszugeben, es kommt darauf die richtigen Dinge zu tun.

Frieden entsteht dann, wenn alle Betroffenen eine faire Perspektive erhalten und bereit sind dafür einzutreten. Manchmal genügen dafür wenige Zauber-Worte, die zu Taten werden, wie z.B.:  New Deal, Marshall-Plan, Glasnost und Perestroika, Fair Trade, All you need is love etc.

Ernesto O.

 

Ernesto O.

Davos zum Zweiten: GODS.EYE.REPORT

gods-eyereport-ee

Pfeil rot Translation

Es ist schon eine ganze Weile her, da sangen Iron Butterfly „Are you happy?“ Die Frage bleibt: „Bist du glücklich?“ Sie lässt sich ausdehnen: „Ist die Menschheit glücklich?“

Manche werden jetzt sagen: Es reicht mir völlig, wenn ich glücklich bin, die anderen scheren mich einen Dreck. Aber alles interagiert mit allem und deshalb können Menschen nur temporär glücklich sein, denn während ich mich glücklich fühle arbeitet bereits irgendwer oder irgendetwas daran diese Stimmung zu ändern. Dabei sollte der Zustand der Welt  annähernd objektiv bestimmbar sein oder zumindest die Stimmung der Menschen, die auf unserer Erde leben. Die Wahrnehmung des Zustandes ist subjektiv und abhängig von der rosaroten oder rabenschwarz gefärbten Brille durch die wir gerade blicken. Dennoch ist die Stimmung der Vielen ein Kriterium, an dem sich der Zustand der Welt abgleichen lässt und dabei hilft einerseits „Blinden“ einen  Durchblick zu verschaffen und andererseits „Hoffnungslosen“ die Hoffnung geben kann,  die dazu führt „heute noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen, wenn auch morgen schon die Welt untergeht“.

Die Versuche sind zahlreich, Stimmungen mit Barometern, Indizes und Indikatoren etc. einzufangen und in Davos tagen gerade die Leute, die 50.000,- € (mehr als den Jahresverdienst von mir und meiner Frau zusammen) hinblättern können um für ein paar Tage sich rapportieren zu lassen, wie es um die Welt steht und was deshalb getan werden könnte bzw. müsste um diesen Zustand zu verbessern bzw. zu erhalten (fragt sich allerdings für wen).

Dabei taugen die meisten Indikatoren nur wenig. Das Ifo-Stimmungbarometer gilt ja nur für Deutschland, der Dow Jones Index gibt nur Auskunft über die größten US Unternehmen,  die Forbes-Liste sagt uns lediglich wer wie reich ist, die Weltuntergangsuhr konzentriert sich im wesentlichen nur auf die Drohungen von Atomwaffen. Dabei gab es gute Ansätze schon im alten Jahrtausend. Zwar mögen eine ganze Reihe von Vorhersagen falsch gewesen sein, aber gerade deshalb bedarf es einfacher Indikatoren die den Zustand aller Bereiche messen, denn wir können uns in unserer komplexen Welt nicht mehr leisten nur an Symptomen herumzudoktern.

Indikatoren sind einfache aufschlussreiche Anzeiger, aber auch hier zeigen sich Unterschiede. So gibt es in der Chemie Indikatoren, die uns nur sagen ob das Medium sauer oder alkalisch ist, während Universal-Indikator (0 – 14), genauen Einblick – inklusive Neutralitätspunkt – gibt und dadurch beispielsweise ermöglicht das Wasser für die Fische und Pflanzen erträglich zu machen.

Die Idee des GODS.EYE.REPORT  ist exakt dieser universale Gedanke.
Der Indikator sollte deshalb globale Inhalte, sowie alle Regionen in den Fokus nehmen:

  • Nord- u. Lateinamerika
  • Südamerika
  • Afrika
  • Europa
  • Vorderasien
  • Zentralasien u. Russische Union
  • Ostasien
  • Australien, Ozeanien und Antarktis
  • Erde
  • Weltall

und folgende Zustände anzeigen:

  • Wirtschaft
  • Gesellschaft und Politik
  • Krieg und Frieden
  • Natur und Technik
  • Kunst und Wissenschaft

Die monatliche Kennziffer(n) ergeben ein empfindliches Barometer, das  dann Auskunft über die Zustände und die Stimmung auf der Erde geben. Natürlich muss der Indikator geeicht werden. Dazu bieten sich an die Quantifizierung/Untersuchung des Weltzustandes in den Jahren 1939-1945, 1969, 1974, 2000, 2003, 2006, 2009 und  2012 an.

Blogger und Webphilosophen wie ich, können diese Arbeit nicht alleine leisten, das ist klar und eigentlich sollten die Vereinten Nationen, alle Regierungen, Thinktanks jeder Culeur und  die großen NGOs daran interessiert sein. Schließlich erhalten wir so ein Instrument, das wesentlich mehr abbildet als der MSCI (Welt-Wirtschaftsindex) und deshalb eine deutlich bessere Anleitung zum Handeln für die Zukunft bietet.
GODS.EYE – Indikator: Ich bleibe dran.

Ernesto O.

 

 

 

 

Dezemberfeuerwerk – 24 days of music: 20

 20
Musical masterpieces:
Unheard, surprising, unexpected, forgotten or longingly desired.

Musikalische Meisterwerke: Unerhört, unerwartet, überraschend, vergessen und gewünscht.
A realist who does not give chance to optimism is a pessimist. Peace will come.

 

Next song tomorrow – stay tuned.

Ernesto O.

Mali – Was? Wo? Warum?

Mali

Es ist kaum eine Woche her, da kannten die meisten Bundesbürger weder das Land noch den Namen des afrikanischen Staates. Dabei liegt Mali kaum weiter weg als die von Touristen so geliebten kanarischen Inseln.   Timbuktu dürfte bei uns die bekannteste Stadt Malis sein. Das wirtschaftlich arme, dünn besiedelte (12 Einw. pro qkm), überwiegend muslimische (90%) Land war bis Anfang 2012 ein gutes Beispiel eines demokratischen Staates in Afrika, aber das Eindringen von Tuareg-Rebellen infolge des Sturzes des libyschen Diktators Gaddafi  und der Militärputsch im März 2012 stürzten das Land in einen Bürgerkrieg. Zwar haben bis zum Eingreifen Frankreichs die Rebellen (MNLANationale Bewegung für die Befreiung des Azawad) den nördlichen Teil Malis besetzt,  jedoch die Einführung der Scharia durch Ansar Dine (islamistische Gruppierung) führte bereits im vergangenen Sommer zur Spaltung mit dem säkularen Teil der Tuareg, die die Scharia nicht wollen. Ansar Dine, der nachgesagt wird, dass es Verbindungen zu Al-Kaida unterhält, unterdrückt die Bevölkerung des nördlichen Teils von Mali. So werden in Timbuktu nach dem „Scharia-Recht“ Menschen mit mittelalterlichen Strafmassnahmen gequält. TV-Berichte belegen, dass in Timbuktu Zigaretten-Schmugglern die Hand abgehackt und Frauen, die eine Haarsträhne unter dem Schleier hervorschauen liesen mit 100 Peitschhieben mißhandelt wurden. Dementsprechend steigt die Zahl der Flüchtlinge, die in den Süden in die Hauptstadt Bamako flüchten.

Das Interesse Frankreichs an Mali erklärt sich nicht nur dadurch, dass Mali bis 1960 französische Kolonie war und die Amtssprache französisch ist. Bis heute pflegt Frankreich gute Beziehungen zu den im Norden gelegenen Nachbarn Malis, wie Algerien, Tunesien und Libyen.  Frankreich vorzuhalten, dass es wegen der Bodenschätze interventiert, greift daneben. Frankreich ist das Land Europas, in dem eine große Anzahl junger Muslime mit französischer Staatsbürgerschaft leben und die zugleich für die Trennung von Kirche und Staat sind. Frankreich hat hier zugleich eine besondere Verpflichtung seinen jungen Bürgern gegenüber, deren Wurzeln zum guten Teil in Nordafrika liegen. Dies hat Tradition seit über 200 Jahren als Napoleon in Nordafrika Krieg gegen die Engländer führte. 

Sicher sind Kriege nicht gerecht, aber sie werden nicht nur aus machtpolitischen, wirtschaftlichen und religiösen Gründen geführt. Manchmal ist es wichtig die Menschenrechte zu verteidigen und freiheitliche, demokratische Lebensperspektiven zu erhalten bzw. wieder zu eröffnen, gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Herkunft die Menschen sind.     

Ernesto O.

wird fortgesetzt mit dem Artikel:
Warum der Krieg keine Option ist, wenn der Frieden seinen Zweck nicht erfüllt.