Saturdays are #Fridays4future, too.

Auch an Samstagen geht es um die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

1968 gründete sich der Club of Rome, der 1972 mit seinem ersten Bericht zur Lage der Erde die „Grenzen des Wachstums“ aufzeigte und auf die Gefahren des rasanten Anstiegs der Weltbevölkerung aufmerksam machte: 1960 – 3 Milliarden, 2016 – 7,4 Mrd. Menschen. Obwohl einige der befürchteten Vorausberechnungen sich Gottseidank als falsch erwiesen haben, wurde klar, dass wir nicht die Schätze unseres Planeten – Luft, Wasser, Boden und Energie – gnadenlos ausbeuten dürfen. Es sei denn wir wollen den Ast, auf dem wir sitzen, absägen. Wissenschaftler*innen aus aller Welt haben dies erkannt und arbeiten heute in allen Fachgebieten daran, dass unser Heimatplanet für uns bewohnbar bleibt.

Künstler und Philosophinnen eilen ihrer Zeit oft weit voraus, so etwa Hildegard von Bingen (Universalgelehrte des Mittelalters (Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie )), die schon vor über 800 Jahren erkannte, dass die Harmonie zwischen Mensch und Natur für die Gesundheit von Leib und Seele unabdingbar ist.

Künstler und Philosophinnen eilen ihrer Zeit oft weit voraus, so etwa Hildegard von Bingen (Universalgelehrte des Mittelalters (Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie )), die schon vor über 800 Jahren erkannte, dass die Harmonie zwischen Mensch und Natur für die Gesundheit von Leib und Seele unabdingbar ist.

Im Jahre 1966 waren es schließlich die Doors, die mit ihrem Song When the music´s over der Menschheit ihren ruchlosen Umgang mit Mutter Erde vorhielten.

Im Text des im Songs steht:

„When the music is over turn out the light“

Diese wiederholt im Song erscheinende Zeile, ist sicher doppeldeutig und keineswegs nur wörtlich zu verstehen. Geht es wirklich darum, dass am Ende des Doors-Konzerts die Lichter ausgehen? Nein, es kann auch so verstanden werden, dass das Ende der irdischen Party kommen wird und Mutter Erde uns unsere Daseinsberechtigung aufkündigt. Diese prophetische Aussage wird im Songtext wiederholt untermauert und verstärkt.

Einige Zeilen später heißt es

„Cancel my subscription to the resurrection“

Kündige mein Abo für die Auferstehung
….weil es keine geben wird, wenn die Menschen ihre einzige Heimat und ihre Zukunft zerstört.

„Before I sink into the big sleep I want to hear,
I want to hear the scream of the butterfly
Come back, baby, back into my arms“

Bevor ich in den langen großen Schlaf versinke, möchte ich den Schrei des Schmetterlings hören
Komm zurück mein Schatz in meine Arme
… das hat etwas Dornröschenhaftes an sich. Die Natur wird die Sünden der Menschen überdecken und in Vergessenheit bringen.

„What have they done to the earth?
What have they done to our fair sister?
Ravaged and plundered and ripped her and bit her
Stuck her with knives in the side of the dawn
And tied her with fences and dragged her down
I hear a very gentle sound with your ear down to the ground
Shut up“

Was haben sie mit der Erde gemacht?
Was haben sie mit unserer fairen freundlichen Schwester gemacht?
Vergewaltigt, geplündert, aufgerissen und gebissen
Mit Messern in die Seite der Morgendämmerung gestochen
An Zäune gefesselt und herab gerissen
Mit dem Ohr ganz am Boden, vernehme ich einen wirklich sanften Klang. Still jetzt!

…ohne Worte!

„We want the world and we want it… now“

Wir wollen die Welt und wir wollen sie … jetzt

… mit dieser Gier kann sowohl die jugendliche Gier nach Glück, als auch die Gier der Menschen alles besitzen und unterwerfen zu wollen gemeint sein….

„Persian night babe, see the light babe
Save us babe, Jesus, save us babe“

Persische Nacht, siehe das Licht mein Schatz
Rette uns mein Schatz, Jesus, rette uns

…diese Anspielung auf Persien und damit auf die heiligen drei Könige, die dem Licht des Sterns von Betlehem folgen,
soll uns zu Jesus – dem Retter – führen. Jim Morrison singt dies nicht ohne Grund, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass die Menschheit durch ihre Gewalttätigkeit gegenüber der Erde auf der Kippe steht.

„Until the end
Until the end
Until the end“

Bis zum Ende (…zum dicken oder zu glücklichen Ende?)

Hey Jimmy, ob uns Gott trotz unserer Torheiten retten wird, entscheidet Gott.
Aber wir haben von der Natur die Anleitung erhalten, wie wir uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen können. Jim wird es nicht mehr erleben, er starb bereits 1971 im Alter von 27 Jahren.

Even Saturdays are Fridays 4 future.

Ernesto O.

Hätte, hätte, Fahrradkette am 13. Februar

Hätte ich als Kind nicht Flügelhorn gelernt, würde ich heute nicht den Bass spielen;
hätte ich nicht in der Waschküche mein eigenes Labor gehabt, hätte ich auch nie Naturwissenschaften studiert;
hätten die Ärzte an der Charité nicht intensiv geforscht, wäre das Tuberkelbazillus nicht so rasch entdeckt worden;
hätte der Börsencrash am Black Friday 1929 nicht stattgefunden, wäre Hitler nicht an die Macht gekommen;
hätten die Nazis keinen Weltkrieg vom Zaun gebrochen, wäre Deutschland 1945 nicht gevierteilt worden;
hätten Hitler und seine Vasallen an Weihnachten 44 eingesehen, dass der Endsieg eine verblendete Illusion ist, wäre Dresden auch 1945 eine blühende Stadt geblieben;
hätte Gorbatschow 1989 nicht erkannt, dass friedliche Koexistenz der Völker besser ist als Kalter Krieg, würde der Eiserne Vorhang heute immer noch Europa spalten;
würde die chemische Industrie einsehen, dass weniger Gift gut für eine bessere Biosphäre ist, würden wir heute nicht über das Bienensterben jammern müssen.

und würden Trump, Putin und die anderen Atommächte (China, England, Frankreich et. al) einsehen, dass ein atomares Aufrüsten, bei dem bestehenden vielfachen Overkill nutzlos ist, würden sie die zig Milliarden in die Aufrüstung des Wohlstands der armen Menschen stecken und dafür Glück und Prosperität für alle ernten.

Ernesto O.

Die Weisheiten des Bapuji

Die Weisheiten des Bapuji

Bisweilen hilft es den Großmüttern und Großvätern genau zuzuhören. Sie verfügen über Lebenserfahrung und Altersweisheit.

Einfach entspannen und die Gedanken reflektieren:

Die meisten Menschen brauchen sehr wenig, um glücklich zu sein.

Schwierig wird es, wenn wir anfangen uns mit anderen zu vergleichen, und meinen die hätten es besser – und es könnte sich lohnen , darum zu kämpfen.

Die Überwindung ökonomischer Ungleichheit bedeutet einen weltweiten Schritt in Richtung Gewaltminimierung.

Gewaltlosigkeit zu predigen und dabei nicht die Wut zur Kenntnis zu nehmen, die durch die ungleichen Verhältnisse geschürt wird, ist ein Fehler.

Der Versuch wirtschaftlich erfolgreich zu sein ist an sich nichtfalsch, falsch ist es aber, die anderen Menschen nicht am eigenen Aufschwung teilhaben zu lassen.

Mit Selbstdisziplin bringen wir mehr zustande, als wir glauben.

Jeder einzelne Mensch hat einen besonderen Wert, deshalb sollten wir alle lieben und anerkennen, unabhängig vom Alter, Reichtum, Aussehen, Herkunft, Hautfarbe, ihrem Glauben und sozialen Status.

Nur wer sich selbst achtet, kann auch andere achten. (Madonna sagte: Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben.)

Geld ist ein Mittel zum Zweck. Mit ihm kann Elend beseitigt werden und Menschen in ausweglosen Situationen geholfen werden.

Den Wert eines Menschen am Geld zu messen ist dumm.

Wer seinen Wert durch Geld und materiellen Erfolg definiert, wird sich am Ende leer fühlen.

Entkopple deinen Selbstwert von dem Zeug das du besitzt.

Auf Erfolg, ein großes Gehalt und auf die eigene Leistung dürfen wir stolz sein , aber wir sollten nicht dem Glauben verfallen, das unser Bankkonto ein Maßstab für unseren wahren Wert ist.

Wenn dir Geld etwas bedeutet, dann stürze dich in die Arbeit und verdiene ein Menge; vergiss dabei aber nie, dass es auch noch etwas gibt, das eine größere Bedeutung hat.

Materialismus und Moral stehen in einem reziproken Verhältnis zueinander. Nimmt das eine zu, nimmt das andere ab.

Setze Geld ein um Armut und Diskriminierung aus der Welt zu schaffen oder um bessere Krankenversicherungen und Pflege für bedürftige Menschen zu organisieren.

Die vorstehenden Weisheiten stammen zumeist von Mahatma Gandhi.
Die Erfahrungen damit werden uns von seinem Enkel Arun Gandhi in dem Buch „Wut ist ein Geschenk“ vorgestellt.
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/wut_ist_ein_geschenk/arun_gandhi/ISBN3-8321-9866-0/ID56069920.html

Eine gute Rezension zum Buch befindet sich bei GeschichtenAgentin .

https://blog.geschichtenagentin.de/wut-ist-ein-geschenk-arun-gandhi-gandhis-enkel/

Ernesto O.

Volksaufstand, Volksaufstand


Volksaufstand, Volksaufstand

Der Bus kommt nicht ….Volksaufstand
Die Bahn fährt nicht ….Volksaufstand
Der Flieger bleibt am Boden ….Volksaufstand
Die Katze fällt auf ihre Pfoten ….Volksaufstand

Der inszenierte ….Volksaufstand…
Er raubt uns den Verstand!

Gelbe Westen, blaue Blumen, mediale Krumen,
Keine Liebe, aber Hiebe, braune Triebe.
Nordmazedonien, Katalonien, Venezuela in Nöten,
Exit – und die Welt geht flöten.

Politik bringt uns um den Verstand
Ich habe euch davor gewarnt.
Bürgerkrieg und Volksaufstand?
Fahren wir jetzt alles an die Wand?
Wir wollen leben Hand in Hand.

Löst endlich die Probleme!
Denn dazu sind sie eben da
Und das ist wahr!
Ja, Probleme sind zum Lösen da,
So löst sie endlich,
Dann wird‘s chic und cha cha cha.

Fair Play?                      Fair Play!

Sit down and pray
FAIR PLAY is the only way for today.

Ernesto O.





Zitat

Früher und Heute

Früher
… hatten die Leute Geld oder kein Geld.
Wer kein Geld hatte, war arm.
Wer Geld hatte, war reich.

Heute
… haben wenige Leute viel mehr Geld
und viele Menschen nur wenig Geld.
Wer heute kein Geld hat ist – nach wie vor – arm.
Wer heute Geld hat, ist viel reicher als früher,
will aber den Armen meist noch weniger geben als früher.

Mein Traum für Morgen
… werden alle Menschen genug Geld haben,
soviel dass niemand mehr danach fragt.
Damit dies geschieht muss ein Anfang gemacht werden
und das Geld fair an alle verteilt werden.

Übermorgen
… werden die Reichen sich darauf konzentrieren
diese Welt glücklicher zu machen
und die Armen, die es dann nicht mehr gibt,
auch.

Ernesto O.

Früher und Heute

Gutenberg: Der neue Editor für WordPress 5.0

z.B. Mit Text im Bild                

Das Ziel des neuen Editors ist es, das Hinzufügen von umfangreichen Inhalten in WordPress einfach und angenehm zu gestalten. Dieser ganze Beitrag besteht aus einzelnen Inhalts-Elementen, die LEGO-Steinen ähneln, die man bewegen und mit denen man interagieren kann. Lass den Mauszeiger kreisen und du wirst feststellen, dass um die verschiedenen Blöcke herum Umrisse und Pfeile aufleuchten. Drücke die Pfeile, um Blöcke schnell neu zu positionieren, ohne befürchten zu müssen, beim Kopieren und Einfügen etwas zu verlieren.

Was du gerade liest befindet sich in einem Text-Block, der einfachste Block von allen. Der Text-Block kann frei im Beitrag positioniert werden …

… wie dieser, der rechtsbündig ist.

Überschriften sind selbst separate Blöcke, was bei der Gliederung und Organisation deiner Inhalte hilft.

Beautiful landscape
Falls dein Theme es unterstützt, siehst du das „Weite-Breite“-Icon in der Bild-Werkzeugleiste. Probiere es aus.

Das Inserter-Werkzeug

Stell dir vor, alles, was WordPress kann, steht dir direkt auf der Oberfläche zur Verfügung. Keine Notwendigkeit mehr, sich an HTML-Tags, Klassen oder komplizierte Shortcode-Syntax zu erinnern. Das ist der Grundgedanke hinter dem Inserter – der (+)-Button, den du um den Editor herum siehst – mit dem du alle verfügbaren Inhalts-Blöcke suchen und in deinen Beitrag einfügen kannst. Plugins und Themes sind in der Lage, ihre eigenen Blöcke zu registrieren, was alle Arten von Möglichkeiten für eine umfangreiche Bearbeitung und Veröffentlichung eröffnet.

Versuch es, du entdeckst womöglich Dinge, die WordPress bereits in deine Beiträge einfügen kann, von denen du nichts wusstest. Hier ist eine kurze Liste, was du aktuell dort findest:

  • Text und Überschriften
  • Bilder und Videos
  • Galerien
  • Einbettungen, wie YouTube, Tweets, oder andere WordPress-Beiträge.
  • Layout-Blöcke, wie Buttons, Hero-Bilder, Separatoren, etc.
  • Und natürlich Listen wie diese 🙂

Visuelle Bearbeitung

Ein großer Vorteil von Blöcken ist es, dass du sie direkt vor Ort bearbeiten und deinen Inhalt verändern kannst. Anstelle von Feldern, um beispielsweise die Quelle eines Zitats oder den Text eines Buttons zu bearbeiten, kannst du den Inhalt direkt ändern. Versuche, das folgende Zitat zu bearbeiten:

Der Editor bietet ein neue Erfahrung beim Erstellen von Seiten und Beiträgen, die das mühelose Schreiben umfangreicher Inhalte ermöglicht. Er hat „Blöcke“, um das Einbetten von Inhalten, die bisher über Shortcodes, individuelles HTML oder „mysteriöse Praktiken“ eingebettet wurden, zu vereinfachen.

Matt Mullenweg, 2017

Die Quellenangabe des Zitats ist ein separates Textfeld, ähnlich wie bei den Bildunterschriften. Somit bleibt die Struktur des Zitats geschützt, auch wenn du die Quelle auswählst, veränderst oder entfernst. Sie kann jederzeit wieder hinzugefügt werden.

Blöcke können alles sein, was du brauchst. Zum Beispiel willst du vielleicht ein dezentes Zitat als Teil deiner Textkomposition hinzufügen oder du bevorzugst einen gigantischen Stil. All diese Optionen sind im Inserter verfügbar.

Du kannst die Anzahl der Spalten in deinen Galerien ändern, indem du einen Schieberegler im Block-Inspektor in der Seitenleiste bewegst.

Wenn du die neuen Weite-Breite und Volle-Breite-Ausrichtungen mit Galerien kombinierst, kannst du sehr schnell ein umfangreiches, multimediales Layout erstellen:

Barrierefreiheit ist wichtig – vergiss das alt-Attribut des Bildes nicht.

Klar, ein Bild in ganzer Breite kann ganz schön groß sein. Aber manchmal ist das Bild es wert.

Hier oben ist eine Galerie mit nur zwei Bildern. Das ist ein einfache Möglichkeit, optisch ansprechende Layouts zu erstellen, ohne dafür floats zu verwenden. Du kannst die Galerie mithilfe des Block-Umschalters auch wieder zurück in einzelne Bilder konvertieren.

Jeder Block kann sich an diese Ausrichtungen anpassen. Der Einbetten-Block hat sie auch und ist standardmäßig responsiv:

Du kannst jede Art von Block erstellen, die du magst, statisch oder dynamisch, dekorativ oder schlicht. Hier ist ein Block mit einem hervorgehobenen Zitat:

Code ist Poesie

Die WordPress-Community

Falls du mehr darüber erfahren willst, wie zusätzliche Blöcke erstellt werden oder falls du bei dem Projekt mithelfen möchtest, komm rüber zum GitHub repository.


Danke für das Testen von Gutenberg!

👋

Ein unpolitisches Gedicht

Ein unpolitisches Gedicht

Wer mit Absicht
ohne Aussicht
wenig Umsicht
und Rücksicht
oder Einsicht

Hat die Durchsicht
bei Ansicht
und Nachsicht
ohne Vorsicht
völlig außer Sicht

Auch aus der Fernsicht
keine Weitsicht
oder Weitblick
Rundblick
Überblick
und kein Geschick
für den Poli T(r)ick

Horrormalereien an der Wand
haben vielen das Gehirn verbrannt.

😉

Ernesto O.

World-Tell-O-Scope: Oktober 18

World-Tell-O-Scope:  Oktober 18

Online-Medien wie „Tichys Einblick“ oder „Ach gut“ kennen sie wahrscheinlich schon. Wenn nicht, auch gut. Das besondere an diesen und vielen ähnlichen Medien ist, dass sie sich aufklärerisch geben, aber vor allem eins verbreiten: Meinung, Meinung, Meinung. Hinzu kommt, dass diese Autoren zumeist politische Schlagseite haben und an Fakten nur Interesse haben wenn sie gut in das eigene Weltbild passen.

WorldTellOScope hat sich zur Aufgabe gemacht, nicht zu kommentieren, sondern die Wirksamkeit der  Fakten des zurückliegenden Monats zu begutachten und für den kommenden Monat das festzuhalten was wahrscheinlich oder möglicherweise daraus folgen wird. Im Prinzip betreibt  World-Tell-O-Scope eine Art monatliche Chartanalyse der Weltpolitik.   

Der Blick zurück in den September liefert die Basis für das was im Oktober passieren wird.  Die interessantesten „Polit-Märkte“ sind zur Zeit die USA, Deutschland und die EU, die Türkei, China, Russland und der Iran.

Beginnen wir mit Deutschland. 

Deutschland:  Der September war turbulent, und es ist zu erwarten, dass erst nach den Wahlen in Bayern eine gewisse Beruhigung in dem einen wie dem anderen Sinne eintreffen wird. Deutschland leidet unter einer neuen Welle des Populismus. 

Nach wie vor betreibt die AFD eine aggressive Politik, die vom Wahlkampf geprägt ist. Es zeichnet sich allerdings ab, dass der Schulterschluss mit Pegida, IB, III. Weg etc nur im Osten Deutschlands ankommt und in Bayern und Hessen die AFD trotz Einzug in die Landesparlamente Ende November als Verlierer nicht nur in den Augen ihrer eigenen Wählern dastehen wird. Das Herumeiern der GROKO  könnte sein rasches Ende finden, wenn Innen & Heimatminister Seehofer erkennt was er bei der Wahl in Bayern angerichtet hat. 

Apropos Bayern. Sollte sich Ende Oktober wider Erwarten eine Koalition CSU/AfD in Bayern abzeichnen so ist aller Voraussicht die Spaltung der CSU Fraktion in eine neue CDU und eine CSU-Fraktion zu erwarten. Es bleibt spannend, während die Arbeit für die Bundesbürger warten muss.  

 

USA:  Der innenpolitische Druck auf Donald Trump hat im September weiter zugenommen. Dies kann zu neuen Kapriolen seitens Trump bis zu den Kongress-Wahlen im November führen, was ggf. zu außenpolitischem Aktionismus führt, womit Trump weiterhin die Weltwirtschaft irritieren würde. Allerdings gibt es ja eine „geheime Fraktion“ im Weißen Haus die Trump gegen politischen Unsinn „pampert“. Der Druck der US-Schulden könnte ihn auch vorsichtiger werden lassen. Die Ergebnisse des Handelsstreits vor allem mit China, eventuell auch mit der  EU werden ihm in den kommenden Monaten noch negativ aufstoßen. Für den Wahlkampf der Republikaner braucht es positive Anstösse, die sollen nun im Oktober von einem Abkommen mit Mexiko und Kanada kommen.

 

Italien treibt ein gewagtes Spiel, die wachsenden Staatsschulden lassen die Anleihen-Renditen in die Höhe steigen. Der zunehmende Streit zwischen den Koalitionären kann im Oktober noch stärker werden. (Linksaussen-Rechtsaussen-Koalitionen können ganz schnell implodieren.) 

 

Türkei:  Der September war für das Erdogan-Regime weitgehend ein verlorener Monat, auch wenn Erdogan dies natürlich anders darstellen wird. Der Staatsbesuch in Deutschland 🇩🇪 war für die Katz. Wieder zurück in Ankara gilt  für ihn im Oktober: „Guten Morgen liebe Sorgen; seid ihr schon alle wieder da.“

Als da wären die Lira-Schwäche, der anhaltende Dollarabfluss, der Braindraw, der kostspielige Syrien-Einsatz, die „lästigen“ Journalisten, der fehlende Frieden mit den Kurden, keine EM 2024, einbrechende Autoverkäufe etc. 

 

Russland: Nach der Fußball-WM ist die Begeisterung vorbei und Putin steckt in der Klemme. Die Wirtschaft ist zwar stabil, aber weiter auf niedrigem Niveau. Die Einfallslosigkeit bezüglich der Lösung kann noch einige Zeit anhalten, vor allem dann, wenn es in Syrien 🇸🇾 weiterhin nicht wirklich voran geht. Putin hält Assad die Stange und das kann sich als Fehler bei der Befriedung Syriens erweisen zumal im Nahostdreieck weiterhin widerstrebende Interessen kochen (Iran, Irak, Syrien, Türkei, Israel, Palästina, Gaza, Saudi-Arabien, Katar, Jemen)

 

China: 

…hat über den Sommer seine Positionen auf dem Afrikanischen Kontinent weiter ausgebaut. Ziel ist es ein Handelskrieg mit den USA langfristig auszubremsen und das eigene Wirtschaftswachstum in Gang zu halten. Was China am wenigsten gebrauchen kann ist das Misstrauen der anderen Staaten, denn China’s innerer Erfolg ist abhängig vom Rest der Welt und diese Erkenntnis beeinflusst in den kommenden Monaten die Strategie der chinesischen Regierung. Prinzipiell wird hier „Tit for Tat“ gespielt. Wer mit China handelt kann erwarten, dass dies auf Gegenliebe stößt, wenngleich die chinesischen Handelsstrategen  natürlich auch auf ihren Vorteil achten. An den heutigen Streitigkeiten mit den USA ist diese aber letztlich selbst schuld. Fairer Handel wird das größte Problem bleiben, wobei Trump aber auch nicht den Eindruck erweckt, dass er fair spielen will.     

 

Iran: Auch wenn der Iran an der Oberfläche wieder gefestigt erscheint, so brodelt es doch weiter im Land. Dabei wollen vor allem die jungen Iraner keine Unterstützung von Seiten der US-Regierung. Blickt man in der Geschichte zurück, so haben die US-Regierungen der letzten 50 Jahre genug Chancen vertan im Iran positiven Einfluß zu gewinnen, nicht zuletzt wegen des religiös markierten Konflikts zwischen den Saudis und den Ayatollahs. Was die jungen Menschen im Iran wollen ist eine weitgehende Abkehr von der anhaltenden religiösen Diktatur, was aber nicht bedeutet, dass sie grundsätzlich gegen den schiitischen Islam sind. In Sachen Atomabkommen ist der Iran als moralischer Sieger hervorgegangen, auch wenn Trump und Israel einen großen Krieg an die Wand malen. Die Regierung hat sich Verbündete in der ganzen Welt gesucht: Russland, China und die EU. Das hilft zwar noch nicht über ihre finanziellen Probleme hinweg, bietet aber für die kommenden Monate einen Hoffnungsschimmer.  

 

Mögliche Überraschungen im Oktober: 

  • Ein neues Referendum zum BREXIT scheint möglich. Falls diese Chance nicht zum Zuge kommt, so wird sich England damit abfinden müssen, dass die Zukunft der Briten schlechter aussehen wird als sie bei einer Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU gewesen wäre. Der Schaden für die EU wird zwar erkennbar sein, aber sich in überschaubaren Grenzen halten.  
  • Im Herbst wird es auch weiterhin zu starken Wetterextremen kommen.  

Ernesto O. 

 

Es ist nicht die Absicht von World-Tell-O-Scope Politik zu betreiben. Alle Vorhersagen ohne Gewähr. Es handelt sich um Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten, die eintreffen können, aber nicht müssen.    Weiterlesen