#CoronaCreativ #CoronaKreativ

Ich sag es ganz ehrlich, ich bin enttäuscht von der globalen Twitter Gemeinschaft. Im Angesicht der Coronakrise fehlt es den Milliarden Twitterfans an Überlebens-Philosophie und an Kreativität. Der Globus fällt in eine virale Winterstarre, jedes einzelne Land mauert sich ein. Die Begleitschäden steigen zunehmend, ein Plan für die Neubelebung fehlt, es fehlt der Input, über ihn wird nicht mal kommuniziert.

Das Ziel in Deutschland ist – wie vermutlich in jedem anderen Land – die Verdopplungsrate der Neuinfektionen auf 14 Tage zu verlängern.

Verlangsamung der Verdopplungsrate der Virusinfektionen


Doch was heißt das schon, wenn die Wissenschaft uns vorrechnet, dass erst bei einer 60-70% globalen Durchseuchung der Betrieb „Erde“ wieder normal funktionieren kann.

Wir befinden uns in einer nicht unähnlichen Situation wie Mark Watney – der Marsianer -, kräftig auf die Schnauze gefallen, aber „hurra, wir leben noch“, doch die entscheidende Phase liegt vor uns. Unsere Einstellung zu den Dingen, ist jetzt entscheidend für das Überleben und die Art und Weise wie wir überleben.

Wie hat Mark Watney es geschafft solange ohne fremde Hilfe zu überleben?
Die Methode ist einfach wie bestechend: Bootstrapping

Oder wie wir im Deutschen so schön sagen:
Sich an den Eigenen Haaren Aus dem Sumpf ziehen.

Geht nicht? Gibt’s nicht! Leider gibt es vielfältige Definitionen von Bootstrapping – aber ich versuche es mal auf den Punkt zu bringen.

Bootstrapping:
Mit nichts bzw. einfachsten Mitteln in der Hand eine überlebensfähige komplexe Struktur bzw. ein hochdifferenziertes funktionierendes System erschaffen.

Mark Watney´s Nachteil entwickelte sich dabei zu seinem Vorteil. Er hatte niemand mit dem er seine Ideen diskutieren konnte, also blieb ihm nichts anderes übrig als aus einer möglichst großen Vielfalt von eigenen Gedanken die Erfolg versprechenden auszuwählen.

Der Erfolg gab ihm recht,
die Misserfolge lehrten ihn
seine Vorgehensweise zu verbessern.

Doch daran scheitert es in der Twittergemeinde. Da werden lieber Knetfiguren gegen die Corona-Langeweile gebastelt. Ich sag es mal bösartig: „Gaffen und Maulen, das geht. Doch keiner kommt auf die Idee, Ideen und Vorschläge zu sammeln, die uns bei der Lösung unseres globalen Problems voranbringen können. Da verlässt man sich auf die Wissenschaft, als ob der Trainer allein ein Fußballspiel gewinnen könnte.

Ganze 17 Einträge finde ich unter #Coronakreativ,
unter #Coronacreativ 0 Einträge.

Dabei ist es so einfach – jeder kann selbst mithelfen, Mark Watney hat ja auch nicht darauf gewartet, dass die Wissenschaftler auf der Erde seine Probleme auf dem Mars lösen.

Also los geht es:

#Coronakreativ #Coronacreativ

  1. Einbahnwege in Supermärkten einführen, so können auch AV-Märkte und Bekleidungsgeschäfte wieder schrittweise geöffnet werden.
  2. Neuaufnahme des Schulbetriebs nur mit max. Begrenzungen an Schülern, die gleichzeitig anwesend sein dürfen.
    z.B.: 2 Stunden – Klassen A B C D , dann 2 Stunden Klassen E F G H usw.

  3. So jetzt kommt ihr.

    Ernesto O.

Übrigens – wer den Marsianer noch nicht gelesen oder gesehen hat – Prädikat: sehr empfehlenswert.

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#Corona Maskentheater

Kennen Sie den Cobra-Effekt, den Casimir-Effekt oder den Grauzonen-Effekt? Nein – nicht?

Wissen Sie eigentlich wer sich Schrödingers Katze ausgedacht hat, war das Heisenberg oder war das Schrödinger, der sich bielleicht Heisenbergs Unschärferelation ausgedacht hat?
In Corona Zeiten ist das alles uninteressant!

Ich habe mir in meinem #Homeoffice jetzt ein Gedankenexperiment ausgedacht, um herauszufinden ob wir der Corona-Herausforderung mit den richtigen Antworten begegnen.

Ein Liebespaar sitzt am 1. April 2020 auf einer Parkbank in Bayern und küsst sich – maskenfrei – in heftiger Liebe. Nun nähert sich ein Polizist auf 1,5m Abstand, worauf das Paar sich noch einmal umso heftiger küsst.

Achtung, jetzt wird es ein bischen wie bei George Orwell 1984:

  • Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen – Geldbuße von 150 Euro.
  • Ohne triftigen Grund die Wohnung verlassen – Geldbuße von 150 Euro.
  • Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Menschen nicht eingehalten – Geldbuße von 150 Euro.

Der Polizist belehrt die beiden, worauf sie lachend sich zum dritten Mal küssen.

  • Wer auf eine erste Belehrung nicht entsprechend reagiert, muss sofort 55 Euro Strafe zahlen (pro Person/Bayern).
  • Bei wiederholten Verstößen sollen die Regelsätze verdoppelt werden.

Wie groß sollte die fällige Strafe sein?
Sollten die beiden jeweils gleich bestraft werden?

Als der Polizist die Anzeige für die Geldbußen ausstellen will passiert etwas.

Das Liebespaar holt zwei Bescheinigungen aus der Tasche, darin steht dass sie beide seit 17 Tagen Corona frei und wieder gesund sind.

Was sagt uns das ganze jetzt?
Ich sage Ihnen gar nichts; denken Sie selbst darüber nach.
Lösen Sie das Rätsel! Schreiben sie die Geschichte zu Ende…..

In Jena wird jetzt das Masken-Theater getanzt. Dort scheint man der Annahme zu unterliegen, man könne Corona viel schneller ausrotten wie einst die Pocken. Das wird sich jedoch als Irrtum erweisen. Es dauerte 13 Jahre von der ersten großangelegten Pockenschutzimpfung im Jahre 1967 bis die Pocken endlich 1980 nahezu weltweit ausgerottet waren. Eine totale Maskenpflicht wird ihre Intention nicht erfüllen können und sich als ineffektiv erweisen.

Mag sein, dass Österreich mehr Maskenschutz benötigt, weil die Leute, die seit Mitte März allgemein bekannten Eigen-Schutzmaßnahmen nicht zur Genüge befolgen, in Deutschland jedoch ist dies derzeit nicht angezeigt . Die Zahl der Wieder-Gesundeten und der Neu-Infizierten hat sich inzwischen aneinander angeglichen.

Österreich
Deutschland

Viel wichtiger ist es darauf zu achten, dass die Randbedingungen (psychische, soziale und ökonomische Belastung der Gesellschaft) nicht aus dem Ruder laufen und vor allem das Clustering des Corona-Viruses eingedämmt werden.

Randbedingungen: Zuerst brauchen das medizinische Personal und das Pflegepersonal ausreichende und geeignete Schutzmasken, danach benötigen erst die Risikogruppen und dann zuletzt die allgemeine Bevölkerung Schutzmasken. Letztere sollte natürlich Schutzabstand halten! Ein Beispiel: Der Verdacht, dass in einem Gefängnis in Kolumbien der Corona-Virus sei, führte zu einer Revolte, bei der 23 Häftlinge erschossen worden – die hatten aber gar keine Corona-Infektion.

Löwenzahn-Effekt (=Clustering): Die Ausbreitung der Infektion geschieht nicht einfach wahllos nach der mathematischen Formel x ^ 2,5.
Viel mehr ist es so, dass die Infektion nicht allzu zufällig geschieht
Beispiel: SanSiro-Fußball-Station in Mailand. Die Viren nutzen in einer Phase der latenten Ruhe (2-3 Stunden) die zahllosen direkten Kontakte um sie dann – wie mit dem Wind bei einer Pusteblume – geclustert in einem zumeist begrenzten Gebiet zu verbreiten – viele Bergamo-Fans haben es in ihre Heimatstadt mitgenommen. Weitere Beipiele: Heinsberg – Landkreis Heinsberg, Firma in Bayern …, Altenheim in Seattle…, Diamond Princess.
Das Beispiel des Schiffes Diamond Princess, das von Hongkong bis nach Yokohama 4 Tage Zeit bot für das stille Wachstum der auf dem Schiff infizierten Patienten (706 von 3700) zeigt aber auch dass nach wie vor die schnelle Erkennung und Isolierung der Erkrankten am Wichtigsten ist.

Ernesto O.