Quantensprünge am Freitag II

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Sorry, aber so ist das mit Quantensprüngen – Freitags getunnelt und am Samstag wieder aufgetaucht.

Sie entsinnen sich, die unbeantwortete Frage aus Folge 1 lautete: „Sind wir in der Lage das Geschehen in einem benachbarten Paralleluniversum zu ändern?“

Nähern wir uns der Lösung mit einer Anekdote aus einer Fragestunde in Sydney mit dem weltbekannten Physiker Stephen Hawking, wo er eine verblüffende Antwort für das „One Direction“-Problem gab.

Auf die Frage einer jungen Dame: „Wie konnte es geschehen, dass der Sänger Zayn so plötzlich seine Boygroup One Direction verlassen und  damit die Herzen von Millionen von Mädchen auf der ganzen Welt gebrochen hat“,  gab Stephen Hawking eine verblüffende Antwort. „Es sei nicht auszuschließen, dass es noch andere Universen gebe – und dass in so einem Universum Zayn noch bei One Direction mitmache.“ Weiter führte er aus:“Dieses Mädchen möchte sicher auch wissen, dass in einem anderen ebenfalls möglichen Universum sie und Zayn glücklich verheiratet sein könnten.“

Ausgehend von der Viele-Welten-Theorie und der String-Theorie (10 ^500 Universen!) kommen wir zurück auf unser Problem vom letzten Freitag: „Sind wir in der Lage ist das Geschehen in einem benachbarten Paralleluniversum zu ändern?“

Nun ja, in gewisser Weise schon – allerdings ist die Art wie wir das tun können schon etwas skurril. Es gibt extrem viele Universen in denen  unserem Universum nichts ähnelt, parallel dazu gibt es aber auch extrem viele Universen, die uns so sehr ähnlich sind, dass es mit Sicherheit ein Universum gibt in denen ich genauso bin, wie ich hier bin, nur mit blauen statt braunen Augen.

Nachgerechnet: In der Milchstrasse gibt es ca. 100-300 Mrd. Sterne (ca. 10^11 Sterne), unser Universum kommt somit auf vielleicht 100 Mrd. Galaxien à 100 Mrd. Sterne also  ca. 10 Trilliarden Sterne  = 10^22 Sterne. 10 ^500 * 10^22 = 10^522 Sterne insgesamt  im Multiversum vorausgesetzt in allen Universen würden Sterne existieren. Aber selbst wenn nur in 10^100  davon Galaxien existieren  (also 10^400 weniger als die Anzahl der möglichen Universen), die wenigstens eine Erde enthalten gibt es 10^11 * 10^100 = 10^111 Erden. Ok, das mag sehr optimistisch sein, nehmen wir also nur an, dass in jedem dieser 10^100 Universen je eine einzige Erde existiert, dann sind das immer noch  mehr als  1 Quintilliarde* 1 Quintilliarde* 1 Quintilliarde (10^33 * 10^33 * 10^33 = 10^99) Erden im Multiversum.

 

Nochmal, die unbeantwortete Frage aus Folge 1 lautete:
„Sind wir in der Lage  das Geschehen in einem benachbarten Paralleluniversum zu ändern?“

Sollten also alle diese Universen der Quantenverschränkung (nicht lokale Theorie!) unterliegen, was ebenfalls eine durchaus realistische Annahme darstellt, dann genügt allein schon unsere Entscheidungskraft um im Nachbaruniversum Dinge zu verändern bzw. „Chaos zu verursachen“!

Was konkret bedeutet, dass  – da ich mich gerade entschieden habe diesen Artikel zu veröffentlichen –  ich gerade mein Pendant im Paralleluniversum dazu zwinge diesen Artikel in die Mülltonne zu kloppen. 

Wäre dies auch eine Chance den Brexit rückgängig zu machen und meine Aktienkurse wieder steigen zu lassen?

Da es sich hierbei nicht um eine singuläre Entscheidung einer  einzelnen Person handelt, müssen die Briten den angerichteten Schaden schon selbst wieder in Ordnung bringen. Dennoch bin ich sicher, dass es ein irgendwo ein Paralleluniversum gibt, in dem der Brexit nicht stattgefunden hat oder wenigstens wieder repariert wird.
Es würde mir allerdings genügen wenn meine Aktien steigen und solche Universen gibt es bestimmt…

 

Ernesto O.

P.S. Neue Frage: Ist es möglich in ein Universum zu wechseln, in dem nachhaltig alles besser ist als in diesem und welche Folgen hätte dies für dieses Universum?

 

Ernesto O.

Quantensprünge am Freitag I

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Du bekommst jeden Morgen drei Dosen mit Pausenbroten damit du auf der Arbeit, im Büro oder in der Schule genug zu essen hast. Doch jedesmal wenn du in deiner Pause zwei Dosen davon öffnest – egal welche –  findest du in den beiden Dosen immer jeweils ein Wurste- und ein Käsebrot. Seltsam. Eigentlich sollten wir erwarten dass hin und wieder einmal zwei Wurstebrote oder zwei Käsebrote erscheinen oder vielleicht etwas anderes drittes. Wie kann das möglich sein? (Alltagsbeispiel für Superposition und Verschränkung)

Allgemeine Grundannahmen über die Wirklichkeit

1. Es gibt eine objektive Realität (d.h. von der Bebachtung unabhängige Realität)

Hat der erste Baum der in der Vergangenheit der Erde umstürzte überhaupt ein Geräusch verursacht, schließlich hat es ja keiner gehört. Ist der Mond denn auch da, wenn keiner hinschaut?
Das Subjekt ist Teilmenge der Objektivität (Obermenge) – denkbar ist eine Teilmenge, die Elemente besitzt, die ausserhalb der  Obermenge liegen, dann wird die Obermenge automatisch um die Anzahl der Elemente größer die in dem Teil der Teilmenge liegen, deren Elemente ausserhalb der Obermenge lagen. Beispiel: Harry Potter fragt (den breits toten) Dumbledore: „Ist das jetzt alles wirklich oder ist das alles nur in meinem Kopf?“ „Das ist alles in deinem Kopf, aber warum sollte es nicht wirklich sein?“
 
Auch wenn Harry noch so phantastische Vorstellungen über die Welt in seinem Kopf gebiert, sie sind instantan Teil der Realität und somit real (als Teilmenge). Ein Teil der Realität ist aber auch, dass das was in Harry´s Kopf ist, nur ein Teil der Realität selbst ist. Zauberer dieses Formats können nicht die ganze Realität kennen und selbst wenn, sie können sie nicht abbilden.

2. Es gilt das Prinzip vom hinreichenden Grund
(kein fundamentaler Determinismus – Leibniz)

3. Es gibt so etwas wie Lokalität
(z.B. Nichts breitet sich schneller aus als Licht – es gibt Dinge die ausserhalb der Reichweite sind.)

Auch die Annahmen 2 und 3 sind vertrackt, wenn es darum geht sie überprüfbar zu machen. Dazu gibt es inen Film in Youtube:

 

Ach übrigens – wissen sie eigentlich, dass jeder von uns in der Lage ist das Geschehen in einem benachbarten Paralleluniversum zu ändern? Nicht? Na, dann denken sie mal eine Woche darüber nach, bis zum nächsten philosophischen Quantensprung am Freitag.

Ernesto O.

Das Paralleluniversum ist geplatzt

Chakalaka sum sum es machte bumm bumm!

Da war ich doch mal eben weg und keiner hat es bemerkt. Seit dem 17. März keinen einzigen Gedankensender-Blog. Niemand hat sich beschwert. Niemand hat mich vermisst. Die User haben sich verpisst.

Wenn das mal kein Grund ist beleidigt zu sein…

Für das Super-Social-Network Internet bin ich ein Nichts. Vergangen, Vergessen, Vorbei. Selbst die NSA  soll meine Daten schon wegen Systemirrrelevanz gelöscht haben. Ich bin ein blinder Fleck, den bis auf die Way-Back-Machine niemand mehr wa(h)rnimmt, und das auch nur zurück bis 2001.

Jede Menge Gründe depressiv zu werden, schließlich ist der Mensch ja an sich kommunikativ und möchte wenigstens wahrgenommen werden.
Stattdessen Extinktion – kein Ton.  Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Kreuz- und Querdenker bin. Den Querdenkern bin ich zu Kreuz und Kreuzdenkern zu Quer.

Doch gemäß meiner alten Maxime: „Es ist nichts so schlecht, das es nicht für etwas gut ist“, habe ich nun freie Hand zum EXPERIMENTIEREN.

universumsum universumsum universumsum universumsum

Warum der Traum vom Paralleluniversum „geplatzt“ ist

Wie im Philosophie Magazin 4/14 berichtet wird, hat das Science Magazin in seiner Ausgabe Nr. 343 vom Januar 2014 eine Studie veröffentlicht, die die String-Theorie, wonach Paralleluniversen als logische Konsequenz zu betrachten sind,  widerlegt.

Dabei beruft sich die Studie auf folgende Forschungsergebnisse:  Das Elektron ist 1) kugelrund und besitzt 2) kein elektromagnetisches Dipolmoment.

Grundlage ist die Ausgangsthese, dass die Teilchen der verschiedenen Universen interagieren müssten und zwar recht klassisch. Entweder durch Gravitation, was zu einer leichten Verzerrung führen müsste, oder elektromagnetisch, was zu einer ungleichen Ladungsverteilung führen würde.

Zum einen ist denkbar, dass ähnlich wie seinerzeit bei der Suche nach dem Higgsteilchen die Empfindlichkeit der Messung noch 10er Potenzen weit ungenau ist. Weder weiß  man nur annähernd wie klein die Abweichungen sein können, noch kann man sagen wie stark die Kraft eines Paralleluniversums ist, wenn man weder dessen Masse, Magnetfeld, noch Abstand zu unserem Weltall kennt. 

oder exotischer:
Wer sagt eigentlich, dass die elektromagentischen Kräfte zwischen Universen nicht etwa abgeschirmt sind?
Und überhaupt zwischen den Paralleluniversen Gravitation (bzw. positive Gravitation) besteht?

Entstand Gravitation nicht etwa gemeinsam mit unserem Weltall, die im übrigen doch permanent nachlässt – oder?
Hätte Gravitation in einem universellen Weltmeer („Gottes Schoß“) nicht sowieso dazu geführt, dass überhaupt keine Universen hätten entstehen können?

Und letztlich besteht immernoch die Möglichkeit, dass Universen wachsen wie Pflanzen, quasi durch Selbsterregung, nicht durch Anstoss.

Auch wenn Universen durch Anstoss entstehen – wer oder was gab den ersten Anstoss – kann angenommen werden, dass der Zusammenstoss der Universen ohne gravitatorischen Grund – also rein bewegungsdynamisch zustande kommt, was allerdings bedeutet, dass Universen im Gegensatz zu Elektronen nicht kugelrund sein können.

 Ernesto O.

universumsum universumsum universumsum universumsum