QaF : Wahrheit und Lüge – Wer hat das gesagt?

 

  1. Wenn ich höre, wie in Debatten die Fakten verdreht werden, staune ich darüber, dass manche Politiker meinen, sie könnten die Menschen einfach so hinters Licht führen.

  2. Sie selbst scheinen zu glauben, Wahrheit sei schlicht das, was ihren parteipolitischen Interessen diene.

  3. Wer behauptet, dass es die globale Erwärmung nicht gebe, dass Einwanderer kriminell seien oder Diskriminierung nicht existiere, ignoriert die Fakten absichtlich.

  4. Einer meiner Bekannten scherzt gerne, er habe das Lügen aufgegeben, weil er nicht gewieft genug sei, sich zu merken, wem er welche Geschichte erzählt habe.

  5. Lügen entziehen uns die Lebenskraft.

 

 

und … Wer hat es gesagt?

🔲  Ein links-grün Versiffter?

🔲  Ein Altbundeskanzler?

🔲  Das steht schon im „Kapital“!

🔲  Die Weidel von der AfD?

 

 

Lösung folgt ⏬

 

 

weiter unten ⏬

 

 

 

🔴   Nein Ein links-grün Versiffter war es nicht.

 

 

🔴  Ein Altbundeskanzler – nee!  Welcher denn?

🔴   Im „Kapital“ stand das sicher nicht…

🔴   Weidel ?  Da würden sich eher einige AfD ler die Zunge abbeißen.

 

✳  Die Zitate stammen aus dem Buch „Wut ist ein Geschenk“  von Arun Gandhi, einem Enkel von Mahatma Gandhi.  


 

Ernesto O.

Stay tuned: Quantensprünge am Freitag  #QaF

 

 

 

QSPF: Ivanka, Einstein und die Fakten


Pfeil rot
Pfeil rot Translation


Wenn die Fakten nicht zur Theorie passen, dann ändere die Fakten.

Sorry, ein Freund der Familie Trump werde ich wohl nie. Zu reich, zu großkotzig, zu egomanisch und zu geldgierig.

Wenn es allerdings um die Wahrheit und um Einstein geht, dann kenne ich weder Freund noch Feind und muss Ivanka Trump in Schutz nehmen auch wenn es mir nicht passt. Denn, wenn wir anfangen diejenigen, die uns unsympathisch sind, prinzipiell als Lügner zu beschimpfen, selbst wenn sie die Wahrheit sagen, dann bleiben die Fakten (Tatsachen) als Leiche auf der Strecke.

Der Stein des Anstosses ist:

Ivanka hat gesagt, Einstein hätte dies gesagt, doch @AlbertEinstein (offizieller Twitter Account für den verstorbenen Einstein) sagt, Einstein hat das nie gesagt und verweist auf die Princeton University, die auf das Buch „The Ultimate Quotable Einstein“ verweist, dass dies Einstein nie gesagt hätte und man könne dies dort dort nachprüfen.

Da war aber sofort was los auf Twitter. Die Tageszeitung Merkur berichtete:

Fake-News – Einstein falsch zitiert? Die Princeton Universität klagt an. Wir rufen „Einstein“ in den Zeugenstand! Auf Google Books gibt es das Zitate-Buch der Princeton Universität komplett in digitaler Form.  Also rasch die Suche in The Ultimate Quotable Einstein starten: Und siehe da auf S. 483 kommt etwas seltsames zu Vorschein! Das von Einstein angeblich nie gesagte!

Nun ist guter Rat teuer….. Zahlreiche Möglichkeiten tun sich auf.
Entweder hat Einstein das
1. nie gesagt oder
2. doch gesagt.

Daraus folgt:
1. Google, Princeton University oder wer auch immer hat die Bildschirmausgabe oder den ursprünglichen Text manipuliert. Fake Fake Fake.
2. oder das Zitat ist richtig.
3. keiner versteht Einstein.
4. oder vielleicht versteht nur Ivanka – Einstein – richtig.

Übersetzen wir das Zitat in ein verständliches Deutsch:

Wenn die Fakten (Tatsachen, Sachverhalte) nicht zur Theorie passen, ändere die Fakten.

Nimmt man diesen Satz politisch (Politik = Interessenvertretung…), dann könnte er (ganz im Sinne der Familie Trump?) so lauten:

Wenn die Fakten nicht zum meinem Plan (oder zu meiner Überzeugung) passen, dann manipuliere ich die Fakten.

Nun war Albert Einstein kein Politiker, sondern Naturwissenschaftler, der sich mit Physik, Mathematik und Astronomie beschäftigte und eher selten einen Gedanken über die Menschen und die große Politik äusserte.
Natürlich machte Einstein auch Fehler, dennoch war es für einen Naturwissenschaftler wie ihn, der Anerkennung für seine bedeutenden Erkenntnisse wollte, sehr wichtig experimentelle Beweise – sprich: Fakten – für seine Theorien zu finden und völlig ausgeschlossen Messergebnisse zu fälschen. Die Fälschung von Messergebnissen macht eine Theorie, ebenso die Wissenschaftler, die dahinter stehen indiskutabel. Anders als in der Politik kann man mit gefälschten Tatsachen in Natur und Technik nicht erfolgreich sein.

Sollte er diesen Satz: „If the facts don´t fit the theory, then change the facts.“ nicht sarkastisch gemeint haben, muss er im Lichte des Wissenschaftlers gedeutet werden. Legen wir also den Rückwärtsgang ein und machen eine Einstein angemessene Ableitung:

Wenn die Fakten nicht zum Plan passen, dann manipuliere die Fakten. (Politiker)

Wenn die Fakten nicht zur Theorie passen, ändere die Fakten. (angeblich Einstein)

—> Fakten = Experiment * Messungen

Wenn die Fakten(Experiment * Messungen) nicht zur Theorie passen, ändere die Fakten( Experiment * Messungen).

—> Experiment = Fakten/Messungen

Wenn die Experimente nicht zur Theorie passen, mache neue andere Experimente. (NaWi)

Einstein war wohl in gewisser Weise auch Sportler, der sich natürlich geärgert hat wenn die Ergebnisse nicht mit dem Ziel kompatibel sind. Ein Hochspringer ändert dann die Sprungtechnik, den Anlauf etc. um zu beweisen, dass er höher springen kann als angenommen. Naturwissenschaftler hingegen ändern die experimentelle Basis, die Bedingungen, die Relationen etc. aber nie die Ergebnisse. Je besser intelligenter die Anlage der Experimente, desto leichter wird kann mittels der Messergebnisse gezeigt werden, ob die Fakten die Theorie bestätigen.

Nicht vergessen sollten wir, dass Einstein Sinn für Humor und Situationskomik hatte (s. The Ultimate Quotable Einstein und das berühmte Foto mit der herausgestreckten Zunge).

Zwei Beispiele:
„Als ich viel später mit Einstein kosmologische Probleme diskutierte, bemerkte er, dass die Einführung der kosmologischen Konstanten die größte Eselei [biggest blunder] seines Lebens sei.“ ( George Gamows 1970 posthum veröffentlicher Autobiografie)

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Bleibt die Frage: Hat sich Ivanka nun mit dem Zitat blamiert?
Nicht wirklich, oder hatten sie etwa etwas Kluges von ihr erwartet?

Ernesto O.

QSPF: Sternkreise


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Als Vincent van Gogh vor über 100 Jahren ansetzte seine Sternenkreise zu malen, hatte noch niemand eine Galaxie gesehen. Heute wissen wir, dass die Andromeda-Galaxis, auch noch gerne als Andromedanebel bezeichnet, größer als unsere eigene Milchstrasse, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1 Mio. Stundenkilometer auf unsere Sonnensystem zu rast. Da sie jedoch etwa 2,5 Mio. Lichtjahre von der Erde entfernt ist haben wir noch ca. 4 Milliarden Jahre Zeit die Ankunft zu erwarten.

Noch keine 50 Jahre ist es her, dass wir einen ersten Blick unseres blauen Planeten aus dem Weltall erhaschen konnten. Vor 30 Jahren konnten wir sehen wie klein die Erde im Vergleich zum Saturn ist und gute Bilder von Kleinplaneten Pluto gibt es erst seitdem die Sonde New Horizons 2015 Pluto besuchte.

Vor 17 Jahren startete das Weltraumteleskop Hubble und brachte uns Jahr übers Jahr neue Fotos von Sternen, Galaxien und anderen Weltraumobjekten bis hin zum Ende der Ausdehnung von Raum und messbarer Zeit. Die Deep Field Galaxienansammlung befindet sich in über 13 Mrd. Lichtjahren Entfernung. Dank der Computertechnik und Astrokartografie ist es heute möglich einen  Simulationsflug durch galaktische Nebel zu simulieren. Dabei geschieht das so realistisch, als ob wir gerade mit Raumschiff Enterprise in Warp-Geschwindigkeit unterwegs wären.

Westerlund 2 befindet sich rund 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina

 

Während wir uns dem Sternhaufen rasch nähern, zischen beiderseits Sterne vorbei.  Wir kreuzen riesige Gebilde aus interstellarem Staub. Schließlich erreichen wir ein etliche Lichtjahre großes Sternenfeld.

Wir haben uns in gerade einmal 100 Jahren dem Weltall in einer Weise  genähert, die wir nur als Quantensprung bezeichnen können. Wann kommt der Quantensprung zum Frieden auf der Erde, davon sind wir noch Lichtjahre entfernt…

Ernesto O.

QSPF: Bärlauchkur für Diktatoren

Die Chemie muss stimmen und der Mix macht´s!

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Drah‘ Di net um, der Diktator-Virus geht um! oh oh oh
Wenn er dich trifft
dann kriegst du die Gicht
Die Gier, sie bringt dich um
der Macht-Bazillus macht dich dumm.
Alles klar, Frau Kommissar?

Oh je, harte Zeiten!
Überall diese Viren und Bazillen, die den Verstand zersetzen und dein Herz zerfetzen. Doch dagegen ist ein Kraut gewachsen! Schon die alten Römer schätzten die magischen Kräfte des Bärlauches und die Menschen des Mittelalters  pflegten die Heilpflanze in Hof- oder Klostergärten.

Der Bärlauch ist also genau das richtige für Leute, die am Diktator-Virus leiden oder vom Macht-Bazillus befallen sind. Man sagt dem Bärlauch nach, dass  er Vampire,  böse Geister sowie Schlangen fernhält und auch als Aphrodisiakum eingesetzt werden kann. Diktatoren, die bereits chronisch unter dem Macht-Bazillus leiden, ist die alljährliche Bärlauchkur dringend zu empfehlen. Er reinigt Körper und Geist, lässt wieder klar und vernünftig denken. Ausserdem vitalisiert, stärkt und erwärmt er den Körper so stark, dass manch ein Autokrat sehr rasch den Weg zurück zur Menschenfreundlichkeit gefunden haben soll. Angeblich soll Bärlauch ja böse Geister fernhalten, aber selbst wenn er das nicht tut, verringert er rapide die Ansteckungsgefahr, die vom Diktator-Virus ausgeht. Mitmenschen werden bestimmt automatisch einen Schritt zurücktreten, denn der Genuss eines Bärlauchpestos lässt die Bärlauch-Esser aus allen Poren nach Knoblauch riechen.
Nicht zu empfehlen ist übrigens die Beimischung von giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen, die mit dem Bärlauch verwechselt werden können. Tyrannen-Mord ist eigentlich etwas aus Frühzeit der Menschheit. Heute kuriert man Diktatoren von Nordkorea bis Venezuela, über die USA und Russland bis in die Türkei effektiv mit Bärlauch.  Es befriedet die Welt und wirkt wahre Wunder.

baerlauch on the table

Zu den Rezepten:

Bärlauchpesto

Frischen Bärlauch, Pinienkerne oder Mandelblättchen (auch Walnüsse sind geeignet), Olivenöl, Pfeffer & Salz,  Kräuter der Provence

Bärlauch waschen und streifig schneiden, Kerne bzw. Nüsse hacken kurz und hacken und etwas in der Pfanne anrösten. Bärlauch  und Pinienkerne ( Mandelblättchen/ Walnüsse) mit dem Zauberstab zerkleinern, dabei immer wieder Olivenöl hinzugießen bis eine cremige Masse entstanden ist. Abschmecken und kalt stellen.

Einfach Spaghetti kochen, auf den Teller, darüber das Bärlauchpesto (ggf. mit etwas Kochwasser verdünnen) und Parmesan darüber streuen. Exquisite Nudel-Variante statt Spaghetti: Penne –  dazu eigenen sich auch Garnelen.

Bärlauchbutter

Weiche Butter und ein paar Hände voll Bärlauch, Salz & Pfeffer, eventuell etwas Zitronensaft

Die Butter kurz mit dem Handrührgerät schlagen, den in Streifen geschnitten Bärlauch dazu und das Ganze pürieren. Salz und Pfeffer nach Geschmack.
Entweder sofort verwenden oder in kleine Schraubgläser(alternativ kleine Würfelformen), so kann man unterschiedliche großen Portionen aufbewahren.
Schmeckt nicht nur zum Sonntagsfrühstück gut, auch zu Gegrilltem.

Bärlauch macht sich nicht nur gut Nudeln; auch Bärlauchpfannkuchen sind ein Genuss.

Wer kuren will findet hier ergiebige Informationen über Allium ursinum (Bärlauch).

Guten Appetit wünscht

Ernesto O.