Worte: Stärker als… 5932AE0A

alle Waffen.

Pfeil rotPfeil rot Translation

Die Zerstörungskräfte der digitalen Worte sind erheblich.

 

 

Es ist ja schön wenn jede(r) eine eigene Meinung hat,
dumm nur, fast alle glauben sie wäre richtig.

 

Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen ist, weil sie steigt.
Warren Buffet

Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist,
sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist.
Charles de Montesquieu, 1689-1755

 

Die Gewalt von Worten
kann manchmal schlimmer sein
als die von Ohrfeigen und Pistolen.
Heinrich Böll 1974

 

Ich liebe Gott, weil er mich inspiriert
und gleichzeitig meinen Wahnsinn stoppt.
Xavier Naidoo

 

Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
Albert Einstein

 

Arme werden ärmer und
Reiche werden reicher.
Aus Street Worker 1-2/2017



Gerichte sprechen nicht Recht,
sie fällen nur Urteile.
(ein ungenannter Finanzamtbeamter)

In der Realität ist die Wirklichkeit oft eine Illusion.
Heinz Becker

 

Eine Vernunft, die der Unvernunft vorschreibt was sie zu tun hat ist unvernüftig.
Eine Unvernunft, die tut was sie will sowieso.
Was wir brauchen ist eine Vernunft,
die der Unvernunft den Raum gibt,
aus dem Vernünftiges erwachsen kann.

 

Wäre Gott ein Diktator, wäre er der Teufel.

 

Wir sagen Ihnen jetzt, dass sie demokratisch sein sollen.
Solange sie demokratisch sind, gibt es keine Probleme.
R.T. Erdogan

Wir sagen ihm jetzt, dass er undemokratisch ist.
Solange er undemokratisch ist, hat er jede Menge Probleme.
Frau aus dem Volke

 

«Wenn Abstimmungen das System ändern könnten, wären sie verboten»
Can Dündar

Letzte Woche wurde mit einem Handy aufgezeichnet, wie eine Frau mit Kopftuch bei einem Streit in einem Bus brüllte: „Erdoğan ist weltberühmt. Schon bald werdet ihr alle krepieren!“ Das sind keine im Affekt dahergesagten Worte. Viele im Ja-Lager versteigen sich derzeit zu blutigen Drohungen. Als die Nein-Sager begannen, mit ihren Aktionen auf die Straße zu gehen, teilten zwei Gymnasiasten auf Facebook ein Foto von sich mit Pistolen in den Händen. Darunter stand: „Wir warten auf der Straße auf alle, die Nein sagen.“ Sie wurden festgenommen, aber nach kurzer Zeit freigelassen. Kurz darauf kam eine Videonachricht vom Leiter einer Provinzorganisation der Regierungspartei. Darin fragt er: „Was machen wir mit den Nein-Sagern?“, und lässt einen Kugelhagel aus seiner Pistole folgen.        Die Zeit

 

„Eine Predigt muss die Menschen von der Dunkelheit ins Licht führen und nicht andersrum.“
Imam Husamuddin Meyer

 

„Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […]
Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden,
[sind] genau jene Fähigkeiten, die man braucht,
um eine Lösung als richtig zu erkennen.“
David Dunning

 

Glaube keinem Shitstorm, es könnte ein Bot-Rush sein.

 

Die Menschheit ist lernfähig. Nur bei Ladegeräten nicht. 
c't-Redakteur Michael Link.

Gegenseitiges Vertrauen im Misstrauen.
Kooperation zwischen Geheimdiensten

 

Glauben sie einem Fuchs, bloß weil er auf die Bibel schwört,
dass er nicht mehr die Gänse anpackt?
Robert Halver (über D.Trump)

 

„Der längste Umweg ist der kürzeste nach Hause.” 
Ulysses, James Joyce

 

Ernesto O.

 

 

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Quantensprünge am Freitag: Urknall, Evolution, Gott

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Gestern um kurz vor Mitternacht kam auf Alpha eine merkwürdige Sendung. „Quantensprung“   ist eine kleine ORF III TV-Reihe in der Andreas Jäger etwas leicht kurioses macht. Er holt Leute aus der Wissenschaft mit dem Auto ab und führt dann Gespräche während der Fahrt, über wirklich die Welt bewegende Themen wie eben die Quantenphysik. Dazu holt er sich auch schon mal Nobelpreisträger und Wissenschaftskapazitäten wie Peter Higgs oder Anton Zeilinger in den PKW und dann wird beim planlosen Autofahren über Makro- und Mikrokosmos geredet und die Menschheit dazwischen. Gestern holte sich Jäger einen Mathematiker und eine Biochemikerin ins Auto.

Thema: Urknall und/oder Gott

Schnell war man bei der Evolution und bei Gödel´s Gottesbeweis. Der Mathematiker erklärte wie Gödel den  ontologischen Gottesbeweis von Anselm von Canterbury  im Lichte der mathematischen Logik untersuchte und dabei zu dem Ergebnis kam, dass notwendigerweise Gott existiert. Hierbei handelt sich um Existenz eines göttlichen Wesens im konzeptionellen Sinne.
Erheblich interessanter war jedoch der Beitrag der Biochemikerin die einfach sagte Gott existiert nicht (Selbsterregung des Universums vorausgesetzt) und dann ergänzte: „Die Menschen haben Gott erfunden.“ Hätten die drei beim Heurigen gesessen, wäre mir das Besondere daran nie aufgefallen, aber sie sagte dies, während die drei im Auto unter Beobachtung zweier Frontscheiben-Cams dahinfuhren. Ja, klar: Das Auto – eine Erfindung des Menschen – existiert, ganz real; genauso wie die Erfindungen Flugzeug, Weltraumrakete oder die Verkehrsampel existieren. Ein Gedicht – auch so eine Erfindung der Menschen – existiert ebenso real wie…. na – logisch: Gott.

Auch wenn Gott nach dieser Feststellung ein wenig aussieht wie ein technisches Hilfsmittel, es bleibt dabei Gott existiert. Versuchen wir zu widerlegen dass Erfindungen existieren, dann gelingt es vielleicht auch die Existenz Gottes zu widerlegen. Überlassen wir diese Aufgabe jedoch erst einmal den Experten des Atheismus und denken an dieser Stelle noch ein Stück weiter.
Das heißt ja dann, dass Gott, wenn auch vielleicht nicht allmächtig, existiert und nicht den Urknall verursacht haben kann, da dieser schon stattgefunden hat. Doch Moment so einfach ist die Sachlage nicht, denn es ist kompliziert mit der Zeit, denn – ich glaube Stephen Hawking sieht das so ähnlich – den Urknall hat es zumindest – zeitlich – so nie gegeben, da unser Universum am „Horizont-Phänomen leidet“. Will heißen (spätestens seit Kolumbus) der Horizont ist kein Ende von Raum und Zeit. Wir können „hinter den Horizont gehen“ und feststellen, dass wir weder irgendwo herunterfallen noch das Ende der Zeit gekommen ist. Es ergibt sich so die Frage, ob es nicht völlig gleichgültig ist wo sich Gott in der Zeit befindet – vor oder hinter der Menschwerdung.

Praktisch ist es ohnedies so, dass der Mensch an sich, Gott nicht vor seiner eigenen Bewusstwerdung „erfinden“ kann, was zulässt, dass Gott parallel zum menschlichen Bewusstsein aufgetaucht ist (Henne-Ei-Problem lässt grüßen). Wesentlich interessanter erscheint mir da die Frage, ob Gott, sei es als Konzeption, Erfindung,  Mann mit Bart oder pantheistische Wesenheit, allmächtig sein kann, denn das ist es, was Gott in den Augen der Menschen zu Gott macht.

Ernesto O.

Dezemberfeuerwerk – 24 days of music: 22

22
Musical masterpieces:
Unheard, surprising, unexpected, forgotten or longingly desired.

Musikalische Meisterwerke: Unerhört, unerwartet, überraschend, vergessen und gewünscht.

 

The Indian subcontinent is home to nearly a quarter of humanity (1.7 / 7.3 billion). All the more important is the message that goes from there to all the people of the world. And the problem to solve is …

Krishna nee begane baro
(Krishna, you please come quickly)

Religion is the reason
The world is breaking up into pieces
Colour of the people
Keeps us locked in hate please release us
hmm..

So come back as Jesus
Come back and save the world
Bless all the future
Of every boy and girl
Come back as Rama
Forgive us for what we’ve done
Come back as Allah
Come back as anyone

Krishna nee begane baro
Krishna nee begane baro

Jesus
Come back and save the world
Bless all the future
Of every boy and girl
Come back as Rama
Forgive us for what we’ve done
Come back as Allah
Come back as anyone

Jesus
Come back and save the world
Bless all the future
Of every boy and girl
Come back as Rama
Forgive us for what we’ve done
Come back as Allah
Come back as anyone

Krishna nee begane baro
Krishna nee begane baro

There is still another verse not sung by Masal Coffee:

Darkness coming round
And everybody fighting with their brothers
Everybody wants control
Don’t hesitate to kill one another

Because God has control, every man who claims to kill an unbeliever has no existence before God, and is himself an unbelieving hypocrite, whether he calls God – God, Allah, Krishna, Rama, Manitu, Jesus, Hathor, Yahweh, Zarathustra – or somehow.

und auf Deutsch:
Auf dem indischen Subkontinent lebt nahezu ein Viertel der Menschheit (1,7/7,3 Mrd.). Um so wichtiger ist die Botschaft, die von dort an alle  Menschen der Erde geht.  Und das zu lösende Problem ist…

Krishna nee begane baro
Krishna, komm bitte schnell

Religion ist der Grund
warum die Welt in Stücke zerbricht
Rassismus (die Farbe der Menschen)
hält uns gefangen in Hass, Bitte befreie uns
hmm..

So komm zurück als  Jesus
Komm und rette die Welt
Segne die Zukunft
von allen Jugen und Mädchen
Komm zurück als Rama
Vergib uns, was wir getan haben
Komm zurück als Allah
Komm zurück als irgend jemand

Krishna nee begane baro
Krishna nee begane baro

Jesus
Komm und rette die Welt
Segne die Zukunft
all unserer Kinder
Komm zurück als Rama
Vergib uns, was wir getan haben
Komm zurück als Allah
Komm zurück als irgend jemand

Jesus
Komm und rette die Welt
Segne die Zukunft
all unserer Kinder
Komm zurück als Rama
Vergib uns, was wir getan haben
Komm zurück als Allah
Komm zurück als irgend jemand

Krishna, komm bitte, bald
Krishna, komm bitte bald.

Es gibt noch eine Strophe, die in dieser Version von Masal Coffee nicht gesungen wird:
Dunkelheit kommt
Und alle kämpfen mit ihren Brüdern
Jeder will Kontrolle
Sie zögern nicht, einander zu töten

Da Gott die Kontrolle gebührt hat jeder Mensch, der behauptet einen Ungläubigen töten zu müssen, keinen Bestand vor Gott, und ist selbst ein ungläubiger Heuchler, gleich ob er Gott – Gott, Allah, Krishna, Rama, Manitu, Gott, Jesus, Hathor, Jahwe, Zarathustra – oder sonst irgendwie ruft.

Next song tomorrow – stay tuned.

Ernesto O.

Pilosophie am Dienstag

26-4-16

Homo sapiens philiosophei e.e 16

Authentizität ist wenn sie kommt und geht wenn sie erzwungen wird.

Wer mit Beleidigungsklagen um seine Reputation kämpft hat keine.

„Als hauptsächlichsten Grund für meine Abneigung gegen die Bewegung möchte ich anführen, dass die geistige Freiheit des Menschen in einer Weise eingeschränkt wird, die meinem inneren Wesen widerspricht.“   Sophie Scholl gegenüber der Gestapo 1943
"Es war einmal eine Kellerassel
 Die geriet in ein Schlamassel
 Der Keller, in dem sie asselte
 Brach eines schönen Tages ein
 So daß das ganze Haus aus Stein
 Ihr auf das Köpfchen prasselte.
 Sie soll religiös geworden sein."
aus Tiergedicht v. Bertolt Brecht 
Zum Schluß ein  semantisches Schmankerl:

„Alla gut“

Alla gut ist eine Redewendung, die aus dem badisch-pfälzischen Kulturkreis stammt und soviel bedeutet wie „Also gut“.

Die Wortbedeutung dieser Redewendung hat jedoch zweifelsohne einen tieferen – historisch- versöhnlichen – Beweggrund.

Alla: Ergänzen wir das h so erhalten wir  Allah; nehmen wir a weg so erhalten wir das All

Gut: Sprechen wir gut weich und englisch aus, wie good (Doppel o = u), und nehmen die Lautverdoppelung wieder weg, so erhalten wir God (=Gott)

Wenn wir diese Worte auskosten, erkennen wir was dahinter steckt.

  1. Allah ist Gott – Gott und Allah sind gleich
  2. Allah ist das aaaahhh über das Weltall, Gott ist also Natur, Anfang der Natur, mehr als die Natur
  3. Allah ist gut
  4. Was gut ist ist göttlich
  5. a steht für staunen und es ist gut über das Universum bzw. Gottes Universum zu staunen.

Gewagte Interpretation? Eher nicht.
Leonardo da Vinci sagte schon:  „Alles ist miteinander verbunden.“

Ernesto O.

 

 

Frage zum Tage 01-17

Frage zzum Tage

 

Die Frage zum Tage stammt vom Griechen Epikur (um 341 v. Chr. auf Samos; † 271 v. Chr.) und beschäftigt sich sich mit der Frage nach der Allmacht (Allmachtsparadoxon s.Wikipedia) und ist auch als Der vielleicht älteste Nexel der Menschheit“ (Raumzeitwellen.de) bekannt:

Entweder will Gott die Übel der Welt beseitigen und kann es nicht,
oder er kann es und will es nicht,
oder er kann es nicht und will es nicht,
oder er kann es und will es.
Wenn er nun will und nicht kann, so ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft.
Wenn er kann und nicht will, dann ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist.
Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig als auch schwach
und dann auch nicht Gott.
Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott ziemt,
woher kommen dann die Übel,

und warum nimmt er sie nicht weg ?

 

Ich will meine Leserinnen und Leser nicht alleine lassen mit der Frage und eine Antworthilfe zur Lösung aus heutiger Sicht geben. Allerdings ist die Antwort abhängig von der Logik mit der wir an sie herangehen.

In einer atheistischen Logik ist die Antwort kurz und bündig. Da es keinen Gott gibt, kann er auch nicht die Übel wegnehmen.

In der theistischen Logik ist der Sachverhalt komplizierter. Gott – der Allmächtige ist ja nur dann allmächtig, wenn Gott seiner Allmacht fähig und würdig ist.  Doch kann Gott einen Stein schaffen, der so schwer ist dass selbst Gott ihn nicht einen Berg hinaufrollen kann? Oder muss Gott nicht auch  den eigenen Tod überleben können oder gar gleichzeitig  tot und lebendig sein können oder trotz seiner Allmacht nicht zugleich Schwächen zeigen dürfen?

Ein Wesensmerkmal dieser (erweiterten) Logik ist, dass sie einerseits paradoxe und nicht entschiedene Zustände zulässt, andererseits potentielle oder schwebende Zustände erlaubt. Das bedeutet zum einen dass Gott nicht alles tun muss was möglich ist, genauso wie es bedeutet dass Gott temporäre Zustände zulässt (sog. „Vereinbarungen“). Da Gott den Menschen auf ihren eigenen Wunsch einen freien Willen gegeben hat, besteht für Gott auch keine Verpflichtung die Übel, die die Menschheit angerichtet hat zu beseitigen. Für den Kuddelmuddel, sind demnach direkt oder indirekt selbst verantwortlich, daher wird auch der Wunsch verständlich, dass Gott uns bitteschön da rausholt.

Ernesto O.

 

P.S. Hier gibt es mehr über logische Systeme und das Lügnerparadoxon.

 

 

Die Zeit stirbt

 

…mit der Zeit.

die kosmische Welle 15-MoErdeMa-Jup-Ve-sat-UNP-Sun-Fwork

Warum eigentlich?

Als Bewegung in unserer Universum kam, kam auch die Zeit.
Die Zeit entstand mit der Bewegung, genauer: „Keine Bewegung ohne Zeit und keine Zeit ohne Bewegung.“

Zeit messen wir heute mit der Schwingung, die von den Atomen ausgeht.
Eines Tages hören jedoch die Atome auf zu schwingen, die Bewegung im Universum erlahmt mit der Abnahme der Temperatur. Wenn das letzte Zucken des letzten Teilchens in unserem Kosmos erstarrt ist, stirbt auch die Zeit und mit ihr das Bewusstsein im Weltall.

Nur die multiversen Fähigkeiten eines Gottes vermögen dann die Zeit und mit ihr die Bewegung wieder auferstehen zu lassen.

Eigentlich ist das alles nicht so kompliziert mit der Zeit. Solange sie in unserem Weltall tickt, existiert sie für uns. Wenn unser Weltall in Bewegungslosigkeit erstarrt ist, dann ist es vorbei. In Gottes Multiversum kann sie dennoch weiter ticken, auch wenn in unserem Universum nichts mehr tickt. Sollte das ganze Multiversum in Bewegungslosigkeit erstarren, bedarf es eines allmächtigen Gottes, der ein ganzes Multiversum einschliesslich seiner selbst zu Leben erwecken kann.

Sollte Gott unserem Universum eine zweite Chance geben oder bereits gegeben haben, werden wir kein Dejavu erleben, dann durch den Ausfall der kosmischen Bewegung und der damit verbundenen Zeit in unserem Universum, sind alle Informationen einschließlich der damit verbunden Lebewesen gelöscht gewesen und wir würden niemals die sein, die wir einst waren, selbst wenn wir uns genauso wie einst erneut strukturieren würden.

Die Zeit ist kein Rätsel, aber was sie bewirkt ist rätselhaft.

 

Ernesto O.

 

P.S. Auch andere philosophieren über die Zeit….

z.B. im Stellarium-Blog

 

 

Die wichtigsten Fragen des Lebens ganz kurz beantwortet…

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1. Selbst denken oder „Denken lassen“?

Wenn ich meinen Hamburger selbst mache, schmeckt er besser als gekauft…ich denke ich mache meinen Hamburger lieber selbst.

 
2. Der Sinn des Lebens?

Der Sinn liegt darin, meinen Sinn des Lebens zu finden.

 

3. Bin ich glücklich?

Wer immer nur glücklich ist, ist auch nicht glücklich oder einfach nur dumm, weil er nicht weiß wo es weh tut.

 
4.  Bin ich schön?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, also ich kann warten bis mich jemand schön findet.

 
5. Was ist falsch, was ist richtig?

Die Wahrheit mit der Wahrheit ist, dass die Wahrheit eine Lüge(= Illusion) ist, also abwarten bis sich zeigt was richtig war.

 

6. Was soll ich tun?

Vor allem nicht nachdenken…oder vielleicht doch? Erst denken, dann handeln, jedenfalls meistens.

 
7. Wofür soll ich es tun?

Für WinWin-Ergebnisse. Geht es den anderen besser, geht es auch mir besser. Geht es mir besser, geht es auch den anderen besser.

 
8. Gibt es Gott?

Ja; schon deshalb weil es keinen Menschen gibt, der nicht an etwas glaubt. Drei Minuten vor dem Abpfiff eines (Fußball)-Endspiels glauben sowieso alle an Gott(Allah oder wie auch immer genannt), auch die Atheisten.

 
9. Habe ich einen Schutzengel?

Meine Einstellung zu den Dingen, ist mein Schutzengel. Habe ich keine Einstellung zu den Dingen, habe ich auch keinen Schutzengel, brauche aber einen Schutzengel.  Manchmal haben wir auch einen Schutzengel, obwohl wir keinen verdient haben.

 
10. Gibt es ein Leben nach dem Tod?

König Arthur wollte die Liebe von Genever. Merlin machte ihm einen Zauberkeks. Doch Arthur bezweifelte die Wirkung des Kekses. Merlin sagte zu Arthur: „Iss den Keks, nur dann wirst du es erfahren!“

 

1. Wem das jetzt nicht kurz genug war, dem muss ich sagen, dass die Antwort auf alle Fragen nicht die 42  ist.

2. Wer schon bei der ersten Frage feststellt, dass er lieber „selbst denkt“, als „denken zu lassen“, der sollte auch genau dies tun, meine Antworten nicht ernst nehmen und alles selbst erforschen (kann aber Jahre dauern – ich weiß wovon ich rede…).

3. Wem die Antworten zu sehr nach Fast-Food schmecken, kann jetzt dieses Buch lesen:

Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens in aller Kürze beantwortet
von
Gregor Eisenhauer

erschienen im DUMONT Verlag

Ob das Buch beim „Selber-Denken“ hilft kann ich nicht beantworten,
da gilt das gleiche wie bei König Arthur: „Iss den Keks!“ 

 

Ernesto O.

 

 

Ist – ist nicht – ist doch nicht – was ist? (3)

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Guide:
Teil 0:  Gott oder die Quantenfluktuation
Teil 1:   Sinn des Lebens – der universale Gott
Teil 2:  Der allmächtige Gott

3) Der abwesende Gott – Gott ist tot
Eigentlich ganz einfach. Der abwesende Gott lebt, aber er ist (gerade) nicht für uns zugänglich. Der tote Gott lebte, aber jetzt nicht mehr.
 Macht dies überhaupt einen Unterschied? Und wie ist das denn in der Zukunft? Für den Fall das Gott tot ist – kann ein Toter belebt werden oder gar aus Nichts entstehen?
Mit der Antwort der Bibel müssen wir uns nicht zufrieden geben. 
Epikur hat sich vor über 2300 Jahren auch mit dem der Tod beschäftigt und kam zu folgendender Feststellung:
„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“

Eine merkwürdige Antwort. Kompaktifiziert sagt Epikur der Tod hat eine Existenz quasi wie ein Lebenwesen, mit dem Unterschied, dass der Tod im Verhältnis zu uns selbst nur nach dem Ausschlussprinzip leben kann. Erinnert an Sonne und Mond – die Sonne geht, der Mond kommt… was im übrigen so nicht stimmt, da der Mond oft tagsüber zu sehen ist, wenn man genau genug hinsieht. Im Mittelalter haben die Menschen den Tod als Partner empfunden: „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“.

Zuerst gilt die Beobachtung, dass der Tod ein Teil des menschlichen Lebens ist, jedoch nicht fassbar – im Sinne von „berühren“. Es erscheint in der Tat so, dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind, denn es gibt im Weltall nichts, das größer ist als ein Elementar-Teilchen und nicht vom Zerfall geprägt ist. Selbst Elementarteilchen sind dem Tod geweiht (dies gilt nicht für Neutrinos – da Neutrinos ihr  eigenes Antiteilchen sein können –  Neutrinos sind jedoch nach dem Standardmodell masselos, also nach der klassischen  Definition keine Teilchen, bestenfalls Energiepakete, die sich verwandeln können).

Nun konnte allerdings das Universum aus dem Nichts entstehen. Da dies nach den Eigenschaften geschieht, die die Menschheit einem kompetenten Gott zugeschrieben hat, ist dies für Gott ebenfalls machbar. So ist zwar weiterhin kein Unterschied zwischen Gott und dem Universum festzustellen, aber Gott ist dann auch nicht tot, bestenfalls verreist. Übrigens vom Glück sagt man das Gleiche: „Das Glück verlässt uns nicht, es verreist nur von Zeit zu Zeit.“  Vielleicht brauchen wir ja nur „das passende Smartphone“ für die Kontaktaufnahme…

Bemerkenswert – das Universum ist notwendige Voraussetzung für unser Leben, es kann sich keine Abwesenheit erlauben, ohne uns zu zerstören. Gott scheint sich hingegen eine Auszeit genehmigen zu können, ohne uns zu zerstören, schließlich wurde uns ja unserer Universum geschenkt damit wir leben. Wir sind da weil unser! Universum da ist. Langsam kristallisiert sich so etwas wie eine Seilschaft zwischen Gott und dem Universum heraus. Wie sieht diese Konnektion aus oder hat Gott vielleicht doch nie existiert?

Ach ja zuvor, wir sollten Nietzsche nicht vergessen, der im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts die folgende Begründung für Gottes Abwesenheit gab:
 „Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, – ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diess gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?“  „Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“

Nietzsche überschätzt die Menschen und unterschätzt Gott. Weder unser Universum noch Gott – nicht vergessen! ein allmächtiger Gott muss mindestens die gleichen Eigenschaften und Fähigkeiten aufweisen wie unser Universum – sind ein Luftballon, der durch einen Pieks zerplatzt. Das Universum lässt sich nicht wegsperren, jeder Blick zu Himmel beweist seine Existenz. Gott mag für manche Menschen Luft sein, aber vor allem ist Gott auch wie Luft. Ist sie weg, fehlt sie uns zum Atmen. Es mag eingewendet werden, dass Luft wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, Gott nicht. Allerdings war  das Higgs-Boson bis 2013 kaum mehr als eine unbewiesene Vermutung.

Fortsetzung folgt….

Teil 4: Da ist nichts – Gott existiert nicht

Teil 5: Der formunabhängige existierende Gott

Letzter Teil: Gott und das Multiversum – nicht: Gott oder das Multiversum

Ernesto O. 01-2014

 

 

Ist – ist nicht – ist doch nicht – was ist? (2)

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Guide:
Teil 0:  Gott oder die Quantenfluktuation
Teil 1:  Sinn des Lebens – der universale Gott
Teil 2: Der allmächtige Gott

2) Der allmächtige Gott:
Viele Menschen geben sich mit Gott als großem „Weltengeist“ zufrieden, andere verlangen bzw. erwarten: „Gott ist allmächtig.“
 Kriegt er aber Probleme der Herrgott – und die sind schon 2300 Jahre alt.

Der vielleicht älteste Nexel der Menschheit 
(Nexel = Makrological; ein Wortspiel, das algorithmische Elemente verwendet; z.B. Rekursion, Anagramme etc.)  stammt vom Griechen Epikur – etwa 300 v. Chr. – und beschäftigt sich mit Frage, ob Gott allmächtig ist:

Entweder will Gott die Übel der Welt beseitigen und kann es nicht,
oder er kann es und will es nicht,
oder er kann es nicht und will es nicht,
oder er kann es und will es.

Wenn er nun will und nicht kann, so ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft.
Wenn er kann und nicht will, dann ist er mißgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist.
Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl mißgünstig als auch schwach
 und dann auch nicht Gott.

Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott ziemt,
woher kommen dann die Übel,
 und warum nimmt er sie nicht weg?

Epikur, wurde in ein Land und eine Zeit hineingeboren (Griechenland 3. Jh. v. Chr.), die schon seit mehreren Jahrunderten die Seelenwanderung (aner)kannte, und in der vor allem die Vielgötterei dominant war. So überrascht obige Aussage Epikurs schon, denn er redet hier nicht von irgendeinem Gott, auch nicht von einem Obergott wie Zeus etwa, er spricht offensichtlich „nur“ von einem einzigen Gott. Mehr noch; er benennt auch genau die Eigenschaften, die Gott gefälligst zu haben hat, damit Gott auch das Recht hat Gott zu sein.
Dumm nur, dass damit auch die Allmacht Gottes kippt. Denn ein Gott, dessen einzige Aufgabe drin bestünde nett zu sein, insbesondere auch noch zu den Menschen, der beraubt sich der teuflischen Macht und ist damit nicht allmächtig. Wahrscheinlicher ist aber: Epikurs Denkansatz ist untauglich. Ich konstruiere mir einen Widerspruch und beschwere mich dann lautstark darüber. Kommt ein Kreter nach Athen und sagt: „Alle Kreter sind Lügner“ – wenn Ihnen an diesem Satz nichts aufällt, sollten Sie jetzt nicht weiterlesen.

Gehen wir die Sache mit – ist Gott allmächtig – einmal anders an und fragen ob das Universum allmächtig ist. Ein rasches „Nein“ wäre falsch.
 Ich kann zwar jetzt die Treppe hinuntergehen und mich schlafenlegen, aber ich kann nicht wissen ob das Universum bis morgen früh mir bereits einen Strich durch die Rechnung macht und ich mich in atomisierter Form wiederfinde.

Ok, guten Morgen; da bin ich wieder, aber wissen konnte ich das nicht – geglaubt habe ich es schon. Das Universum verfügt über Kräfte, die alle in der Lage sind unsere Pläne in Sekundenbruchteilen zunichte zu machen. Diese Kräfte sind sehr unterschiedlich und wirken sehr unterschiedlich. Der Druck, den sie dabei auf uns ausüben, kann einerseits ganz allgemein und überall sein, wie bei der Gravitation oder instantan und völlig spontan stattfinden wie bei Röntgen- oder Gammastrahlausbrüchen oder beim radioaktiven Zerfall. Wir sind also jederzeit und an jedem Ort in der Hand unseres Universums; wir sind ihm ausgeliefert!
 Auch wenn es so scheint, als ob das Universum bereits allmächtig ist, sollten wir Epikur ernst nehmen, wenn er kindlich verlangt – „Ich will alles und zwar sofort“. Lassen wir Gott für uns ein  Schlaraffenland basteln: Perfekt, Angst- Qual- und keimfrei, in dem immer die Sonne scheint und es wird sich ungeachtet dessen selbst zerstören, weil wir es nicht aushalten, dass wir permanent glücklich sein dürfen müssen. Immerwährendes Glück ist für Menschen langweilig. Wir leben lieber im Hier und Jetzt mit Widersprüchen, und verlangen gerne „Unmögliches“ – Ich will jetzt endlich im Lotto sechs Richtige haben und Millionen gewinnen, aber meinen Tippzettel fülle ich nicht aus. Punkt.

Was verlangen also die Menschen von einem allmächtigen Gott? Gott muss jederzeit und an jedem Ort ruckzuck  Wunder vollbringen können und zwar auf Teufel komm raus zu Gunsten der Bittsteller, die anderen sind Nebensache oder sollen von Gott am besten gleich aus dem Weg geräumt werden. Ja, Gott muss auch Alleskönner sein, d.h technisch alles draufhaben. Inklusive der für uns Menschen größten Unmöglichkeit, nämlich den eigenen Tod zu überleben.
Hier wird es spannend. Ist es nicht so, dass unser Universum durch einen „Urknall“ entstanden ist. Dafür muss es ja eine Ursache geben. Bleibt zunächst die Fremderregung. Wenn wir unser Universum als real erachten und nicht als virtuell, dann könnte es durch den Zusammenprall zweier Welten entstanden sein, die zu einem neuem Universum verschmolzen sind (oder auch in drei, vier… gespalten wurden. Da ein Multiversum aber physikalisch (derzeit) nicht beobachtbar ist, bleibt die Möglichkeit der Selbsterregung übrig, eine Fähigkeit die wir unserem Universum zutrauen müssen und erst recht einem noch größeren xyVersum, das wir praktischerweise Gott nennen könnten.  Damit ist aber die größte Forderung, die wir an das stellen, was wir Gott nennen wollen, klar. Gott muss dazu fähig den eigenen Tod überleben zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Gibt es das…. gibt es Gott.

Fortsetzung folgt….

Teil 3: Der abwesende Gott – Gott ist tot

Teil 4: Da ist nichts – Gott existiert nicht

Teil 5: Der formunabhängige existierende Gott

Letzter Teil: Gott und das Multiversum – nicht: Gott oder das Multiversum

Ernesto O. 01-2014

 

 

Ist – ist nicht – ist doch nicht – was ist? (1)

Optipessirealmussi 2

zurück zu:  Gott oder die Quantenfluktuation

Ich war noch keine 40 als mich Menschen, die noch keine 20 waren nach dem Sinn des Leben fragten. Das ließ mir keine Ruhe und 20 Jahre später denke ich eine Antwort geben zu können:

Der Sinn des Lebens ist „dem Leben einen Sinn zu geben“.

Es mag verwunderlich sein, dass es mehr als 20 Jahre brauchte um zu dieser so einfachen Antwort zu gelangen, die im Übrigen nicht einfach ist – auch wenn sie einfach aussieht.
Ursächlich für die lange Zeit vom Input der Frage bis zu ihrem Output, war die Fage:
„Gibt es Gott oder gibt es Gott nicht?“

Warum die Beantwortung dieser Frage eine Bedeutung für den Sinn des Lebens hat ist leicht nachvollziehbar. Existiert Gott, dann kann davon ausgegangen werden, das Gott Einfluss auf die Existenz des Lebens nimmt. Sollte Gott existieren und  keinen Einfluss auf das Leben nehmen, dann nimmt Gott dennoch Einfluss auf das Leben, indem Gott das Leben in Ruhe lässt.
In den vergangenen Jahrtausenden wurde viel Kluges und noch mehr Dummes über die vermeintliche Existenz bzw. Nicht-Existenz Gottes geschrieben. Doch trotz vieler Versuche und zahlreicher Lektüre, nebst selbst gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen wollte mir die Antwort auf „Gibt es Gott oder nicht?“ einfach nicht gelingen. Vor kurzem fiel mir dann  das Buch: „GOTT – eine kleine Geschichte des Größten“ von Manfred Lütz in die Hände.

Ergebnis: Gott ist zumindest schon mal kein Katholik – auch wenn Manfred Lütz das vielleicht gerne so hätte…
Dennoch, das  Buch gab mir Denkanstöße, die mich  zu einer einfachen Lösung der Gottesfrage brachten, die wie ich meine weder historische noch religiöse Argumente benötigt und nicht im offenen Widerspruch zur Beobachtung der Natur steht.

Gehen wir die Frage mit offenem Visier an, dann gibt es zwei mögliche Antworten. Die eine lautet:“ Es gibt Gott“, die andere: „Es gibt keinen Gott bzw. Gott gibt es nicht.“ Allerdings möchte ich noch eine dritte Möglichkeit ins Spiel bringen auch wenn sie abwegig erscheint. Es gibt ein bischen Gott. Das klingt zwar wie ein bischen schwanger und das gibt es nicht !?! und damit können wir uns auch zunächst zufrieden geben. Verfolgen wir zunächst der These und der Antithese so gelangen wir wenn wir Gott bejahen wollen zur Annahme dass der/die/das Gott „das Größte“ ist und somit entweder universal und/oder allmächtig sein muss. Im Gegenzug stellt sich die Frage, ob es keinen Gott, im Sinne eines abwesenden, toten oder schlicht nicht existierenden Gottes gibt oder ob es einfach Gott ganz und gar nicht gibt, d.h. auch nie eine Chance oder Möglichkeit bestand, besteht oder bestehen wird, dass Gott doch irgendwie entstehen könnte, was zugleich verlangt, dass es nichts gibt woran man glauben könnte bzw. es sich lohne daran zu glauben.

1) Der universale Gott:
Gibt es Gott, so müßte Gott nach menschlichem Verständins „das Größte“ sein, denn ein Etwas zu dem die Menschen nicht aufblicken können – wie kann das Gott sein? Etwas ohne besondere Größe – das entspricht nicht der menschlichen Vorstellung von Gott. Gewiß, in vielen Religionen heißt es – oder so ähnlich: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“.  Aber mal ehrlich: Jeder der behauptet, er würde sich kein Bild von Gott machen, belügt sich selbst. Wir können nicht den Namen Gott nennen, ohne uns ein Bild zu machen, selbst wenn wir die Harry Potter Technik verwenden – „Der, dessen Namen nicht genannt werden darf….“ und jeder weis sofort – es ist Voldemort. Die Tatsache, dass wir etwas einen Namen geben – da ist etwas und das heißt Gott! – hat zur Konsequenz, dass Gott mehr ist als „Nichts„.

Warum muss Gott nun mindestens universal sein?
Der Mensch hat seit Anbeginn über die Größe des Alls gestaunt, über seine Kräfte und all die „Wunder“, die unser Universum hervorgebracht hat, inklusive uns selbst. Das All erscheint in vielen Eigenschaften – wie Raum und Zeit – unendlich, selbst wenn der Raum unseres Universum endlich sein sollte, dann verhält sich der Mensch zum Universum wie der Floh zum Elefant, oder besser wie die Mikrobe zur Erde oder gar ein Atom zur Milchstraße….also falls der Raum, in dem wir spazieren nicht  unendlich sein sollte dann ist er zumindest über-endlich. Rudi Rucker hat in seinem Buch „Die Ufer der Unendlichkeit“ den Versuch gemacht uns die Unendlichkeit zugänglich zu machen und dabei festgestellt, dass sie mit der Überabzählbarkeit beginnt und dann die merkwürdige Eigenschaft hat absolut aber dennoch relativ zu sein. Einfach gesagt – ein Fass das überläuft, macht auch wenn man noch so viel Wasser nachschüttet nichts anderes, als  über zu laufen.  Fügt man zur Unendlichkeit noch 10 weitere Endlichkeiten oder 10 weitere Unendlichkeiten, das Ergebnis ist und bleibt das gleiche: Unendlichkeit! Einzig die Mächtigkeit ist jetzt (gefühlt) größer als zuvor.

Wir könnten uns zufrieden geben und sagen: „Ok, Gott und das Universum ist ein und dasselbe: Klar, wunderbar und wundersam, überabzählbar und vielleicht auch unendlich, kraft- und geheimnisvoll.“ Aber wie wir Menschen so sind, uns wurde die Gabe der „Neugier“ in die Wiege gelegt, wir wollen hinter die Kulissen von Raum und Zeit schauen und formulieren Erwartungen!

Wäre das nun alles, dann würden sich die Atheisten freuen, denn sie könnten leicht behaupten, dass Gott und das Universum ja identisch seien und in Wirklichkeit Gott nur ein anderer Name für Universum ist, Gott also in Wirklichkeit nicht existiert.  Wie war das eben noch gleich mit der Mächtigkeit… und der Übermächtigkeit?

Fortsetzung folgt….

2) Der allmächtige Gott

3) Der abwesende Gott – Gott ist tot

4) Da ist nichts – Gott existiert nicht

5) Der formunabhängige existierende Gott

     und: Gott und das Multiversum

Ernesto O. 01-2014