Das Undenkbare 1


Das Undenkbare ist ein Thread, der sich mit schwarzen Schwänen, grauen Mäusen und weißen Löwen beschäftigt, oder aber mit der Zukunft.

e.e 2022

„Die Geschichte wiederholt sich“, ist ein Mem, das schon seit über einhundert Jahren in der Welt kursiert. Oswald Spengler beschrieb in seinem Werk „der Untergang des Abendlandes“ (Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte 1918-1923) den zyklischen Ablauf der Geschichte grob so:

Phase 1: Harte Zeiten erzeugen starke Männer
Phase 2: Starke Männer schaffen gute Zeiten
Phase 3: Gute Zeiten erzeugen schwache Männer
Phase 4: Schwache Männer schaffen harte Zeiten
Phase 1: Harte Zeiten erzeugen starke Männer
Phase 2 usw.

Spengler dachte darüber hinaus dass es 1000 Jahre dauern würde bis ein Zyklus abgeschlossen wäre. Er sah dabei das Kaiserreich und die darauffolgende Weimarer Republik als den Übergang von Phase 3 und 4 hin zu einem neuen 1000 jährigen Zyklus. Spengler war Nationalist und die Nazis propagierten auf dem Nährboden dieser Geschichtsauffassung ihr angeblich kommendes 1000 jähriges Reich, das – wie bekannt – bereits nach 12 Jahren in Schutt und Asche lag.

Nicht weniger verkehrt ist eine weitere Variante der zyklischen Vorstellung von Geschichte.
Phase 1: Sozialisten erzeugen harte Zeiten (Wirklich ? Nur wenn wir die Nazis von Faschisten in Sozialisten umwandeln. Waren das etwa rote Wölfe in brauen Schafspelzen ?)
Phase 2: Harte Zeiten erzeugen Kapitalisten
Phase 3: Kapitalisten erzeugen gute Zeiten (für wen denn eigentlich – ich kann das nicht bestätigen…)
Phase 4: Gute Zeiten erzeugen Sozialisten (warum denn überhaupt, wenn gute Zeiten doch gut sind…)
Phase 1: Sozialisten erzeugen harte Zeiten (es wäre mir neu, dass die Labor-Party England heruntergewirtschaftet hätte… „Cool Britannia“)

Geschichte verläuft nicht zyklisch,
Geschichte verläuft fraktal,
also sich selbst ähnlich. Ähnlich!

Natürlich gab und gibt es unbestritten zyklische Elemente der Geschichte, z.B. in der Wirtschaft, beim Erbrecht etc, aber daraus einen Kreislauf herleiten zu wollen, ist genauso falsch wie zu behaupten Wasser sei Wasserstoff, nur weil 2 von 3 Teilen des H2O Moleküls Wasserstoff sind. Wasser hat eine völlig andere Qualität als Wasserstoff, was sich in Eigenschaften und Verhalten der nassen Verbindung deutlich zeigt. Ein nicht lokaler sondern globaler Blickwinkel auf die Geschichte zeigt, wie abgeändert der Weg der Zukunft verläuft. Ein weiterer Faktor sind Krisen (politisch, technisch, natürlich; hinzu gesellt sich der Faktor Zufall, der die Geschichte immer wieder auf eine andere Schiene bringt. Aber auch moralische Vorstellungen über die Menschen ändern den Verlauf der Geschichte.

Genauso wenig wie eine 100% Vorhersage über die Zukunft abgegeben werden kann, kann eine inverse Zinsstruktur mit Sicherheit eine Rezession vorhersagen, und schon gleich 2x mal nicht den Zeitpunkt wann diese eintreffen wird. Das einzige was sich zuverlässig in der Geschichte wiederholt sind Krisen, und das sind keineswegs nur Wirtschaftskrisen wie das folgende Schaubild nahelegt.

Es sind jedoch die grundlegenderen Krisen, der sich die Menschheit stellen muss. In scheinbar sich verkürzenden Abständen geben sie der globalen Gesellschaft Schübe.

Die Krisen speisen sich aus den politischen, technischen, natürlichen, zufälligen, moralischen bis hin zu den evolutionsbedingten und koismischen Gegebenheiten (Sonnensturm oder Alienbesuch) und möglicherweise in 225 Millionen Jahren, wenn die Milchstraße sich sich einmal um selbst gedreht hat ergibt sich dann ein großer Zyklus, der aber spätestens in 4 Milliarden Jahren wenn uns die Andromeda-Galaxie anrempelt auch wieder vorbei ist.

Beängstigender ist da ein alte provokante These von mir (2002), die die Menschheit in ein Wechselbad schickt.

Die kosmische Welle: Kapitel Geschichte

Genau hier sollte die Menschheit wirklich etwas nachhaltig ändern. Dies ist auch der tiefere Grund, weshalb die Europäer der Ukraine bei der Abwehr gegen den neuen alten Unterdrücker helfen müssen, wollen sie nicht selbst wieder unterdrückt werden. Grundsätzlich können wir alles mit allem vergleichen, also auch Putin mit Hitler und Stalin, dabei stellt sich jedoch heraus dass Vergleiche – besonders politische – hinken, wie im Focus-Artikel: „Darf man Putin mit Hitler vergleichen? Was Historiker sagen“, dargelegt wird.

Dennoch lohnt es sich zu Vergleichen. Analogik heißt die Technik die Vergleiche als Hilfsmittel verwendet. Analogik deckt die Unterschiede auf, die wir erkennen müssen um Putin und die KremlGESTAPO mit ihren eigenen Waffen schlagen zu können.

Irgendwie sind ja alle Orangen, Mandarinen, Clementinen, Blutorangen und Grapefruit Zitrusfrüchte, das haben sie gemeinsam, aber Größe, Form, Geschmack, Kernigkeit, Inhaltsstoffe etc. unterscheiden sich doch erheblich von einander. Putin gibt sich im Unterschied zu andern Diktatoren etwa sehr christlich – was er natürlich nicht ist – denn er weiß wenn er den Rückhalt in der orthodoxen russischen Kirche verliert, ist er verloren. Das gibt uns den Hebel seinen Popen, Patriarch Kyrill vor aller Augen als Verräter an Jesus und Ostern zu entlarven. Wenn die russischen Rentner begreifen, dass ihr Glauben gerade eben von einem Judas und einem Kain ermordet wird, schwindet das blinde Vertrauen rasch in Putins angebliche „Russen- und Menschenfreundlichkeit“.

Nächster Angriffspunkt ist seine „sichere Schachstrategie“, er lässt sogar seinen neusten Jagdbomber „Checkmate“ taufen, hier gilt es seine Schachphilospie gründlich zu durchkreuzten. Echte Schachspieler wie Kasparow haben bereits gute Pläne. Putin will also nach Transnistrien? Schön, Moldau und die Ukraine können Hase und Igel mit Putin spielen und ganz schnell die Moldauer, Bulgaren und Ukrainer aus den Fängen des KGB Sheriff Viktor Gushan in Tiraspol befreien. 😉

Ernesto O.

wird fortgesetzt

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