24 Soldaten auf 6 LKW – mal nachgerechnet

Unter meinen Kids gab es immer wieder mal – zumeist – Jungs, die stellten ihrer Klasse Erklärungen oder kleine Theorien vor, – egal ob in Chemie, Politik oder Wirtschaft -, die hörten sich total logisch an und die Mitschüler/innen hingen andächtig an den scheinbar so überzeugenden Worten. Die Denkansätze hatten nur einen Fehler: Sie waren falsch. Entweder war die Basis der Annahme falsch, oder obwohl in sich stringent, das Gedankengebäude war zum Problem inadäquat, d.h. die Methode taugte nicht als Möglichkeit zur Lösung.

Sience Fiktion und Fantasy sind zwar wie Bruder und Schwester, aber das schließt nicht aus, dass es dort auch logisch und mathematisch korrekt zu gehen darf. Viele SF-Stories kümmern sich wenig darum, und deshalb ist „der Marsianer“ inzwischen zum realistischen SF-Film der letzten Jahrzehnte avanciert. Alles in sich logisch aufgebaut und dennoch auch hier ist die Grundlage für das ganze Chaos um Mark Watney falsch und es würde nie so passieren. Mark Watney wird von einem Marssturm überrascht und dadurch zum Obdachlosen auf dem roten Planeten. Er überlebt, indem er immer wieder nach dem letzten Strohhalm greift. Toll anzusehen, wie ein hoffnungsloser Optimist kämpft. Doch die Basis der Geschichte – ein Sandsturm mit 300km/h – wird es wohl nie geben können, der niedrige Druck auf dem Mars lässt jeden noch so ausgedehnten Sandsturm zum lauen Lüftchen werden und nicht zum irdischen Taifun.

Bei der folgenden Geschichte geht es um 24 Soldaten und LKWs, Grund genug einmal die Rechenmethode nachzurechnen:

 

 

Anders stellt sich die Sache im folgenden Beispiel dar. Die Grundlage des Verfahren basiert auf richtigen und nachprüfbaren Annahmen, die Methode ist stringent und führt zur Lösung. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass jede noch so richtige Methode nicht überall angewendet werden sollte. Denn die hier gezeigte „indische Methode der Multiplikation“ wird in bestimmten Fällen zur langsamen Schnecke.

In diesem Sinne. Lassen sie sich nicht ins Bockshorn jagen, weder in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

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Ernesto O.

Katalonien – Mal nachgerechnet!

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7 Millionen Katalanen wollen die Unabhängigkeit von Spanien…

7 Millionen? Mal nachgerechnet!

Beim Referendum waren rund 90% der Wählerstimmen für die Abspaltung von Spanien, rund 42% aller Wahlberechtigten gingen dabei zur Abstimmung. Summa summarum haben also nur max. 38% aller Katalanen sich für einen eigenen Staat entschieden, das ist weniger als die Hälfte der betroffenen Bürger.

Neben Katalonien gibt es rund 100 Staaten auf der Erde, die zwischen 1000 und 7 Millionen Einwohnern haben, aber nur 66 Staaten mit einem kleineren Staatsgebiet. Würden alle Menschen so wie die Regionalregierung Kataloniens denken und selbstständige Staaten bilden wollen würden sich Dinge ereignen, die  alle bereuen würden.

Nehmen wir weltweit an, dass jeweils Gruppen von 6-8 Millionen Menschen den von der katalanischen Regionalregierung unterstellten Freiheitsdrang haben, was etwa den Einwohnerzahlen von London, Kairo, Hongkong, Teheran, Lima oder Rio de Janeiro entspricht, müssten wir die Welt in knapp 1000 verschiedene Staaten teilen. Das heißt auf die knapp 200 UN-Mitglieder kämen pro UN-Land 5 neue Staaten zusätzlich hinzu! Legen wir die wenigen Quadratkilometer Fläche (32000) von Katalonien zugrunde, müsste sich die Erde sogar in fast 4000 getrennte Staatsgebiete teilen (ohne Antarktis).  Verheerend wäre dies vor allem für die Wirtschaft aller Saaten. Mehr als 800 verschiedene Währungen müssten täglich in ihrem Wert zueinander berechnet werden. Viele dieser Kleinstaaten würden alle paar Jahre galoppierende Inflationen erleben. Freiheit – wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche – vermittelt sich letztlich nur durch faire Staatsstrukturen gegenüber regionalen Gruppen, sowie den einzelnen Bürgern und Einwohnern des Landes. Dafür lohnt es sich doch mal nachzurechnen.

Ernesto O.

Mal nachgerechnet: Erdogans 5. Kolonne

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Wer die Presse auf und ab liest kann leicht den Eindruck erhalten, dass in Deutschland eine Horde entgeisterter Türken Erdogan als Heilsbringer auf dem Stimmzettel angekreuzt hat. Dazu noch ein paar Fahnen schwingende Autokorsos und der Wunsch der AfD alle zurück in die Türkei zu schicken und schon haben wir eine Stimmung wie in den Sechziger Jahren als die Axel-Springer-Presse die bösen linken Studenten hinter die Maurer in die DDR schicken wollte.

Genau hier sollten wir wieder einmal nachrechnen. Neuerdings gibt es ja auch bei der ARD einen #faktenfinder, doch es kann nicht schaden den Taschenrechner zu zücken und selbst aktiv zu werden.

  • In Deutschland leben 3,5 Millionen Menschen mit türkischem Abstammung.
    Davon sind 1,5 Millionen in der Türkei wahlberechtigt.
    Von diesen haben nur rund 50% beim Referendum abgestimmt.
    Erdogans Verfassungsänderung bekam in Deutschland 63 % der Stimmen.
    Am Ende stimmten aber nur 450.000 Deutsch-Türken von 1,5 Mio. dafür.

Das sieht nun schon nicht mehr nach einer überwältigenden Begeisterung für den neuen Führer der Türkei aus:

  • 42,8% der in Deutschland lebenden Türken sind wahlberechtigt.
    Davon haben nur ca. 50% überhaupt abgestimmt.
    63% der zur Wahl gegangen Dt.Türken haben mit Evet gestimmt,
    folglich haben nur 30% der Wahlberechtigten Dt.Türken mit Evet gestimmt,
    und sogar nur 12,8% aller Dt.Türken haben überhaupt Evet gesagt.

Wenn man nun noch bedenkt, dass Wahlbetrug zu Gunsten Erdogans stattgefunden hat,
so war das alles zusammen eine schallende Ohrfeige für die repressive Propagandaschlacht der AKP.

http://www.huffingtonpost.de/2017/04/18/diese-zahl-sollten-alle-kennen-die-nach-dem-turkei-referendum-auf-die-deutsch-turken-schimpfen_n_16069532.html?utm_hp_ref=germany&ir=Germany

#faktenfinder

Ernesto O.

 

Mal nachgerechnet: Muslimischer Terror in den USA

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Schenkt man der US-Regierung Glauben, dann muss die Angst vor Terror in der amerikanischen Bevölkerung schrecklich sein. Überall auf der Welt starten angeblich muslimische Attentäter um in die USA zu gelangen und dort Amerikaner zu ermorden.

Terror made in USA oder wie man das Pferd vom Schwanze aufzäumt.

Kellyanne Conway (Counselor to the President), von Beruf gelernte Meinungsforscherin und den Umgang mit Zahlen und Statistiken gewohnt entdeckte sogar ein bis dato völlig unbekanntes durch Muslime verübtes Massaker in Bowling-Green (Kentucky). Allerdings zeigte sich beim Nachrechnen, dass beim „Bowling-Green-Massaker“   0 – in Worten – null Menschen getötet wurden.  Ob Donald Trump auf Vorschlag seiner Beraterin, Menschen aus Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung nicht mehr einreisen lassen will ist nicht überliefert.

Das erfundene Kentucky-Massaker reizt jedoch zu weiterem Nachrechnen: Beim Abzählen stellen wir fest, dass nur Menschen aus 7 ausgewählten Ländern gebannt wurden. Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Jemen und Syrien. Dabei hätten es doch weit eher andere Länder treffen müssen: Terroristen aus Saudi-Arabien, Arabische Emirate(VAR), Ägypten und Libanon hatten 9/11 zu verantworten. Nach der Logik des amerikanischen Präsidenten Trump müssten somit diese 4 Ländern zuerst gebannt werden. Wie es scheint hat Mr. Trump Berater(innen), die wenig von der Terrorsituation im eigenen Land verstehen.

Die folgende von Kim Kardashian getwitterte Statistik
zeigt wo die wirkliche Gefahr für US-Bürger herkommt:

kimkaterrorusa
Selbst Kleinkinder töten in den USA mehr Menschen, als Jihadisten. Vor allem aber sind es die Volljährigen Amerikaner selbst, die sich gegenseitig ermorden.

 

Hier drei alternative Fakten für die US-Regierung.

Pfeil rot    Junges Mädchen rastet aus weil sie eine Waffe geschenkt bekommt

 

Pfeil rot   Five-year-old boy shoots and kills two-year-old sister


Pfeil rot   Männer laufen schwerbewaffnet in Polizeistation – und werden fast erschossen

 

Ernesto O.