Aktuelles Börsenkrötenwetter

…und hier nun das erste Börsenkrötenwetter:

Für die kommenden 7 Tage, den folgenden Monat und bis zum 5. Januar 2013.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass Wetterförsche und Börsenkröten etwas gemeinsam haben. Sie können sich irren, besonders wenn plötzliche Unwetter heranziehen sollten.

Übrigens: Damit das Krötenwetter nicht so alleine daher kommt, wird es in Zukunft noch mit einigen Börsenanektoden und Weisheiten aus dem Erfahrungsschatz der Kleinanleger garniert.

Ernesto o.

Ernesto ´s Börsenkrötenwetter

                                                                                                                                                                                               Ernesto´s Börsenkrötenwetter
Kennen Sie Paul. Nein? Na, klar doch. Paul, die Krake!
Genau, das war der Tintenfisch aus dem Sealifeaquarium in Oberhausen, der die Fußballspiele der letzten WM in Südafrika voraus orakelte.  Böse Zungen munkelten ja, er hätte dran glauben müssen, weil er die Endspielniederlage des DFB-Teams gegen Spanien richtig voraus gesagt hat.
Seitdem Paul mit seinen tollen Tips erfolgreich war hat es viele Nachahmer für Sportergebnisse gegeben. Vom heimischen Ziegenbock über Gerda, die Gans, bis zu Müller´s Hauskatze wurden inzwischen fast alle animalischen  Wesen als Hellseher bemüht.
Wen wundert es also, dass ich jetzt zur Aufbesserung meines Börsendepots auf der Suche nach guten Ratgebern die drei Ampelschildkröten aus dem Gartenbaumarkt entdeckt habe.  Sie haben bestimmt die Kompetenz um das Börsenwetter für die drei kommenden Monate vorher zu sagen!  Mit ihrem (Schutz-)Schild haben sie außerdem die Fähigkeit, stürmisch  fallende Aktienkurse zu melden und schließlich:  Kröten in der Geldbörse kann jeder gebrauchen. Oder nicht – oder doch?

Ich werde nun die 3 Kröten – wie taufe ich die drei bloß? – zum Erstenmal befragen. Bis gleich…

Ernesto O.

Sauere Gurkenzeit und der Dax wackelt

Es ist sauere Gurkenzeit!

Noch heißt es abwarten. Wie sich der DAX entwickelt, wird sich in den nächsten 14 Tagen zeigen,  welchen Pfad die geopolitische Lage einschlagen wird, wissen wir am 7. November. Ich hoffe, ich kann dann fröhlich meinen Geburtstag feiern. Ganz ehrlich: Obama ist mir lieber, ich denke noch mit Grauen an die Bush-Ära.

Ernesto O. 

Grexit so schlimm wie Pleite bei Lehmann Brothers

Was passiert eigentlich, wenn Griechenland aus dem Euro austritt – geht das überhaupt?

Hier die Antwort von ARD-Börse

„Was wären die Folgen eines Austritts für den griechischen Staat?

Ein Euro-Austritt würde das Schuldenproblem der Hellenen nicht lösen, sondern verschärfen. Die in Euro aufgenommenen Altschulden würden im Zuge der Abwertung der neuen eigenen Währung drastisch steigen. Für die Griechen würde es also teuer, mit der billigen Drachme die alten Schulden in Euro zurückzuzahlen. Dann gälte erst recht: Ohne massive finanzielle Stützung von außen wäre eine Staatspleite wohl nur eine Frage von Wochen.

Was wären die Folgen eines Austritts für die Banken?

Die bei einem Austritt nahezu sichere Staatspleite wäre auch für die Banken des Landes verheerend. Sie haben der Regierung mehr als 50 Milliarden Euro geliehen, indem sie etwa griechische Staatsanleihen – gewissermaßen die Schuldscheine des Landes – gekauft haben. Mit der Bankrotterklärung wären diese Staatsanleihen schlagartig nichts mehr wert. Das Geld wäre größtenteils verloren, die Banken könnten sich selbst nicht mehr refinanzieren und stünden vor dem Kollaps.

Zudem würde mit großer Wahrscheinlichkeit Panik unter den Sparern ausbrechen. Die Griechen würden versuchen, ihre Konten bei den heimischen Banken zu räumen, um die harten Euro vor einem Umtausch in weiche Drachmen zu schützen. Experten nennen das „Bank Run“. Zusätzlich zu den Verlusten durch griechische Staatsanleihen in ihren Büchern müssten die Banken also auch verkraften, dass die Sparer ihre Einlagen abziehen. Unter dem Strich bliebe den Instituten also quasi gar kein Geld mehr. Ein Zusammenbruch des gesamten griechischen Geldkreislaufs binnen weniger Stunden oder Tage dürfte die Folge sein.

Was wären die Folgen eines Austritts für die Unternehmen?

Ein Austritt aus dem Euro hätte für die griechische Wirtschaft vermutlich verheerende Folgen. Ökonomen befürchten viele Unternehmenspleiten, einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne. Das Land könnte wirtschaftlich unter Umständen um Jahrzehnte zurückgeworfen werden, der Lebensstandard weiter sinken.

Die Drachme, die den Euro ersetzen würde, wäre eine deutlich schwächere Währung als der Euro. Davon würde zwar die griechische Wirtschaft sogar teilweise profitieren: Griechische Exportprodukte würden sich verbilligen, und auch für Urlauber würde Griechenland billiger. Der Tourismus ist eines Hauptstandbeine der griechischen Wirtschaft.

Auf der anderen Seite aber würden sich Importe deutlich verteuern. Energie, Rohstoffe und Vorprodukte für die Industrie würden für viele Unternehmen möglicherweise unbezahlbar – Güter für die Weiterverarbeitung würden knapp, und es droht eine Energieknappheit. Und: Brechen die Banken zusammen, gibt den Unternehmen niemand mehr Kredite für Investitionen.

Wie würde sich ein Austritt auf die griechische Gesellschaft auswirken?

Weil der Staat durch den Austritt und die sich anschließende Staatspleite handlungsunfähig würde, würden sämtliche Empfänger staatlicher Transferleistungen leiden. Der Staat könnte zum Beispiel binnen kurzem keine Renten und Pensionen mehr auszahlen. Staatsbedienstete erhielten keinen Lohn mehr. Das hätte vermutlich den Zusammenbruch der öffentlichen Verwaltung zur Folge. Bei den Unternehmen würden die Aufträge vom Staat ausbleiben, viele Menschen würden ihren Arbeitsplatz verlieren. Die gesamte Wirtschaft würde zumindest kurzfristig in eine massive Depression stürzen – viel massiver, als sie es in den vergangenen Jahren ohnehin schon getan hat. Die Folgen: Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen, noch weiter sinkende Nachfrage, noch geringere Einkünfte des Staates bei einer gleichzeitig zunehmenden Zahl von Menschen, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind – und alle diese Faktoren dürften sich gegenseitig verstärken. Aufzuhalten wäre dieser Absturz vermutlich nur durch massive Hilfen von außen.

Wie würde sich ein Austritt auf die Euro-Zone auswirken?

Ökonomen geben auf diese Frage unterschiedliche Antworten. Manche Beobachter warnen vor einer Kettenreaktion. Der Fall Griechenlands würde die Ansteckungsgefahr für weitere verschuldete Länder in der EU – zum Beispiel Spanien, Italien oder Portugal – erhöhen. Denn letztlich könne sich kein Investor mehr darauf verlassen, dass nicht auch andere Länder aus dem Euroraum ausscheren.

„Wenn es hart auf hart kommt, würde niemand mehr Staatsanleihen anderer Krisenländer kaufen wollen – Refinanzierungsprobleme mehrerer weiterer Volkswirtschaften in Europa wären die Folge“, sagt Jürgen Matthes, Leiter der Abteilung internationale Wirtschaftsordnung beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen dieser Länder könnten so stark steigen, dass auch sie an den Rand der Zahlungsunfähigkeit kämen und unter den Rettungsschirm müssten. Letztlich könnte so der gesamte Währungsraum ins Wanken geraten. Das IW geht allerdings von begrenzten Ansteckungseffekten aus.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zeigten sich jüngst beunruhigt über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Der Bundesverband der Deutschen Industrie nannte ihn „ein Experiment mit ungewissem Ausgang“. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag teilte mit, davon profitiere „keiner in Europa“. Beide sehen im Fall eines Austritts aber nicht ihre Wachstumsprognosen in Gefahr. Ähnlich äußerten sich Bundesbank und Bankenverband: Die Folgen wären dramatisch, aber verkraftbar.

Wie wahrscheinlich ist ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone?

Ein wichtiger Faktor dafür werden die kommenden Wahlen sein – auch als Indikator dafür, ob die griechische Gesellschaft weiter bereit ist, den Sparkurs mitzutragen. Sollte dieser scheitern, dürfte das einen Austritt wahrscheinlicher machen.

In den jüngsten Umfragen zeichnete sich in Griechenland keine klare Mehrheit für eine Partei ab. Ob am Ende also Gegner oder Befürworter des Sparkurses die Nase vorn haben, ist schwer zu erahnen. Die meisten Erhebungen sehen die konservative Nea Demokratia (ND) vorn. Ihre Vertreter wollen sich an die Auflagen der internationalen Geldgeber halten.

Bei einem Umfrage-Institut liegt aber auch das radikallinke Bündnis Syriza vorn, das die Verträge mit den Geldgebern aufkündigen und neu verhandeln will. Ob die Partei es wirklich auf einen Austritt aus der Euro-Zone ankommen lässt oder mit ihren Ankündigungen lediglich politischen Druck aufbaut, ist unklar.

Politisch gewollt ist ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone wohl nicht. In einer Erklärung der G8 Ende Mai heißt es: „Wir bekräftigen unser Interesse daran, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, solange es seinen Verpflichtungen nachkommt.“ Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) bezifferte die Wahrscheinlichkeit für einen Austritt Griechenlands auf eins zu drei – also als eher unwahrscheinlich.“

 

Fazit:

Niemand würde vom Austritt Griechenland profitieren. Lediglich die deutschen Touristen könnten billiger Urlaub in Griechenland machen.  Insgesamt hätte ein Austritt Griechenlands aus dem Euro vergleichbare Folgen wie der Zusammenbruch von Lehmann Brothers, d.h. eine Kettenreaktion, die in ganz Europa und darüber hinaus Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hätte, wäre die Folge.

Die Folgen damals waren dramatisch, aber letztlich verkraftbar. Verkraftbar bedeutet allerdings bis zu 2 Jahren darbende  Märkte und unvorhersehbare Folgenkosten. Die EU-Wirtschaft müsste massiv angekurbelt werden – doch woher sollte dafür das Geld kommen. Schon wieder vom Steuerzahler?

Ernesto O.

 

Das ist der Gipfel …

Schlimmer

kanns

nimmer!

 

Das ist der Gipfel, jetzt auch noch Bankencrash im Odenwald.

 

 

Ohne Worte !

 

Ach übrigens, was passiert eigentlich wenn Griechenland den Euro verliert?

Hier ein ZDF-Interview mit Chefvolkswirt Heiner Flassbeck:   Gnade Gott den Deutschen

 

Schon vergessen? Das passierte als Argentinien 2002 pleite ging:

Die Argentinien-Krise – ein Überblick bei Wikipedia

Ernesto O.