Nachschlag – Die Logik der Wasserfässer

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Nachschlag – Die Logik der Wasserfässer


Wie im vorangegangen Artikel QSP am Freitag – die Logik der Wasserfässer gezeigt ist der Nutzen der atomaren Aufrüstung völlig ineffizient. Denn im Falle des Falles können die atomaren Großmächte mit einem Overkill ohnegleichen unsere Erde vernichten.

Warum dann das ganze politische Theater?
Atomwaffen haben eine ähnliche Funktion wie Gold – sie sind eine Art Rückversicherung für den militärischen Supergau. Doch im Unterschied zu Gold, von dem man in der wirtschaftlichen Krisensituation gar nicht genug haben kann, entwickeln sich die Kernwaffen zum Höllenhund, der den globalen Selbstmord bringt. Bei Atomwaffen handelt sich also nicht um eine Versicherungspolice gegen Krieg, sondern nur  um ein Mittel der Drohung bzw. Erpressung um die Anderen daran zu hindern sich wie der Teufel zu benehmen. Sobald einer ausschert kippt das ganze Erpressungssystem mit allerschlimmsten Folgen vor allem dann, wenn  Beistandsregeln und Fehlinformationen den globalen Tod provozieren.


Drohung, Erpressung und Zerfall?
Mit diesem Wissen ergibt sich die Möglichkeit, das beschriebene System  von Drohungen und Erpressung auch mit positiven Folgen auszuhebeln. In den vergangenen 75 Jahren ist dies bereits einmal gelungen als Gorbatschow auf die Angst pfiff und so mutig war Mauern abzubauen. Leider hat die (damals wie heute republikanische) USA nur den kurzfristigen Gewinn eingestrichen und den Zerfall Russlands sogar noch unterstützt. Wir möchten mal sehen was von den USA übrig bliebe, wenn sich Kalifornien abspalten würde. Um einen blühenden Globus zu erhalten müsste der Zerfall der großen Regionen wie z.B. USA, Europa oder die russische Union aufgehalten werden. Der Zerfall von globalen Regionen hat in den vergangenen Jahrzehnten jedoch Fahrt aufgenommen, wie wir an der Ukraine, Syrien und dem IS, an Flüchtlingsbewegungen in Afrika und dem sich verschärfenden Unfrieden zwischen der USA und Lateinamerika sehen. Übrigens; alles neue Probleme, die mit dem Abfeuern von Atombomben nicht zu lösen sind.


Was tun – Trick 17?

Die 3 Großen – USA, Russland und China – könnten einen Trick anwenden und dabei sich selbst und auch den anderen helfen.  Da Overkill-Waffen wie Gold nichts wert sind, wenn man sie nicht benutzt – Gott bewahre uns davor! – gibt es ja die Möglichkeit, das in den Staatshaushalten eingesetzte Geld für 2017 einfach fremd zu nutzen, d.h. man teilt weltweit mit, dass man  atomar aufrüstet, aber hinter verschlossenen Türen es nicht tut und das so gewonnene Geld in Konjunktur und Ökologie steckt. Das man damit der ganzen Welt und nicht nur dem eigenen Land hilft, muss ich ja wohl nicht auch noch erklären.

China hätte es dabei am einfachsten. Schattenhaushalte für das Militär einfach umdrehen und daraus Schattenhaushalte für den inneren wie äußeren Frieden zu gestalten dürfte nicht schwer fallen. Auch in Russland kennt man doch Potemkinsche Dörfer und der KGB hätte mal was Ordentliches zu tun, auch für den CIA eine reizvolle Aufgabe.  Würde China tatsächlich so agieren und dann 2018 verkünden: „Ätsch, wir haben mehr als die  Hälfte der Gelder für die geplante atomare Aufrüstung in die Gesundheit und Lebensfreude unserer Bürger gesteckt“ würden die russische und amerikanische Regierung ganz schön dämlich dastehen.“ Es kommt ja nur darauf an wie man etwas verkauft. Der New Deal von Franklin D. Roosevelt brachte  auf diese Weise mehr als nur Wahlsiege.

Menschen – verdammt nochmal: 
Wollen wir unser Traum-Haus wirklich von Soldaten, kalten Kriegern und Extremisten bauen lassen oder doch lieber von Architekten, Gartenbauexperten und gelernten Bau-, Haus- und Küchenfachkräften? 
 

Ernesto O.

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QSP am Freitag: Die Logik der Wasserfässer

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Quantensprünge am Freitag – Die Logik der Wasserfässer

 

Der Jungbrunnen, Quell der ewigen Jugend, ist eine schöne Fantasie, die auf Alexander den Großen zurückgeht, später im Koran aufgegriffen wurde und im Mittelalter in Europa weite Verbreitung gefunden hat. Lucas Cranach hat in einem Gemälde diese Fantasie der Menschen festgehalten (siehe oben), allerdings habe ich mir gestattet das Wasser blau zu färben. Mit gutem Grund. Der Brunnen hat nämlich einen „technischen Fehler“

  • Entweder die Menschen trinken das Wasser andauernd leer, was nicht zu sehen ist, oder der Brunnen hätte schon längst überlaufen müssen.
  • Einen Wasserhahn, der den Springbrunnen abstellt, ist nicht zu sehen, genauso wenig ein Abfluss, der das überschüssige Wasser ableitet.

Möglicherweise gibt es einen alchemistischen Zauber, mit dem das Problem zu lösen ist, das ist aber nicht unser Problem. Wir müssen uns heute mit simplen Wasserfässern herumschlagen und mit der Tatsache klar kommen, dass irgendein Tropfen x, das Fass y zum Überlaufen bringt. Was für Wasserfässer gilt, scheint jedoch nicht für die amerikanische Atomwaffenpolitik zu gelten. So twittert der US-Präsident:

„Die Vereinigten Staaten müssen ihre nukleare Fähigkeit weiter stärken und ausbauen,
bis die Welt in Bezug auf Atomwaffen zu Sinnen kommt.“ (Donald Trump)

Es scheint als hätte man in den USA 2017 eine neue Unendlichkeitsmathematik entdeckt, die angeblich auch funktionieren soll.  Sie arbeitet nach folgenden Motto ∞ +  ∞  = 2∞    obwohl jeder weiß, dass     ∞ +  ∞  = ∞   ist. Natürlich sind zwei Mengen mit der gleichen Größe   mächtiger als jeweils eine der beiden Mengen, denn sie hat mehr Elemente als eine alleine. Da die Größe der  Menge immer überabzählbar viele Elemente enthält, hat sie also die entscheidende Eigenschaft, die Unendlichkeit zur Unendlichkeit macht: Eine überabzählbare Menge an Elementen. Dabei spielt die Anzahl der Elemente, die jenseits der Überabzählbarkeit (im Unendlichen) liegen keine Rolle, weil sie immer absolut unbestimmt, eben überabzählbar bleibt, auch wenn wir wissen, dass durch Addition, Multiplikation oder Potenzierung diese Anzahl sich relativ geändert haben müsste. Es bleibt unerheblich, weil nicht mehr abzählbar.

Genauso unwirksam ist Trumps neue Atomwaffenpolitik;
auch wenn sie abzählbar deutlich mehr Milliarden kostet.

Was für die Unendlichkeit im positiven Sinne gilt, gilt umgekehrt auch für Wasserfässer im negativen Sinne. Ist das Fass voll, ist es völlig unerheblich ob ein oder tausend Tropfen es zum überlaufen bringen. Es ist übergelaufen.

Konkret: Russland besitzt Atomwaffen mit einer Sprengkraft von 7000 Megatonnen, die USA 6800 Mt, was für jeden alleine schon reicht um die Erde ca. 5 mal platt zu machen. Kleine Überschlagsrechnung: 1400 Megatonnen reichen um unseren Planeten komplett zu zerstören. Dann können die Amerikaner rein technisch die Erde 4,9 mal, die Russen 5 mal zerstören. Dies ist aber Unfug, denn je 700 Megatonnen von beiden Seiten oder wenig mehr reichen ja um unsere Heimaterde so unendlich heftig zu vernichten, dass alles Leben tot sein wird.

Natürlich könnte man dann nochmal alle Menschen töten, aber wie sollen das gelingen, wenn niemand da ist der die Toten nochmal ermordet (Computer LOL). Das Schlimme bei einer solch dämlichen Atomwaffenpolitik ist, dass die Welt keineswegs sicherer wird, denn Sicherheit kann eben nur max. 100%ig sein.

Wer jetzt sagt – es kann ja nicht schaden, wenn wir mit 10% mehr Atombomben drohen -, der irrt. Würden immer mehr Atombomben immer mehr Sicherheit bringen, dann dürfte es ja schon seit 40 Jahren keine Kriege mehr geben vor lauter Angst vor den Atombomben. Nur warum gibt es dann seit dem Vietnamkrieg immer wieder Kriege und hört einfach nicht auf.

Intelligent wäre es die für 2017 geplanten Gelder für atomare Aufrüstung wenigstens zur Hälfte in ein weltweites Programm für die  Stärkung der Konjunktur zu geben, gerade auch in Lateinamerika, Afrika und Asien. 2018 könnte man dann schon 75% der Rüstungsgelder hierfür verwenden, denn die positiven Folgen  – wie weniger Armut etc. – wären rasch sichtbar. Menschen, die eine Perspektive erhalten, haben kein Interesse an Kriegsführung, sie arbeiten mit Freude an einer friedlichen Zukunft für sich selbst und für alle.

Ernesto O.

QSP am Freitag: Logik der Stärke

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Quantensprünge am Freitag – Logik der Stärke

und da war es schon wieder Freitag, aber nix ist passiert oder doch?
Wenn schon nichts passiert, dann können wir uns wenigstens mit etwas Logik beschäftigen.

Es war einmal ein schlaues Buch, das wollte am Beispiel „Fliegen“ erklären was Logik ist.
Ganz einfach:

Amsel, Drossel, Fink und Star sind Vögel, haben Flügel und können deshalb fliegen.
Eisbären, Maulwürfe, Tintenfische und Menschen haben keine Flügel und können deshalb nicht fliegen.

Doch warum nur bin ich schon auf die Maledivien, nach Londen, Berlin, Istanbul und Sizilien geflogen,  obwohl ich ein Mensch bin und deshalb per se nicht fliegen kann?

Fakt ist, ich habe es getan. Es ist also kein Problem der Fakten, es ist ein Problem der Logik.

Nun kann man einwenden, ich sei ja nicht selbst geflogen, sondern hätte mich eines „geflügelten Wesens“ bemächtigt um mitzufliegen. Mal abgesehen davon, dass ein Flugzeug kein Lebewesen ist, kann ich in der Gegenrede darauf verweisen, dass auch Raketen, Gewehrkugeln, Sternschnuppen und Meteoriten fliegen. Logik kann aber nur innerhalb eines abgeschlossenen Systems zu validen Ergebnissen kommen.

Hier zeigt der Gödelsche Unvollständigkeitssatz die Grenzen von formalen Systemen auf. Er belegt, dass es in hinreichend starken Systemen, Aussagen geben muss, die man weder formal beweisen noch widerlegen kann. Der Satz beweist damit die Unmöglichkeit die Widerspruchsfreiheit der Mathematik zu beweisen oder kurz gesagt: Axiome sind unbeweisbar.

In der politischen Alltagspraxis lässt sich allerdings viel einfacher zeigen, dass politische Axiome, wie das Axiom der neuen Washingtoner Außen- und Sicherheitspolitik: „Frieden erreicht man durch Stärke“ nicht nur unbeweisbar, sondern auch historisch, wie global, falsch ist.

Pence  verkaufte auf der NATO-Tagung jüngst diesen Irrtum. „Präsident Trump ist überzeugt, dass wir militärische Stärke zeigen müssen, dass wir all jenen entgegentreten müssen, die unsere Freiheit und unseren Lebensstil bedrohen“(Zitat M. Pence). Freiheit zu verteidigen ist ehrenwert, aber das mit der militärischen Stärke funktionierte schon im II.Weltkrieg nur bedingt. Die Atombombe – das neue ultimative Zeichen der militärischen Stärke – hatten bald darauf die UDSSR, England, Frankreich und später auch China. Noch schlimmer; der Koreakrieg endete trotz Atombombe für die USA mit der Teilung des Landes und Kriegsdrohungen Nordkoreas gegen Amerika, inzwischen auch schon mit Atombomben. Kriege in Vietnam, Afghanistan und der Irak endeten mit gefühlten wie realen militärischen Niederlagen für die USA.

Besonders schlimm: Der Reagan-Mythos lebt heute noch, obwohl er wie die„ Dolchstoß-Legende“ nach dem I. Weltkrieg widerlegt ist. Bei Wikipedia liest sich das so: „Zum anderen gilt ihnen Reagans Außenpolitik als Erfolg, da oft behauptet wird, seine harte Haltung gegenüber dem Ostblock habe zu dessen Zusammenbruch und zum Fall der Berliner Mauer geführt. Viele Historiker halten dies jedoch für einen Mythos und argumentieren, die Sowjetunion wäre auch ohne Reagans Zutun zerfallen.“

Was Gorbatschow für den Weltfrieden getan hat – eben indem er nicht weiter aufgerüstet hat – wird heute übersehen: „Im Westen wird Gorbatschow hoch geschätzt, weil er den Kalten Krieg beendete und maßgeblich am Gelingen der deutschen Einheit beteiligt war. Zudem kanalisierte er die beim Zerfall des Sowjetreiches frei werdenden Kräfte nach innen, in eine Implosion, anstatt sie in aggressiver Form nach außen dringen zu lassen, etwa in einem Krieg.“ (Quelle: Wikipedia und ebenda  Gorbatschows Rückblick)

Es gibt keine Logik die beweist, dass die These „Frieden erreicht man durch Stärke“ funktioniert.

Stärke > mehr Stärke  > noch mehr Stärke > noch viel mehr Stärke > die allermeiste Stärke > die aller allermeiste Stärke  usw. führt zu nichts !
Sollte dies wirklich zu einem Frieden führen, der nicht ein „Friedhofsfrieden“ ist ,dann handelt es sich um einen glücklichen Zufall.

Fakt ist hingegen, dass der Stich einer zumeist völlig harmlosen Wespe zu einem tödlichen Schock führen kann, Kribel-Mücken den stärksten Hornochsen umhauen können und ein paar lumpige Pest-Flöhe ganz Europa fast vollständig entvölkert hatten.

Es kommt nicht darauf an besonders viel Geld für Super-Waffen auszugeben, es kommt darauf die richtigen Dinge zu tun.

Frieden entsteht dann, wenn alle Betroffenen eine faire Perspektive erhalten und bereit sind dafür einzutreten. Manchmal genügen dafür wenige Zauber-Worte, die zu Taten werden, wie z.B.:  New Deal, Marshall-Plan, Glasnost und Perestroika, Fair Trade, All you need is love etc.

Ernesto O.

 

Ernesto O.

Davos zum Zweiten: GODS.EYE.REPORT

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Es ist schon eine ganze Weile her, da sangen Iron Butterfly „Are you happy?“ Die Frage bleibt: „Bist du glücklich?“ Sie lässt sich ausdehnen: „Ist die Menschheit glücklich?“

Manche werden jetzt sagen: Es reicht mir völlig, wenn ich glücklich bin, die anderen scheren mich einen Dreck. Aber alles interagiert mit allem und deshalb können Menschen nur temporär glücklich sein, denn während ich mich glücklich fühle arbeitet bereits irgendwer oder irgendetwas daran diese Stimmung zu ändern. Dabei sollte der Zustand der Welt  annähernd objektiv bestimmbar sein oder zumindest die Stimmung der Menschen, die auf unserer Erde leben. Die Wahrnehmung des Zustandes ist subjektiv und abhängig von der rosaroten oder rabenschwarz gefärbten Brille durch die wir gerade blicken. Dennoch ist die Stimmung der Vielen ein Kriterium, an dem sich der Zustand der Welt abgleichen lässt und dabei hilft einerseits „Blinden“ einen  Durchblick zu verschaffen und andererseits „Hoffnungslosen“ die Hoffnung geben kann,  die dazu führt „heute noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen, wenn auch morgen schon die Welt untergeht“.

Die Versuche sind zahlreich, Stimmungen mit Barometern, Indizes und Indikatoren etc. einzufangen und in Davos tagen gerade die Leute, die 50.000,- € (mehr als den Jahresverdienst von mir und meiner Frau zusammen) hinblättern können um für ein paar Tage sich rapportieren zu lassen, wie es um die Welt steht und was deshalb getan werden könnte bzw. müsste um diesen Zustand zu verbessern bzw. zu erhalten (fragt sich allerdings für wen).

Dabei taugen die meisten Indikatoren nur wenig. Das Ifo-Stimmungbarometer gilt ja nur für Deutschland, der Dow Jones Index gibt nur Auskunft über die größten US Unternehmen,  die Forbes-Liste sagt uns lediglich wer wie reich ist, die Weltuntergangsuhr konzentriert sich im wesentlichen nur auf die Drohungen von Atomwaffen. Dabei gab es gute Ansätze schon im alten Jahrtausend. Zwar mögen eine ganze Reihe von Vorhersagen falsch gewesen sein, aber gerade deshalb bedarf es einfacher Indikatoren die den Zustand aller Bereiche messen, denn wir können uns in unserer komplexen Welt nicht mehr leisten nur an Symptomen herumzudoktern.

Indikatoren sind einfache aufschlussreiche Anzeiger, aber auch hier zeigen sich Unterschiede. So gibt es in der Chemie Indikatoren, die uns nur sagen ob das Medium sauer oder alkalisch ist, während Universal-Indikator (0 – 14), genauen Einblick – inklusive Neutralitätspunkt – gibt und dadurch beispielsweise ermöglicht das Wasser für die Fische und Pflanzen erträglich zu machen.

Die Idee des GODS.EYE.REPORT  ist exakt dieser universale Gedanke.
Der Indikator sollte deshalb globale Inhalte, sowie alle Regionen in den Fokus nehmen:

  • Nord- u. Lateinamerika
  • Südamerika
  • Afrika
  • Europa
  • Vorderasien
  • Zentralasien u. Russische Union
  • Ostasien
  • Australien, Ozeanien und Antarktis
  • Erde
  • Weltall

und folgende Zustände anzeigen:

  • Wirtschaft
  • Gesellschaft und Politik
  • Krieg und Frieden
  • Natur und Technik
  • Kunst und Wissenschaft

Die monatliche Kennziffer(n) ergeben ein empfindliches Barometer, das  dann Auskunft über die Zustände und die Stimmung auf der Erde geben. Natürlich muss der Indikator geeicht werden. Dazu bieten sich an die Quantifizierung/Untersuchung des Weltzustandes in den Jahren 1939-1945, 1969, 1974, 2000, 2003, 2006, 2009 und  2012 an.

Blogger und Webphilosophen wie ich, können diese Arbeit nicht alleine leisten, das ist klar und eigentlich sollten die Vereinten Nationen, alle Regierungen, Thinktanks jeder Culeur und  die großen NGOs daran interessiert sein. Schließlich erhalten wir so ein Instrument, das wesentlich mehr abbildet als der MSCI (Welt-Wirtschaftsindex) und deshalb eine deutlich bessere Anleitung zum Handeln für die Zukunft bietet.
GODS.EYE – Indikator: Ich bleibe dran.

Ernesto O.

 

 

 

 

#futurekillers 2015 – 09

greenyesredno

#futurekillers ist ein Stimmungsindikator:*
Die Erhebung der globalen Bedrohungslage wertet dabei Äußerungen der  Medienlandschaft (www.newstral.com), des Internets (Twitter, Facebook, Blogs, Socialmedia) sowie wissenschaftliche Publikationen und gesellschafts relevanter Institutionen aus. Anlass für die Entwicklung des Indikators war die Entstehung der Ukraine-Krise im März 2014.

 

 September 2015

  1.  IS-Feldzug   (1)

  2.  Globale Flüchtlingswellen (-)

  3.  Krise in der Türkei  (4)

  4.  Der neue Egoismus der EU   (-)

  5.  UNO – die neue Hilflosigkeit  (-)

  6.  Klimawandel und die Folgen (9)

  7.  Ukrainekonflikt   (5)

Gleich 3 mal(5 mal) hat es der IS geschafft positive Zukunftperspektiven der Menschheit zu beschädigen. So geht nicht nur die schrittweise Zerstörung und der Niedergang des Nahen Ostens auf das Konto des IS (und anderer Player wie USA und Co.), auch die Krise in der Türkei ist ein Ergebnis der geistigen Brandstiftung,  mit der der IS haussieren geht. Dabei ist es auch die willfährige Bereitschaft der türkischen Regierung über einen Bürgerkrieg ihre Macht zu erhalten und auszubauen. In diesem Zusammenhang ist ebenso der neue Egoismus in der EU (und in Vorderasien: Saudi-Arabien/Isreal/Emirate (positive Ausnahmen: Jordanien und Libanon)  zu sehen sowie die zunehmende Bedeutungslosigkeit der UNO. Gerade sie könnte als positiver Faktor durch geeignete Maßnahmen die Einigung der Welt vorantreiben. Das Welt-Kalifat nach IS-Vorgaben wird schließlich genausowenig von Erfolg gekrönt sein, wie die Re-Katholisierung in Europa im 16/17. Jh. oder die Erlangung der Weltherrschaft durch die Nazis im 20.Jh. Die Frage ist allerdings, ob die Welt ( #wir  #wee ) erneut dafür bereit ist/sind 30 Jahre Krieg bzw. einen weitern Weltkrieg  in Kauf zu nehmen.             

Ernesto O.

 greenyes  #futurekillers: ältere Beiträge

 

 

 

*Stimmungsindikator (Quelle der Definition: Boerse.de) Durch Anlegerbefragungen oder Auswertung von Marktstatistiken gewonnener Indikator, der den Optimismus/Pessimismus der Anleger misst. Sind die Anleger mehrheitlich optimistisch gestimmt, gilt dies in der Regel als Warnsignal. Umgekehrt bestehen Hoffnungen auf einen Kursanstieg, wenn die Marktteilnehmer mehrheitlich pessimistisch sind.

 

The landscapes and windmills deep in our minds

1999. Sting hat es getan, Dusty Springfield schon 30 Jahre zuvor. Es dauerte ein knappes Jahr bis der Song von Michael Legrand in unseren Köpfen und Herzen angelangt war. Übrig blieb bis heute ein fantastisch poetischer Text in englischer Sprache, der auch ohne musikalische oder visuelle Darbietung tief berührt

Round, like a circle in a spiral
 Like a wheel within a wheel
 Never ending or beginning
 On an ever-spinning reel
Like a snowball down a mountain
 Or a carnival balloon
 Like a carousel that's turning
 Running rings around the moon
...And the world is like an apple
 Rolling silently in space... 
As the images unwind 
Like the circles that you find
In the windmills of your mind
(Lyrics: Windmills of your mind) 

Eine innerfamiliäre Legende besagt, dass meine Mutter ganz stolz darauf war, dass ich schon als Kindergartenknirps besonders gerne mit dem Weltatlas ins Bett gegangen sei. In der Tat, die Karten zur Entschleierung der Erde hatten mich schon als Kind fasziniert. Im Grundschulalter malte ich dann meine ersten eigenen Karten. Die waren zwar einfacher Art, aber es machte mir Spaß ein Spiel daraus zu machen. Ich fing an die Umrisse meiner damaligen Welt – der BRD – auf einen DINA 4 Schreibblock zu bannen.   Anschließend begann ich das nur durch eine Grenze vom Rest meiner kleinen DINA4 Welt „eingezäunte“ Land zu urbanisieren, indem ich Bleistiftkleckse für Frankfurt und Dortmund aufmalte und Autobahnen quer durch Deutschland bis an die Zonegrenze zog, von wo aus ich diese Autobahnen ins Land zurückreflektierte wie Lichtstrahlen an einem Spiegel. Überall wo die Autobahnen sich kreuzten ließ ich mit dicken schwarzem Kreisen neue Städte entstehen. Bald sahen meinen Deutschland-Karten aus wie das Ruhrgebiet oder der Großraum um München auf Google Maps.

Später mit 10 – ich war mittlerweile fähig alle Erdteile mit genauen Umrissen durchzupausen – wurde ich eindeutig das Opfer der Zeitgeschichte. Der kalte Krieg war voll im Gange, die Berliner Mauer stand, für meinen Deutschaufsatz über J.F.Kennedy bekam ich eine 6, was der Begeisterung für den US-Präsidenten allerdings keinen Abbruch tat. Ich war fest entschlossen auf meinen neuen Kartenwerken der Kontiente den 3. Weltkrieg für die Guten zu gewinnen. Parallel dazu wurde der 2. Weltkrieg im Pazifik im TV detailreich mit Inselspringen etc. vorgeführt.  Ich allerdings wählte für das finale Szenario die Karte mit der Antarktis, schließlich wollte ich nicht, dass ausser Militär sonst jemand zu schaden kommen sollte. Panzer, Fusstruppen, B 52 Bomber, Starfighter, U-Boote, Flugzeugträger  und Poseidon-Atomraketen waren schnell gezeichnet und dann glühte der eisige Kontinent, die Frontlinien wurden ständig neu eingezogen, Truppen und Waffen fielen nach „schweren Treffern“ mit dem Zeichengerät dem Radiergummi zum Opfer und waren fast genauso schnell wieder neu aufgemalt. Klar, wer gewinnen musste. Die Landstriche in meinem Gehirn waren derweil in Zonen von Gut und Böse eingeteilt.

Als der Vietnamkrieg wie ein Erdbeben durch Geografie meines Verstand preschte, verlegte ich kurzerhand meine geistigen Landscapes ins Weltall und malte mit Wachskreide detailreich den Mond – rechts darüber die Raumschiffe der Frogs(Raumschiff Orion) und links davon das Gottes Auge im Dreieck, dem Symbol der Dreieinigkeit. Die „Landkarten in meinem Kopf“ waren komplexer und dynamischer geworden. Ich versuchte von nun an der Welt verstandesmäßig gerecht zu werden. Eine eigene Philosophie, respektive Weltanschauung musste her. Die Zeit des Nachmalens und Nachplapperns war vorbei.

Warum mir dies jetzt alles einfällt?
In den vergangenen 30, 40 Jahren hat sich die Welt grundlegend verändert und Regierungen, Politiker, Erdenbürger aller Coleur, Konzerne, Wissenschaftler und Techniker schicken sich an die politischen, physischen und technischen Grenzen der Erde und des Geistes neu zu ziehen. Da gilt es  dabei zu sein und hinter den Horizont schauen zu wollen wie einst Kolumbus.

Wie kann  das Weltbild von morgen aussehen? Die Antwort steht voerst noch aus.

Good night, sleep tight.

Ernesto O.