Der Börsenmonat – Watchlist Update Juli 20

An der Börse gilt es die Verluste zu minimieren, dann kommen die Gewinne von ganz alleine.

Über eine muntere Börse können wir uns 2020 nicht beklagen. Ablesen lässt sich das am „Hitze-Indikator“, dem VDAX. Dieser Volatilitätsindex ist der Maßstab dafür wieviel Angst in Börsenkursen steckt. Während der VDAX im Januar bei 12,5 sein Jahrestief hatte, knallte der Index im März auf 87 Punkte ( von max. 100). Inzwischen hat er sich wieder beruhigt, liegt aber auch im Juli zwischen 35 und zuletzt 25 Punkten, was weiterhin ein Zeichen für angespannte Märkte (über 20 Punkte) ist. Der VDAX bietet uns die Möglichkeit Erfahrung zu sammeln, so wie etwa im Sommer 2011.

Anfang Juni 2011 kreuzte der VDAX die 20 Punkte-Marke nach oben und legte im folgenden Monat Juli auf 25 Punkte zu, bevor es im August und September so richtig krachte und der VDAX erst bei 50 Punkten ab Oktober die Kehrtwende einleitete und zum Jahresende die 25 Punkte-Marke nach unten hin wieder unterschritt.

Was war geschehen?
Hatte das alte Musterdepot2002 ( Start 2002: Einsatz 4000 €) im Juli noch mit 7000 € notiert, stürzte es bis zum Jahresende 2011 auf 4100 € (-41% !) ab. Grund genug für mich einen Schlussstrich zu ziehen, denn 100,- € Performance in 10 Jahren, das ist nicht mal das was Kleinanleger u. Kleinanlegerinnen sich wünschen.

Zurück zum Juli 2011: In den USA drohte eine Haushaltssperre und die Anlegerschaft scharrte mit den Füßen. Die Spannung zwischen der Obama-Regierung und der GOP-Mehrheit wuchs bis zum Ende des Monats. Glücklicherweise konnte man sich noch im letzten Moment einigen. Gleichzeitig fuhr VW einen Rekordgewinn ein und der Monat Juli endete positiv für das Musterdepot2002 , obwohl die VW Aktie trotz (oder gerade wegen) des guten Quartalsberichts mit -6% in den August startete. Der Weg nach unten begann im August mit -17%, mit weiteren -20% im September und nach einer kurzen Erholung im Oktober fielen die Kurse weiter, so dass am 31. Dezember das Schicksal besiegelt war. Das war das Aus für das Musterdepot2002. Wie gewonnen so zeronnen. Wie bekannt startete das aktuelle Musterdepot2012 am 1.1.2012 mit 4100 € und hat sich seitdem mehr als vervierfacht. Und die Moral von der Geschicht’ – Trau dem VDAX über 20 nicht!

Was können wir daraus lernen?

  • Den VAX ausser Acht zu lassen, ist gefährlich für das Portfolio.
  • Geht der VDAX über 20 Punkte heißt es Cash aufbauen.
  • Die beiden Monate August und September waren im letzten Jahrzehnt die Monate mit der schlechtesten Performance.

Natürlich können wir nicht in die Zukunft schauen, aber wir können auf Erfahrungen aufbauen und statistische Wahrscheinlichkeiten in Betracht ziehen. Ja, es ist richtig, die Börsen haben seit März eine so nicht erwartete Rally hingelegt und unser Musterdepot2012 ist lediglich mit einer neuen Position ausgestattet worden (Encavis +36%). Dafür sitzt unser Depot auf 35% Cash, der investiert werden kann.

Sollten die Märkte schwächeln, werden die Neueinkäufe billiger.
Sollte die Rally allerdings weitergehen, können wir jederzeit auf den fahrenden Zug springen, denn erfahrungsgemäß sind die Monate Oktober bis Dezember im Backtest der vergangenen Jahrzehnte die stärksten Börsenmonate.

Watchliste – Update

Im Laufe des Monats habe ich die Watchlist auf rekordverdächtige 25 Werte ausgedehnt. Das hat einen einfachen Grund:

Viermal im Jahr melden die börsennotierten Unternehmen ihre Quartalszahlen (Q1-Q4).

  • Januar Q4/Jahresabschlüsse
  • April Q1
  • Juli Q2
  • Oktober Q3

Diese sogenannte Berichtssaison dauert knapp zwei Monate und beginnt zumeist ab dem 10. d.M. Dies bedeutet aktuell, dass 20 von 24 Firmen der Watchlist bis Ende August Zahlen melden und etwas zum Ausblick des kommenden Quartals sagen werden. Danach schlagen die Kurse dieser Aktien häufig einen neuen Weg ein oder bestätigen und beschleunigen sogar den Kurs in die eingeschlagene Richtung.

15 der 24 Aktienkurse auf der Watchlist sind seit Monatsanfang positiv, aber auch die Q2 Berichte für die anderen 9 Aktien sind mit Interesse zu beobachten.

Einer geht noch: 7 C Solarparken

Trinken sie gerne Tee, dann sollten sie Tee-Aktien kaufen. Lieber Bier? Gut, dann probieren sie es mal mit Diageo. Oder doch lieber Cola? Dann sollten sie es machen wie einst Warren Buffet, der die Basis für seinen Erfolg mit Coca-Cola Aktien legte.

Eine Aktie kaufen und schlafen legen, dann ist vielleicht 7C Solarparken angesagt…
In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs von Solarparken verdoppelt. Zwar hat unser Musterdepotwert Sony (144% seit Aufnahme 7/2016) im Vergleich die Nase vorne, allerdings musste auch Sony schon Dürrephasen mit -27% in 2018/19 und -28% während des Corona-Crashs hinnehmen. Hingegen entwickelte sich 7 C Solarparken bis auf den März langsam und stetig nach oben. Und das ist auch in den kommenden 5 Jahren zu erwarten. Sobald eine Solaranlage am Netz ist kann man sich im Sessel zurücklehnen und abwarten. Öl, Gas und Kohle machen nicht nur Dreck, sie verursachen den Konzernen auch eindeutig mehr Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Kraftwerke. Genial ist hier auch die Idee von Solarparken die erste PV-Anlage auf einem stillgelegten See einer Tagebaugrube zu installieren. Der Ausbau des grünen Energiegeschäfts könnte so früher oder später einen der großen Strom-Player wie RWE, E.ON, Eni, MVV, Enel oder EnBW auf den Gedanken bringen sich bei Solarparken einzukaufen.

Ernesto O.

Setze nie auf Penny-Stocks,
diversifiziere dein Depot
in verschiedene Branchen und Länder.
Aktienkurse können fallen
und einen Totalverlust
des eingesetzten Geldes verursachen.

Der Börsenmonat – Juli 20

#DerBoersenmonat #Musterdepot #FreeBlog

Ein alter Börsenkalauer lautet:
„Wie kann ich ein kleines Vermögen an der Börse machen?
„Ganz einfach, indem du ein großes Vermögen investierst!“

Ein Beispiel wie dies „gelingen“ kann, sehen wir hier:
Manu und Max – beide Anfang 30 Jahre – haben sich mühsam 20000 € erspart und wollen nun endlich mal Rendite sehen. Aktien sind ja angeblich das Gebot der Stunde und die beiden glauben, dass Bitcoins die Zukunft gehört.
Es ist die Mittagspause des 24. Juni und eine Aktie dazu ist schnell gefunden: Netcents Technology. Mal schauen!
„Hey, heute morgen war Netcents noch bei 80 Cents, mal sehen was geht. Hui, zum Feierabend steht die Aktie jetzt schon auf 1,20 €. Satte 50% bergauf. Da legen wir uns morgen früh gleich auf die Lauer und kaufen 10000 Anteile zu 1,20 €.“
Der Morgen der Entscheidung: Doch die Rallye läuft schon – „Hm, aber wir kriegen unsere 10000 Anteile! Oh, zu 1,60 gekauft; na siehste schon 1,80 €, so verdient man blitzschnell 2000 €“ – oder doch nicht?
Inzwischen ist es 17.30 und Netcents steht auf 1,32 – nicht schön. Einmal drüber schlafen. „Die Aktie ruht sich nur etwas aus auf dem Weg nach oben.“ Doch die Aktie fällt unter einen Euro und steht sieben Börsentage später auf gerade mal 0, 85 €
So schnell haben Max und Manu ihr ganzes Sparvermögen noch nie in einer Woche für nix und wieder nix halbiert. 8000,- € futsch.

Netcents Chart – Quelle: Comdirect

Netcents ist das was erfahrene Börsenfüchse einen Pennystock nennen, damit kann man nur zocken und am Ende heulen wenn das Geld weg ist. Sollte es die beiden Börsenfrischlinge wirklich geben, kann ich nur sagen: „Herzliches Beileid Max und Manu!“

Quelle: Comdirect

Wer Aktien einer Firma kauft, die eine geringere Marktkapitalisierung als 500 Mio. hat, muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass hier ein großes Restrisiko besteht. Selbst wenn viele Aktien über den Tisch gehen ist das kein Nachweis für Qualität( rote Markierungen – siehe oben). Es müssen übrigens nicht einmal Penny-Stocks sein, die uns das Geld rauben. Jüngstes Beispiel ist das DAX-Unternehmen Wirecard, war da nicht auch mal was mit HypoRealEstate, Citigroup und und und….
Es ist dringend geboten auf die Warnsignale zu hören und diese waren bei Wirecard schon vor einem Jahr nachzulesen.
Deshalb ist es sinnvoll sich über die Aktien zu informieren, die wir uns anlachen wollen.

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Hier zwei hilfreiche Quellen zum Nachblättern akuteller News: (gewähltes Beispiel Raiffeisen Bank – aus der Watchlist)

Was macht eigentlich das Musterdepot ?

Für das 2012 mit 4100 € neu aufgelegte Musterdepot ging es zunächst bis 2016 nur bergauf, um dann mit der Chinakrise, dem Brexit und der Trumpwahl im November wieder heftig einzubrechen. Zwar brachte der jüngste Crash im Frühjahr 20 zwischenzeitlich ein Minus von jeweils mehr als 10% in den beiden Monaten Februar und März, diese sind aber nach dem raschen Rauswurf von Borussia Dortmund, Yamaha Gold (ausgestoppt), Voltabox, Ceconomy, sowie Teilverkäufen von Grieg Seafood und Sony inzwischen wieder ausgebügelt.

Zwischenstände: halbjährliche Erfassung

Als Antwort auf den Crash wurde im März mutig Encavis eingekauft, was bereits nach 3 Monaten mit +32% zu Buche schlägt. Allerdings hat der Energiepark-Betreiber damit derweil ein Gewicht von über 40% am Depot, was nicht gesund für den Mix ist und möglicherweise in einem Teilverkauf endet. Der Schlager des Monat Juni war mit + 45% Niu Tech (Elektromotorroller und Fahrräder), der dadurch zum 100%-ter geworden ist. An 3D Systems (3D-Druck) wird weiter festgehalten, vielleicht sogar nachgekauft, es ist eben billig.

Musterdepot Übersicht 3.7.20

Watchlist und Ausblick
Ein Blick auf die Watchlist des zurückliegenden Monats kann unter dem Punkt „verpasste Gelegenheiten“ zusammengefasst werden, was am VDAX gelegen haben könnte, der immer wieder Verkaufsgelgenheiten anzeigte (steigender VDAX = tendenziell günstigere Einkaufskurse, fallender VDAX = tendenziell sich verteuernde Einkaufskurse). Ob noch das viel zitierte W noch kommt ist genauso ungewiss wie der lockere Durchmarsch zu neuen DAX-Hochständen ebenso unwahrscheinlich bleibt. Es wird sicher wellig und volatil weitergehen. Die Q2 Zahlen in den kommenden Juli u. August-Wochen werden uns neue Hinweise geben. So stehendie statistisch belegten schwachen Börsenmonate August und September vor uns.
Das „Gute am Corona-Crash“ war, dass nun 35% des Depot als Cash zur Verfügung stehen. Für die rund 7000 € können wir in der zweiten Jahreshälfte noch drei bis vier Werte ins Depot aufnehmen. Die Watchlist für den Juli ist weiterhin mit 20 Werten besetzt.
Neu in der Watchlist seit dem 1. Juli sind: Pfizer, HelloFresh und Software AG. Die erste Juliwoche zeigte bis auf TEVA nur positive Performance und sieben der 20 Aktien sind denkbare oder mögliche Einkäufe. Doch Vorsicht! Die vor uns liegenden Quartalszahlen könnten für kräftige Enttäuschungen sorgen. Übereilte Schnellkäufe sind also nicht angesagt.

Watchlist am 6.7.20

Ernesto O.

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Auf dem Trumpelpfad ins Verderben

USA #Trump #MAWA

Stellen wir uns nur einmal für einen Augenblick vor in unserer Bundesrepublik würden die Zahlen der an Covid 19 erkrankten Personen seit 14 Tagen täglich neue Rekorde erreichen während in vielen Bundesländern die Intensivstationen überbelegt sind und die Erkrankten mit dem Tode kämpfen. Würde in genau dieser Situation unsere Kanzlerin Merkel sich vor das Mikrofon stellen und verkünden: „Im August ist das wieder Virus verschwunden. Wir haben einen großartigen Job gemacht und jetzt feiern wir uns, die größte aller Nationen seit 1492.“

Vorschau im neuen Tab(öffnet in neuem Tab)

Merkel – niemals.
Trump – genauso!


Glaubt Trump ernsthaft, dass er damit durchkommt? Sind die US-Bürger so dumm, dass sie ihn im November wieder wählen werden, oder werden sie ihm für seine 4 Jahre Missmanagement die Quittung präsentieren?
Mitleid mit den Kranken, Arbeitslosen und Corona-Toten kennt Trump nicht, während er seine Mitarbeiter so oft wechselt wie andere die Unterhosen und zugleich Journalisten als „NASTY“ bezeichnet wenn sie ganz normale Fragen stellen.
Will er die Amerikaner solange aufwiegeln bis er einen Bürgerkrieg von Zaun gebrochen hat um dann sagen zu können: „Wir sind im Krieg, ich muss an der Macht bleiben“. Auf diesem „Trumpelpfad“ kann es nur Verlierer geben. Es scheint als wolle Trump seinen Weg für seine Wiederwahl mit Leichen pflastern. Frühere Präsidenten bekämpften die Feinde in Europa, Asien und dem Rest der Welt. Trump baut sich seine Feinde – ganz nach dem Erdogan-Modell – im eigenen Land auf. Wenn es nicht so real wäre, würde ich sagen: „Don Quijote ist wieder da – und seine Rosinante wird es diesmal nicht überleben“

Neue traurige Krankenstand-Rekorde am Nationalfeiertag in: Alaska, Arizona, Arkansas, Kalifornien, Delaware, Florida, Georgia, Idaho, Kansas, Maryland, Mississippi, Missouri, Montana, New Mexico, North Carolina, Oregon, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia, Washington. Dazu ein rundes Dutzend Bundesstaaten mit 7-Tagen Durchschnitten in Rekordhöhe.

Covid 19 Rekordstände in den USA 4 July 2020

In welch desolaten Zustand Trump „seine“ USA gebracht hat, zeigen die Infektionszahlen in Alaska. Innerhalb eines Monats ist die Zahl der Covid19 Erkrankten um 1450% in die Höhe geschossen und das obwohl in Alaska sage und schreibe jeder Einwohner 2,5 Quadratkilometer Abstand bis zum nächsten Menschen zur Verfügung hat.

Trump made America weak again #Trump #MAWA

Ernesto O.

Der Börsenmonat – Juni 20

#DerBoersenmonat #Musterdepot

Mein Musterdepot

Im Zuge der Dotcom-Krise 2000-2002 nahm ich mit meinen Schülerinnen und Schülern am Börsenspiel „Planspiel Börse“ der Sparkasse teil. Dabei erhält ein Team (mind. 2 SuS bilden ein Team) ein virtuelles Startkapital, das in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu verwalten und zu mehren ist. Als Lehrer für Politik & Wirtschaft und Chemie erstellte ich so mein erstes Musterdepot und kann inzwischen auf rund 20 Jahre Erfahrung zurückblicken. Dabei habe ich viele hilfreiche Tipps für KleinanlegerInnen sammeln können. Es wird Zeit dieses Wissen weiterzugeben.

Jede und Jeder, die sich mit dem Gedanken eines Aktiensparplans als Altersvorsorge beschäftigen und das eigene Aktiendepot selbst managen möchten, ist gut beraten es in Form eines Musterdepot zu simulieren. Falls die Simulation dann einmal Realität werden soll, erhält man schon vor dem ersten echten Euro bereits in wenigen Monaten die Erkenntnis, dass Aktien heftige Wertverluste bringen können und deshalb regelmäßig – monatlich – zu überlegen ist, ob sich noch die richtigen Aktien im Depot befinden.

Ob Muster- oder Real-Depot, es stellt sich die Frage: An welche(s) Unternehmen gebe ich mein Geld? Sollten wir bei der Auswahl auf die populärsten Unternehmen setzen, deren Aktien im DAX, dem bekanntesten Börsen-Index Deutschlands gelistet sind? Schaut man sich den DAX an, fallen die sogenannten Autoaktien auf, zu deren Top-Werten neben VW natürlich auch Daimler gehört, das seit 1998 im DAX gelistet ist.

Wie wäre ein Musterdepot, das nur die Daimler-Aktie enthält im zurückliegenden Jahr gelaufen? Ein Blick auf den folgenden Chart liefert uns dazu die notwendigen Erkenntnisse:

Performance-Vergleich Daimler vs Musterdepot

Der Performance-Abgleich meines Musterdepots (Stand Ende Mai 2020) mit Daimler bringt erstaunliches zu Tage. Wer nur auf Daimler setzte war im zurückliegenden Jahr nicht erfolgreich, der Wertverlust für die Daimleraktie lag zeitweise bei -50%. Daimler war also keine gute Wahl, stattdessen bringt Diversifikationdas Halten von Aktien aus verschiedenen Branchen und Regionen – auch in Krisenzeiten erträgliches zustande.

Auswertung des Charts.

Aufgetragen ist die Performance meiner 6 Musterdepot-Aktien und der Aktie von Daimler (schwarz) seit 2019.
Daimler hat seit Mai 2019 zeitweise über 50% an Wert verloren.

Zum Vergleich die Kursentwicklung meiner Musterdepot-Werte:

  1. Grieg Seafood (Norwegen), trotz guter Perspektiven mit einem Verlust von 25%. Krisenzeiten wie diese haben offensichtlich auch Einfluss auf Preise und Verbrauch von Bio-Lachs. Deshalb wurde Ende Februar bei den ersten Crash-Anzeichen die Position halbiert.
  2. Anta Sports (China) – Konkurrenz zu Adidas, Puma, Nike und co. – hat einen Fußtritt mitbekommen, ist aber mit + 40% seit März wieder auf dem Weg zum Erfolg.
  3. Sony (Japan), schon als Dauerlutscher seit Juli 2016 im Depot. Zum Einstiegskurs von 27,02 € dabei, ist Sony aktuell auf 58,82 € gestiegen. Geduld kann sich auszahlen. Allerdings wird der Weg bis zur nächsten Playstation holprig, deshalb wurde die Position im Mai halbiert.
  4. Encavis (Deutschland) – und die Sonne lacht! Schon seit 2004 habe ich ein Photovoltaik-Hausdach, wenig effizient im Vergleich zu den neuen Solaranlagen von heute. Die vergangenen 6 Jahre Stromverbrauch konnte ich in Eigenproduktion erzeugen, das macht ökologisch wie ökonomisch Sinn. Sinn macht auch der Solarparkbetreiber Encavis rund 100% + im zurückliegenden Jahr.
  5. Niu Tech (China): Freude machen auch die „chinesischen Vespas 2.0“, E-Motorroller, E-Bikes u. E-Motorräder, die seit dem Crash-Tiefpunkt der Daimleraktie mit starken 50% Anschub eine tolle Performance zeigen.
  6. 3D-Systems (USA): Die 3D-Druck-Technikaktie ist ein „Sorgenkind“ und liegt seit dem Kauf im Dezember 2019 mit 10% im Minus. Aber nach wie vor haben 3D-Drucker eine Zukunft. Unter 6,50-7 € ist die Aktie eine Nachkauf-Überlegung wert.

Wer ein Muster- oder Real-Depot anlegen will, sollte nicht nur auf eine Branche setzen. Der Mix machts, dann stimmt auch die Chemie im Depot.

Die Watchlist

Mein Musterdepot enthält in normalen Zeiten 5 – 10 Werte, maximal 12. Im Unterschied zu den Fondsmanagern, können KleinanlegerInnen nicht viel Zeit in das Börsegeschehen investieren. Dennoch sollten sie sich die Zeit nehmen und einmal im Monat die Watchlist und das Depot ausmisten.

Die erste Woche des neuen Monats entscheidet darüber welche Aktien aus der Watchlist fliegen. Drägerwerk wird durch Twitter (politisch interessant) ersetzt. Shop-Apotheke hat wahrscheinlich das Ende der Fahnenstange erreicht und sollte auch ausgedient haben.

Historie

  • Mein Musterdepot besteht seit 2002 und startete im ersten Jahr sogleich mit einem Verlust von -43%. (Dot.com-Crash)
  • Die Finanzkrise 2008 bis zum Jahresende mit -53% zu.
  • Die kleine Sommer-Herbstkrise 2011 schlug sich nochmals am Jahresende mit -34% nieder.
  • Die China-Krise im Frühjahr 2016 bis zum Brexit drückte mein Musterdepot nochmals um -38% nach unten.
  • Dagegen hat die Corona-Virus-Krise 2020 nur mit -9% zugeschlagen während der DAX trotz starker Erholung immer noch mit -13% im Keller ist.

    Eigentlich geht es immer nur darum den DAX zu schlagen. Sollte die Jahresperformance des Musterdepots nach dem ersten Quartal schlechter als die DAX-Performance sein, muss man sich fragen ob man wirklich die richtigen Aktien hat.

Obwohl ich bis 2016 viel in meinen Musterdepot herum experimentiert habe, liegt das Depot mit 458% seit 2002 (2006: 720%, 2011: 3%) im Plus (ca. +20% p.A.).

Ausblick

Ich halte derzeit vom Gesamtwert des Depots knapp 40% in Cash. Der Grund ist einfach. Ich gehe nach wie vor nicht davon aus, dass der DAX V-förmig zu den alten Höchständen von 2020 über 13500 Punkte aufschließt. Ich erwarte die W-Formation und gehe von einem zweiten Dip aus, sobald der DAX die 200-Tageslinie bei 12200 Punkten erreicht hat.

Viele Unternehmen werden noch eine Weile mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen haben. In der Finanzkrise von 2008 dauerte es ganze 5 Jahre bis der DAX 2013 auf neue Höchststände kletterte. Deshalb heißt es für mich noch genügend Pulver trocken halten, es werden sich zahlreiche Gelegenheiten bieten um wieder in gute Unternehmen zu investieren.
Sollte dem DAX allerdings einen Durchmarsch der 200-Tageslinie gelingen, dann schauen wir mal…

Ernesto O.

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Rotkäppchen und die Angst vor der zweiten Welle


Nein es ist keine Märchenstunde, schon eher Zeit für Kasperletheater.

Es braucht auch nur wenige Rollen:

  • Rotkäppchen,
  • die zweite Welle, die „die zweite Welle“ heißt, aber in Wirklichkeit „die erste Welle“ ist,
  • das Publikum, das mitten drin und aussen vor ist,
  • den Märchenwald, der zwischen Washington und LA kreuz und quer um die Highways wächst.

Hier haben wir das ROTKÄPPCHEN

und hier die zweite W., pardon „die erste Welle“.

Die von zahlreichen Medien befürchtete zweite Welle für die USA ist ein Irrtum.

Allerdings gibt es auch Medien wie den Nachrichtendienst n-tv, der realisiert, dass die „zweite Welle“ eine erste Welle ist, die ständig eskaliert.

Schauen sie genau hin. Wo sehen sie hier eine zweite Welle?

Noch deutlicher belegt die Zahl der aktiven Fälle, dass die USA keine zweite Welle zu befürchten hat, weil die erste Welle gerade alles aufbietet um Furcht einzuflößen. Schon seit dem 15. Juni klettert die Anzahl aktiver Fälle der ersten Infektionswelle unaufhaltsam auf neue Höchststände.

Es wird Rotkäppchen nicht gefallen, dass ausgerechnet dort, wo er für seine Neuwahl Propaganda-Veranstaltungen abhält, die Infektionszahlen am steilsten in die Höhe schießen. Böse Zungen ätzen ja schon, dass Rotkäppchen mit einer Flasche Wein und einem Gugelhupf nichts mehr im November erreichen wird und die Wackersteine diesmal die Großmutter und das Rotkäppchen umbringen.


Apropos zweite Welle: Wenn jemand eine zweite Welle zu fürchten hat, dann ist das die Stadt, die niemals schläft in der Nacht.

New York ist es seit Ostern gelungen die Fallzahlen von mehr als 10000 Neuinfektionen am Tag auf unter 800 pro Tag zu drücken. Das wird sich der demokratisch regierte Bundesstaat von Rotkäppchen nicht wieder kaputt machen lassen wollen. Sollte Rotkäppchen noch einmal vor den Wahlen seinen Tower in New York ohne Mundschutz besuchen wollen, kann es passieren, dass er mit einem Platzverweis sich davon trollen muss.

Ernesto O.

Statistiken: worldometers.info

Was will Hitler am Tisch der 13?

kosmische Welle Kapitel 10 Harmonie Tisch der 13

Was hat er da zu suchen?
Dieser Massenmörder!

Also,
eigentlich hatte ich geplant als nächstes etwas über das Fraktalitätsprinzip zu schreiben, doch wie das Leben so spielt…
Auf Wunsch einer Twitter-Freundin reden wir jetzt erst einmal darüber was alle Menschen für erstrebenswert halten.

Die Harmonie.

Aber halt: Harmonie ist nicht ohne weiteres zu greifen, Harmonie hat keine genau definierte Wellenlänge wie eine Farbe. Feng Shui mag nett sein – einmal grün oder blau = Harmonie? Nein, das ist es nicht. Harmonie ist ein dynamisches, veränderliches Muster, ich nenne das gerne – die Harmonie der Spannung. Friede, Freude, Eierkuchen hingegen ist nur eine statische Harmonie, die immer in Auflösung begriffen ist. Nichts bleibt so wie es ist…

Alltags- und Weltbezogen können wir sagen: Wir Menschen wollen in Einklang mit der Natur leben, wobei der Mensch ein Teil eben dieser Natur ist und deshalb richten wir unser Verhalten – positiv wie negativ – nach der Natur aus. Problem dabei: Alle Menschen stricken sich ihre eigenen Wahrheiten, ob das dann ein rosarote oder eine geschwärzte Brille ist entscheidet jeder selbst. Aber um im Bild mit den Farben zu bleiben – das Sonnenlicht ist weiß und darin sind alle Farbnuancen enthalten. Weil uns Menschen aber die Vielfalt der Farben überfordert (mind. 200 x 20 x 500 = 2 Mio Farbnuancen), bahnen wir uns unseren Weg durch die Welt mit unseren selbstgewählten Lieblingsfarben, verkaufen diese als die Wahrheit und bekriegen uns deswegen.
Ergebnis: Die Wahrheit mit unseren menschengemachten Wahrheiten ist eine frömmelnde Selbstlüge und nebenbei zerstören wir damit Stück für Stück den letzten Rest an Harmonie in unseren Welt.

Grund genug hier einen runden Tisch aufzumachen!
Das Problem wird die Menschheit weiter verfolgen, deshalb habe ich das Treffen an Tisch 13 im Holodeck auf Raumschiff Enterprise im Jahr „3001“ organisiert. Ich habe dazu alle Facetten der Mensch- und Un-Menschlichkeit herbei geholt und das Gespräch bietet eine grundlegende Chance die Zukunft zu ändern, um in mehr Harmonie mit uns Menschen, der Erde, der Natur und dem Universum zu gelangen.

Ob dies auch oder nur mit Verbrechern wie Hitler, Pol Phot etc. oder nur ohne sie geht, kann der runde Tisch – hoffentlich erfolgreich – klären.

Wie ist eigentlich gerade die Lage an Tisch 13?

Eine „Reportage des Treffens am Tisch der 13“ finden sie in „Odyssee 3001 – 1. Raumzeitwellen-Konferenz“

hier das Link:
http://www.raumzeitwellen.de/spacewave-it/kapitel10.htm#Table13

Ernesto O.

Die kosmische Welle (org. Pdf-Version 2002)

Corona-Virus: Wie läuft es wo?

Zwar hat die Bundesregierung nach wie vor eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, aber die Situation ist in den einzelnen Ländern keineswegs gleich gelagert. Einige Länder scheinen über den Berg, während in anderen Staaten das Corona-Virus tobt.

1. Auf dem Weg zum Höhepunkt der Krise:

2. Der tägliche Kampf um bessere Zahlen:

3. Auf dem Weg der guten Besserung:

4. Pandemie ausgestanden?

5. Beginnt schon die zweite Welle?

6. Diffuse Datenlage:

Ernesto O.

Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/

Corona: Nebel voraus

NGC 6726 Corona Australis

Was tun wenn der Nebel kommt? Jeder Autofahrer, jede Autofahrerin weis es – wir fahren auf Sicht, achten darauf dass wir gut gesehen werden und falls Glätte hinzukommen sollte, wir die richtige Winterausrüstung aufgezogen haben.

Je dichter der Nebel, desto weiter herunter mit der Geschwindigkeit, notfalls bis zum Stillstand!

Momentan befinden wir uns in einer ähnlichen Situation: Virologe K will die Kitas öffnen, Virologe D will das unter keinen Umständen. Doch die Meinungsverschiedenheiten in der Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sind noch viel gravierender als hier angedeutet. Da wird einerseits blindes Herumstochern im Nebel als Wahrheit verkauft und andererseits vor lauter Angst auf der Überholspur der Autobahn geparkt, anstatt sich angemessen langsam vorwärts zu bewegen.

Vom Beginn einer Skepsis

Aber was können wir bei fehlender Klarsicht und solch einer dürftigen Informationslage tun?
Manchmal kommt man auch ohne die Hilfe der Wissenschaft aus einer kniffligen Lage heraus, wenn man die aktuellen Gefahren analysiert und daraus praktikable Schlüsse zieht. Betrachten wir die Charts zur Corona-Krise, so können wir vor allem aus den folgenden Diagrammen Trends ableiten, die Auskunft darüber geben wie wir uns verhalten, um sowohl unsere Gesundheit als auch die Gesellschaft möglichst wenig zu schädigen.

Neuinfektionen

Der Blick auf die täglichen Infektionsfälle zeigt, dass nach der Ausbildung eines Doppeltop die Entwicklung der Infektionen in einen Abwärtstrend übergegangen ist.

Betrachten wir die Zahl der täglichen durch den Coronavirus verursachten Todesfälle so können wir 3 Widerstandszonen ausmachen. Der Widerstand I bei 100 Toten pro Tag konnte bisher nicht unterschritten werden. Aktuell ist der Widerstand II bei 170 bis 180 Toten im Visier, sollte er nicht halten so ist wieder mit bis zu 300 Toten pro Tag zu rechnen. Da die Zahl der Toten, der Zahl der Infizierten nachläuft ist damit zu rechnen, dass die 200 Toten pro Tag erreicht und auch nochmals überschritten wird.

Worldometers.info

Der Chart von worldometers.info zeigt den Verlauf der Infektionen seit dem 15. Februar und ebenfalls (blassgrün) die Zahl der neuen Genesenen, die sich seit Ostern über der Zahl der tgl. Neuinfizierten stabilisiert. Nach dem Doppeltop hat sich ein bärischer Keil ausgebildet (hellgrün) der nun auf den Widerstand zwischen 900 und 1200 (untere rote Grenzlinie) stößt. Am Ende jedes Keils wird ein Ausbruch stattfinden. Ein rasches Unterschreiten der 1000er Marke ist wegen des Widerstands wenig wahrscheinlich, hingegen ein Backbeat Richtung 2500 wahrscheinlich, schlimmstenfalls sogar Richtung 5000 Neuinfektionen.

Entwickeln sich die Gewinne eines Unternehmen schlecht so versucht das Unternehmen dem entgegen zu steuern, genau dies hat die Politik auch in der medizinischen wie ökonomischen Coronakrise auch getan. Die nach dem 20. März ergriffenen Maßnahmen haben Anfang April begonnen zu wirken. Weil aber die radikalen Maßnahmen das gesellschaftliche Leben zu ersticken drohen, sind sie nicht auf ewig durchzuhalten, was übrigens auch rein medizinisch nicht angezeigt ist.

Da jedoch die Befreiung von der Geißel Corona in Form eines Impfstoffes noch 1 bis 2 Jahre auf sich warten lässt, sind jetzt gezielte Entlastungen sinnvoll. Der Ausbruch der Infektionskurve (rot-blau) nach oben wird zwar kommen, aber die elementaren Eindämmungsfaktoren wirken weiterhin, was den bullischen Ausbruch aller Voraussicht nach oben begrenzen wird. Dies gilt natürlich nur wenn das Virus nicht mit neuen bösartigen Mutationen aufwartet.

Ernesto O.